Blogtour „Der Stern von Erui“ von Sylvia Rieß Tag 1 / Teil 1

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Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zur Blogtour rund um „Der Stern von Erui -Heimkehr-“ von Sylvia Rieß.

Dafür bin ich diesmal nicht einfach nur Sabrina, sondern schlüpfe in die Rolle des jungen Kommissars Andreas Hüfner.

Als dieser neige ich eigentlich nicht dazu an irgendwelche Dinge zu glauben, die man als übersinnlich beschreiben könnte, und auch die Existenz einer Parallelwelt habe ich bislang für absoluten Humbug gehalten. Aber jetzt kommen mir doch die ersten Zweifel. Warum?

Ich habe die Ereignisse extra in meinem Tagebuch für dich festgehalten. Da kannst du dein blaues Wunder erleben!

Mir hat dieser kleine ‚Ausflug‘ im übrigen voll und ganz gereicht. Könige, Schatten, Krieg und Verzweiflung. Nein Danke. Doch für die, die nun neugierig geworden sind, wartet der Roman um euch die ganze Geschichte zu erzählen.
(Kleine Anmerkung für die Leser der Blogtour. Es lohnt sich jeden Beitrag gut zu lesen, denn am Ende wird es ein Quiz geben, welches ihr lösen müsst, um euch einen der tollen Gewinne zu sichern)

Erster Eintrag 

Es ist Dienstag. Eine Woche bin ich nun schon bei der Mordkommission. Gelangweilt nehme ich wie jeden Tag die Arbeit auf. Nichts ist zu tun in diesem Nest! Von daher bleiben mal wieder nur die Akten längst vergangener Fälle. Zumindest erhalte ich so einen Einblick in die Arbeit von Hauptkommissar Matthäi und Thomas Meininger. Letzterer wird nach Matthäis Pensionierung dann mein Partner, aber auch Chef werden. Doch das kann dauern, denn der Alte lässt sich längst nicht so einfach in den Ruhestand abschieben, wie man sich wünschen würde.

 

Einige Tage später

Huch, was ist denn jetzt hier los? Matthäi scheint nach einem Telefonat ganz aufgebracht zu sein. „Strengste Geheimhaltung!“ und „Halt mir bloß die Presse weg!“ hat er ins Telefon gebrüllt und nach dem Auflegen „Kann doch gar nicht sein“ gemurmelt. Dann ist er aufgesprungen und wie von der Tarantel gestochen nach Irgendwo verschwunden.

 

Heute

Zwei lange Wochen sind seit dem Telefonat vergangen und trotzdem bin ich kaum schlauer als am Tag des Anrufs. Man hat mir mal wieder keine Informationen gegeben und langsam macht sich auch bei mir zugegebenermaßen der Unmut breit, denn es scheint nicht so, als würde mich hier irgendjemand ernst nehmen. Einfach frustrierend ist das! Eine Beförderung soll das sein? Da hat ja jeder Streifenpolizist einen interessanteren Job.

Gerade wie ich so in meinen trübsinnigen Gedanken versinken will, kommt auf einmal Matthäi in mein Büro gestürmt und knallt mir eine dicke Akte auf den Tisch. Wobei dick noch untertrieben scheint, denn die Akte ist so prall gefüllt, dass kaum nachdem sie den Tisch berührt hat schon die Hälfte des Inhalts auf diesem verteilt ist, da die Akte die Mengen einfach nicht fassen konnte. Während ich noch etwas ungläubig auf das Chaos vor mir blicke, keift Matthäi nur „Heute Mittag Besprechung. Punkt 12. Und wehe sie haben den Inhalt dann nicht parat. Und zwar aus dem Efef“ und schon ist er wieder zur Tür hinaus.

Der spinnt doch, der Alte“ schießt es mir durch den Kopf, aber neugierig bin ich schon. Schließlich muss diese Akte schon wirklich etwas Besonderes sein, wenn Matthäi so einen Wirbel darum macht. Beherzt schlage ich sie auf und lese:

 

Akte Mordfall Fenia Edani

Aktennummer: F9378/573XC

Ermittlungsstatus: ungelöst

Ein Mordfall also und noch dazu ein ungelöster, aber warum gab es auf einmal diesen Stress? Man hatte in den letzten Tagen weder einen Mordverdächtigen in einem anderen Fall festgenommen, so dass eine Querverbindung auszuschließen war, und auch ein Mord war, solange ich in diesem Kommissariat arbeite, nicht gemeldet worden. Ich schlage noch einmal den Deckel um und stelle fest, dass der Fall nun beinahe vier Jahre alt ist. Seltsam das alles. Schnell mache ich mich an die weitere Aktenlektüre, denn schließlich war meine Zeit knapp bemessen. Am Ende hatte ich folgendes auf meinem Notizzettel stehen:

Ein Mädchen und zwei Jungen aus einer kleinen Ortschaft in der Nähe wurden vor knapp vier Jahren vermisst gemeldet.

Das Mädchen – Fenia Edani – war 14, Tochter einer Ärztin und eines Bankdirektors

Die Jungen – Martin und Johannes – waren 16, Waisenkinder, lebten in einem Heim für Problemkinder und machten dauernd Ärger. Sie hatten dieselbe Clique, dieselben Gewohnheiten und Hobbies. Charakterlich jedoch stark verschieden.

Martin: Kopf der Clique (bestand aus ihnen und zwei weiteren Jungs), streitsüchtig, wankelmütig, aufbrausend, schlecht in der Schule, genoss dennoch die Sympathien der Gleichaltrigen (sehr charismatisch)

Johannes: Zurückhaltend, still, überdurchschnittlich intelligent, strebsam -> Mitläufertyp

Fenia und Martin waren zum Zeitpunkt des Verschwindens seit 3 Monaten ein Paar.

4 Wochen hat man erfolglos gesucht. Dann hat man in einem Waldsee in der Nähe von Fenias Wohnort eine Leiche gefunden. Stärkste Verbrennungen, zertrümmerter Schädel -> vollkommen unmöglich sie genau zu identifizieren.

Eine ganze Reihe an Indizien und zusammenhängen, die mehr als nur Zufall vermuten ließen, führten letztendlich dazu, dass man die Leiche als Fenia Edani zur Bestattung freigab.

 

Der Rest der Akte bestand aus einem Wust an Zeitungsartikeln, welche allesamt die beiden Jungen beschuldigten Fenia ermordet zu haben. Mit einem Blick auf die Uhr beschloss ich nach ungefähr dem zehnten Artikel, der sich so überhaupt nicht von seinen Vorgängern unterschied, bei den restlichen nur noch die Schlagzeilen zu überfliegen und sie mir nur dann genauer zu Gemüte zu führen, wenn es unbedingt erforderlich sein würde.

 

Da fiel mein Blick auf einmal auf eine neue Mappe, welche so dünn und unscheinbar in dem Chaos versunken war, dass ich sie beinahe übersehen hätte.  Neugierig zog ich sie heraus und traute meinen Augen kaum. Zusammen mit einigen Arztberichten fielen mir einige Phantomzeichnungen und ein Foto in die Hände. Die ersten Beiden zeigten zwei Männer um die 20. Ich kramte die alten Fahndungsfotos der drei Teenager hervor und kam zu dem Schluss, dass ein sehr begabter Phamtombildzeichner hier versucht hatte Martin und Joe ein wenig älter darzustellen.

 Foto Martin älterFoto Joe älter

Fahndungsbild MartinFahndungsbild Johannes

Doch, so könnten sie wirklich heute aussehen.

Bei dem Foto musste ich kurz schlucken. Es war das Bild einer jungen Frau, ca. 18 Jahre. Fast augenblicklich war mir klar, dass es sich dabei um Fenia Edani handeln musste. Auch wenn sie sich mit den Jahren sehr verändert hatet, so bestand doch kein Zweifel.

Foto Fenia älterFahndungsbild Fenia

Schnell las ich den dazugehörigen Arztbericht des Marienkrankenhauses, der sich folgendermaßen zusammenfassen ließ:

 Frau – unbekannt – wurde vor 2 Wochen komatös eingeliefert. Wundmale an Hand- und Fußgelenken fallen ebenso sofort ins Auge wie Hämatome am ganzen Körper. Außerdem gab es multiple Rippenfrakturen und das MRT zeigte mehrere Mikrofrakturen des Schädels und damit einhergehend ein Hirnödem.

 Das Mädchen hatte richtig was abbekommen, wurde mir klar. Man konnte wirklich von Glück sprechen, dass sie dies überhaupt überlebt hatte, denn die Verletzungen schienen mir alle doch sehr schwerwiegend zu sein. Dass das Auftauchen seiner vermeintlichen Toten meinen Chef aus der Fassung gebracht hatte, konnte ich nun verstehen. Doch vieles blieb immer noch seltsam.

Bevor ich jedoch dazu komme, mir darüber Gedanken zu machen, klopft es an meiner Tür.

Ende Teil 1 (Die Fortsetzung gibts ab 12:00 Uhr)

Die tollen Bilder sind alle von der Graphikerin Dorothee Rund

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von sabrinaslesetraeume Veröffentlicht in Blogtouren

Ida Ding – Jungfernfahrt

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Titel: Jungfernfahrt
Autor: Ida Ding
Verlag: Rowohlt Verlag
Genre: Krimi
Seiten: 288
ISBN: 978-3-499-26990-5

Muck Halbritter, ein waschechter bayrischer Bauer und Schafzüchter, gerät wieder einmal in einen Fall, obwohl eigentlich seine Frau bei der Kripo arbeitet. Während einem sonnigen Nachmittag, den er zusammen mit seiner Tochter Emma verbringt, findet er ein menschliches Skelett. Aber bevor er seine Frau anrufen kann ist sein Erzivale, der Jäger Wolfi, ein anderer Polizist schon zur Stelle und beansprucht den Fund für sich. Gleichzeitig baut der Millionär Walter Wunder ein historisches Schiff nach, dass während der Jungfernfahrt untergeht. Alle bis auf Einen überleben, aber dieser ist nicht ertrunken, sondern hatte eine Kugel im Kopf. Muck, der Gott und die Welt zu kennen scheint, wird in die Ermittlungen eingebunden und schon bald erkennt er die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Toten.

Das Cover zeigt einen Steg, der in einen See führt. Der Schwan an der Seite hat zwar für das Buch keine Bedeutung, denn es kommt in dem ganzen Buch kein einziger Schwan vor, aber es gibt dem ganzen Bild einen noch harmonischeren und idyllischeren Effekt. Das es in dem Buch nicht ganz so harmonisch zu geht, wie das Cover vermittelt, wird allerdings schon im Klappentext klar. Insgesamt gefällt mir das Cover aber ganz gut, auch wenn es jetzt nicht wirklich etwas besonderes ist. Der Titel passt zur Geschichte, denn alles dreht sich um die Jungfernfahrt eines Nachbaus eines historisches Schiffs. Genauer gesagt einen Nachbau des Bucentaur, ein Prunkschiff der bayrischen Herzöge.

Der Protagonist Nepomuck “Muck” Halbritter ist ein sympathischer und hilfsbereiter Kerl, der allerdings durch und durch Bauer und Schreinermeister ist. So ist sein englisches Vokabular nicht wirklich vorhanden, was für lustige Momente sorgt, als er sich in dieser Sprach verständigen soll. Auch sind ihm Computer und Handys nicht wirklich vertraut und vor allem letzteres vergisst er immer wieder gern, was ihm in einigen brenzligen Situationen fast den Kopf kostet. Andererseits ist er ein sehr guter Menschenkenner, lässt sich von niemanden etwas sagen und durch seine hilfsbereite und liebenswerte Art, ist er fast mit einem ganzen Dorf bei du. Das hilft ihm natürlich bei seinen Ermittlungen, da er während seiner Aufträge gerne mal ein Gespräch anfängt und es dann in die gewünschte Richtung lenkt.

Ein Markenzeichen dieses Buchs ist, dass Muck, um ihn auch wirklich überzeugend wirken zu lassen, auch bayrisch reden und denken lässt. Das ist zwar einerseits ganz interessant, hemmt aber ab und zu den Lesefluss, wenn einem die Wörter nicht geläufig sind. Alledings gibt es am Ende des Buches ein Glossar mit den ganzen bayrischen Wörtern. Das ist wieder ein Pluspunkt.

Die Handlung ist zwar nicht besonders originell, aber durch die Charaktere und vor allem durch Muck, sowie seine Frau und seiner Tochter, wird sie es dann doch und ich habe mich während der ganzen Geschichte gut unterhalten gefühlt. Natürlich gab es auch den ein oder anderen spannenden Moment, aber insgesamt hielt es sich eher in Grenzen und hat mich nicht wirklich gefesselt. Von den bayrischen Ausdrücken mal abgesehen war das Buch auch sehr flüssig geschrieben und man konnte es schnell weglesen. Für alle Leser, die nichts gegen einen bayrisch-sprechenden Schafszüchter und Bauern haben, der in einem Mordfall ermittelt, kann ich das Buch empfehlen und von mir gibt es

4 von 5 Punkten.

Claire Hajaj – Ismaels Orangen

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Titel: Ismaels Orangen
Autor: Claire Hajaj
Sprecher: Boris Aljinovic
Verlag: Random House Audio
Genre: Drama
Laufzeit: 402 Minuten
ISBN: 9783837130577

Im Jahr 1948 lebt der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines arabischen Orangenzüchters, in der israelischen Stadt Jaffa. Voller Freude wartet er darauf die ersten Früchte des Baumes zu pflücken, der zu seiner Geburt gepflanzt worden war, als ein Krieg zwischen Arabern und Juden  ausbricht und seine Familie zur Flucht zwingt. Seit jenem Tag träumt er davon wieder in diesem Haus leben zu können. Zur gleichen Zeit wächst Judith, als Tochter von überlebenden Juden des Holocaust, in England auf und sehnt sich nach einem normalen und glücklichen Leben. In den 1960er Jahren treffen Salim und Judith in London aufeinander und verlieben sich. Wie wird diese Beziehung bestehen können oder wird sie der Hass, der zwischen ihren Völkern herrscht, auseinander bringen?

Das Cover zeigt einen einzelnen Orangenbaum und ein Kind, dass von diesem Baum wegrennt. Die Farben sind in einem warmen Gelb- und Orangeton gehalten, sodass das Cover schön anzusehen ist. Das Kind soll wahrscheinlich Salim darstellen, der auf der Flucht ist und sich somit von seinem Baum entfernt. Der Titel erschließt sich erst am Ende des Hörbuchs, denn ich habe mich auch sehr lange gefragt warum das Hörbuch diesen Titel trägt, obwohl der Protagonist Salim heißt.

Salim ist ein äußerst schwieriger Charakter. Schon seit seiner Kindheit wurde ihm immer gesagt, dass die Araber unterdrückt und von ihrem Land vertrieben werden und dann passiert es ihm auch noch selbst. In seinem ganzen Leben fühlt er sich in jeder Situation zurückgesetzt und betrogen. Er sucht immer das Haar in der Suppe, steht seinem Glück immer selbst ihm Weg, da er immer wieder nach Bestätigung sucht. Dass er dabei nicht nur sich selbst sondern auch sein Umfeld extrem belastet bemerkt er erst viel zu spät. Wenn man darüber nachdenkt sind seine Gedankengänge und Handlungen nachvollziehbar, aber oft kann man nur den Kopf darüber schütteln. Judith hingegen ist eine starke und selbstbewusste Frau, die für ihr Glück und ihre Liebe kämpft. Vor allem am Ende ist ihr Mut wirklich bewundernswert und der Charakter hat mir sehr gut gefallen.

Die Handlung ist sehr dicht, da mehrere Jahrzehnte in allen Höhen und Tiefen durchlebt werden mussten. Teilweise gab es jedoch Stellen, bei denen ich mir gewünscht hätte etwas mehr zu erfahren, aber da muss ich dann wohl das Buch lesen, denn dieses Hörbuch ist ja nur eine gekürzte Fassung und einige Detail ausgelassen worden. Die Geschichte eine andere Seite des Krieges und was passiert wenn man nur in der Vergangenheit lebt und nicht in die Zukunft blickt. Wenn man immer nur Verlorenem hinterhertrauert und somit Neugewonnenem nicht die nötige Beachtung schenkt. Es ist eine dramatische Geschichte, welche direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheint und deshalb regt sie einem auch zum Nachdenken an.

Boris Aljinovic machte seine Sache sehr gut, auch wenn mir eine Vertonung mit mehr als einer Stimme besser gefallen hätte. Zwar verstellt er seine Stimme für jeden Charakter, aber durch die enorme Fülle an Personen fehlt mit der Zeit doch ein wenig die Abwechslung. Dennoch ist die Stimme angenehm und gut zu hören.  Von mir gibt es eine Empfehlung für das Hörbuch und

4,5 von 5 Punkten

von sabrinaslesetraeume Veröffentlicht in Hörbücher

Ankündigung Blogtour zu „Der Stern von Erui“ von Sylvia Rieß

Hallo ihr Lieben,

bald ist es wieder soweit und eine neue Blogtour macht bei mir Station. Da eine liebe Teilnehmerin leider aus persönlichen Gründen ausfällt, werde ich ihren Tourtag mithosten und darf aus diesem Grund gleich zweimal ran. Auch sonst ist diese Tour anders als ihr sie bis jetzt kennt. Die Tour wird wesentlich interaktiver und hat eine richtige Geschichte, sodass ihr nicht nur einen Bericht hören werdet, sondern live dabei sein könnt. Auch an den einzelnen Tourtagen wird es nicht immer nur einen Post pro Blog geben, denn so ein Tag entwickelt sich ja und daher wird es sicher auch mal notwendig sein mehr als einen Post zu machen, damit ihr all die Dinge auch wirklich hautnah und nicht nur in der Rückblende erleben wollt. Also seid gespannt und freut euch mit mir auch die Blogtour zu „Der Stern von Erui“ von Sylvia Rieß und natürlich gibt es am Ende auch etwas zu gewinnen, also lest die Beiträge aufmerksam, denn ein Quiz am Ende wird prüfe, ob ihr auch gut aufgepasst habt.

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von sabrinaslesetraeume Veröffentlicht in Allerlei

Meinung zum Montag – Profitgeilheit

Hallo ihr Lieben,

es trifft sich hervorragend, dass wir gerade Montag haben, denn die letzten Tage fiel mir mal wieder auf wie sehr unsere Gesellschaft auf den eigenen Profit aus ist. Ich verstehe beim besten Willen nicht, wieso jeder alles umsonst haben will.

Wie kam ich mal wieder zu dieser Erkenntnis? Nun mein Mann und ich misten gerade mal wieder aus und haben dabei verschiedene Sachen angeboten über Kleinanzeigen, u.a. einen Fernseher, bei dem die Garantie noch nicht mal lange abgelaufen ist, der aber einfach zu klein war und durch einen ersetzt wurde, der besser zum Abstand in unserem Wohnzimmer gepasst hat. Neupreis 900€ mit Amiblight und von einer guten Marke. Also kein Schund. Bis 100€ hätten wir uns ja handeln lassen, wenn auch nur mit Schmerzen, aber die Angebote lagen zwischen 30 und 50€. Das sich die Leute sowas trauen ist schon eine Frechheit. Aber letztlich ist es auch die Erfahrung, die wir mit sämtlichen Angeboten gemacht haben. Keiner will mehr etwas zahlen, aber das tollste vom Tollsten dafür bekommen. Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen. Andere Leute müssen schließlich auch leben.

So jetzt werden die Ersten kommen und sagen, dass ich das sicherlich auch nicht anders mache, aber doch mache ich. Tut mir Leid, wenn ich das sagen muss, aber auch wenn ich Sachen gebraucht kaufe, dann zahle ich dafür vernünftige Preise. Meistens sind es ja Bücher, die ich mir kaufe und ganz ehrlich, ich würde nie auf die Idee kommen, dass ich ein gebrauchtes Hardcover, das auch noch super erhalten ist für 2-3€ haben möchte oder das mir für ein orignaleingeschweißtes Buch 3€ weniger (Versand inkl.) zu viel sind. Sowas würde ich auch keinem anbieten, weil es einfach nicht mehr im Verhältnis steht. Und auch wenn ich Reziexemplare annehme, dann biete ich den Autoren oft noch ein Interview oder etwas zusätzlich an, damit sie mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn ich möchte mich irgendwie revangieren sofern ich es zeitlich auch nur halbwegs hinbekomme und es gewünscht ist. Also schlagt es euch einfach aus den Kopf mich über einen Kamm mit anderen zu scheren. Ich habe noch Moral und Anstand, aber das ist wohl etwas, dass der Welt heute immer mehr verloren geht, denn Egoismus, Habgier und Geiz bekommen einen immer höheren Stellenwert.

Mich kotzt sowas aber wirklich an, denn nur weil man etwas zu verkaufen hat, heißt das noch lange nicht, dass man im Geld schwimmt, weil man sich etwas neues angeschafft hat. Tatsächlich ist es doch oft so, dass die Leute oft Dinge verkaufen müssen, damit sie sich entweder wichtige Neuanschaffungen leisten können oder sich auch mal etwas gönnen können. Aber darüber denkt keiner nach. Hauptsache sie bekommen es billiger. Wirklich schlimm.

Habt ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht oder hab nur ich das „Glück“ immer an solche Menschen zu geraten? Erzählt ruhig mal.

Tag One Lovely Blog – Award

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Hallo ihr Lieben,

nachdem mich die liebe Melanie von Lesezauber für den One Lovely Blog – Award nominiert hat, habe ich ein paar Tage gebraucht, um zu überlegen, was ich schreiben werde. Aber erst einmal vielen Dank fürs nominieren, Melanie. Zunächst mal die Spielregeln für euch im Überblick:

1. Die Person verlinken, die dich nominiert hat.

2. Die Spielregeln in den Beitrag niederschreiben und hier das Banner holen

3. Sieben Fakten über Dich veröffentlichen

4. Sieben weitere Blogger nominieren

Nun dann kommen wir mal zu den sieben Fakten. Es war gar nicht so leicht etwas zu finden, dass ich euch über mich erzählen möchte, denn Informationen im Internet sind ja immer so eine Sache. Aber nun schaut mal was dabei herausgekommen ist. Ich hoffe, dass ich etwas interessantes für euch zusammenstellen konnte.

1. Ich liebe Horrorfilme. Nightmare on Elmstreet gehört da zu meinen absoluten Lieblingen, aber es gibt auch genug andere, z.B. einige Stephen King Verfilmungen, welche es mir sehr angetan haben. Was meine Freunde aber am meisten wundert ist sicherlich, dass ich die SAW-Filme mit wachsender Begeisterung und ohne mit der Wimper zu zucken sehen kann und sie sogar total gerne mag.

2. Ich hatte 5 Jahre lang keinen Fernseher und habe es überhaupt nicht vermisst. Allerdings wurde es mit einem Kind dann zunehmend unpraktischer, da ich ihm das einfach nicht vorenthalten wollte, denn schließlich. Daher habe ich mir wieder einen angeschafft.

3. Ich liebe Serien. An erster Stelle kommt ganz klar Bones – Die Knochenjägerin, dicht gefolgt von Akte X, Dexter, Californication, The Big Bang Theory, 2 and a half man und CSI in allen Varianten.

4. Ich liebe Drachen. Ich habe Bücher, Plüschfiguren und alles mögliche andere, aber ich bin da auch sehr eitel bin mit meiner Drachensammlung darf man mir nicht einfach irgendwas schenken, denn es gibt einfach viel zu viel Kitsch, denn ich mir niemals in die Bude stellen würde.

5. Ich liebe es zu schreiben. Gedichte, Geschichte, Romane, Gedankentexte, usw. Es war und ist schon immer meine Leidenschaft und meine Passion, aber ich schreibe zu 99,8% für mich und nur ausgewählte Leute bekommen mal einen Text zu lesen, dass ich veröffentliche (bis jetzt 3x) ist eher eine Ausnahme, da ich mich dafür irgendwie nicht wohl fühle.

6. Ich habe vor der Geburt meines Kindes einige Jahre vegetarisch gelebt. Es war eine nette Sache und ich habe das Fleisch währenddessen auch kaum vermisst, allerdings ist eine ausgewogene Ernährung dann mir doch zu wichtig, denn ehrlich gesagt gehöre ich nicht zu den Leuten, die gerne jeden Tag Tabletten zur Nahrungsergänzung schlucken, wenn sie das ganze auch einfach mit Fleisch haben können.

7. Ich bin so gar nicht die typische Frau. Ich habe genau eine Clutch, nämlich die von meiner Hochzeit, keine weiteren Handtaschen und auch nur 4 Paar Schuhe – Turnschuhe für den Alltag, Sportschuhe, Stiefel und hohe Schuhe mit kurzem Schaft. Ihr seht also, die Standardklischees sind jetzt schon raus und Shoppen kann man mit mir auch nur gehen, wenn man in die Buchhandlung will. Klamotten shoppen dauert bei mir keine 10 Minuten  pro Laden, denn mich nervt das einfach nur.

So jetzt wisst ihr ein wenig über mich. Jetzt muss ich noch 7 Blogs nominieren. Ich hoffe, dass ihr dann auch soviel Spaß mit dem Award habt wie ich.

Ich nominiere:

1. Janine von Blue Butterfly Bücherblog

2. Sasija aus der Tardis

3. Eva von Astis Hexenwerk

4. Prisha aus der Rumpelkammer

5. Phinchen aus ihrer Fantasywelt

6. Susanne aus dem Feenbrunnen

7. und last but not least Favola

von sabrinaslesetraeume Veröffentlicht in Allerlei

Sonja Planitz – Tanz!

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Titel: Tanz!
Autor: Sonja Planitz
Verlag: CreateSpace
Genre: Liebesgeschichte
Seiten: 179
ISBN: 9781500208790

Kaera, eine junge Kriegerin vom Planeten Musica, hat den Auftrag den Planeten Erde vor der Übernahme der Schatten zu beschützen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, wird sie in eine TV-Tanzshow eingeschleust und soll sich ins Finale tanzen, um dann den Supergau zu verhindern. Für die Musicanerin, der Tanz und Gesang ohnehin im Blut liegen, eigentlich kein Problem, doch schwieriger ist es ihre Identität zu verschleiern und niemanden auf sich aufmerksam zu machen. Dies fällt vorallem dann nicht leicht, wenn man sich in einen der männlichen Stars verliebt und mitten am Gelände Schatten bekämpft. Kann das Ganze unterfangen wirklich gelingen oder ist die junge Kriegerin dann doch überfordert mit dieser gewaltigen Aufgabe?

Das Cover ist mir persönlich zu grell pink. Es passt zwar ein wenig zu einer Szene am Ende, allerdings müsste es dann pink-schwarz sein. Den Fächer erkennt man wieder und er spielt auch eine wichtige Rolle. Die Frau dürfte Kaera sein, allerdings trägt sie bei der einzigen Tanzszene mit Fächer ein anderes Kleid. Der Titel ist einfach nur der Name der TV-Show um die es geht. Zwar treffend allerdings wäre hier deutlich mehr rauszuholen gewesen.

Die Protagonistin Kaera war für eine Außerirdische erstaunlich angepasst. Natürlich war das mit einer tollen Erfinderin im Rücken bzw. auf einem Raumjäger sicherlich einfacher, aber dennoch hat es mich immer wieder überrascht, vor allem weil ihre Unzulänglichkeiten, die am Anfang noch sehr stark rauskamen von hier auf jetzt vergessen waren. Ansonsten ist sie sehr ehrgeizig, aber auch irgendwie sympathisch, da sie einfach nicht mit allen Mitteln kämpft, wenn es um den sportlichen Ehrgeiz geht. Allerdings vernachlässigt sie ihre Aufgabe zwischendrin sehr und ist auch sehr aufmüpfig gegenüber Vorgesetzten. Insgesamt ein sehr abwechslungsreicher und bunt gestalteter Charakter, der für mich mich aber nicht 100% zum reinfühlen war, da es oft einfach zu wenig Raum hat, wirklich in ihr Inneleben zu blicken.

Das ist auch im Allgemeinen das Problem mit diesem Buch. Durch seine Kürze geht die Geschichte zwar schnell voran und bietet viel Abwechslung, leider bleibt nicht sehr viel Platz für Tiefgang oder wirklichen Bezug zu den Personen. Ich persönlich finde das extrem schade, denn es geht so wahnsinnig viel dadurch verloren. Es war eine lustige Geschichte mit Außerirdischen und Menschen, aber auch hier verlief alles einfach zu glatt, denn Feinde hatte Kaera zwar unter den Schatten und den Menschen, welche nicht um ihre Identität wussten, alle anderen reagiert für mich aber unverständlich gelassen. Auch hier wurde an Tiefe und Konfliktpotential gespart und irgendwie war das einfach alles nur sehr halb. Auch das Ende hat mich etwas gestört, denn wie die Sache von dem TV-Sender beendet worden ist, könnte sich das kein Sender auf der Welt leisten, der noch Zuschauer haben will. Letztendlich hat es viel an Ideen gefehlt, welche die Details das Buches ausgemacht hätten, denn nicht einmal die Alienrasse hat wirklich etwas besonderes im Vergleich zu den Menschen gehabt, und auch im Buch selbst gab es eine Vorgeschichte, die aber nie geschrieben wurde und den leser dadurch immer im Regen stehen lässt. Sowas finde ich extrem nervend und daher muss ich leider sagen, dass es von mir auch nur

2,5 von 5 Punkten

geben kann.

Fischer / Jeschke – Der kleine Cowboy und der große Wurf

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Titel: Der kleine Cowboy und der große Wurf
Autor: Ulrike Fischer / Stefanie Jeschke
Verlag: magellan
Genre: Kinderbuch
Seiten: 25
ISBN: 978-3-7348-2006-9

Ben, der kleine Cowboy, kann alle Tricks, die man als Cowboy so drauf haben sollte. Sei es nun Reiten, Pfeiffen oder Spuren lesen, aber eine Sache will ihm so gar nicht gelingen, nämlich das Werfen von Lassos. Bei seinem letzten Versuch reißt er seiner Mutter sämtliche Wäsche von der Leine und bekommt einen Waschtag angedroht. Da hilft nur ab durch die Mitte und auf zu den großen Cowboys. Vielleicht kann ihm ja dort jemand helfen?

Der Protagonist Ben ist ein kleiner Stöpsel und wenn man die Zeichnungen angesehen hat, wirklich noch nicht sehr alt. Seine Fähigkeiten stehen dazu ein wenig im Widerspruch, denn sie waren sehr gut ausgeprägt und hätten es in abgespeckter Version auch getan. Auch waren einige Handlungen und Entscheidungen nicht wirklich nachzuvollziehen, obwohl recht viel Text auf den wenigen Seiten untergebracht war. Dadurch konnte man dem Protagonisten leider nicht so nah kommen und sich in ihn hineinversetzen wie es vielleicht für ein Kinderbuch erforderlich wäre.

Die Idee hinter dem Buch war eigentlich gar nicht schlecht, denn Cowboys sind ja oft Vorbilder für kleine Jungs und es ist gut zu zeigen, dass auch sie Schwächen haben. Das hilft Kindern sicherlich zu mehr Selbstbewusstsein. Die zweite Idee, nämlich zu zeigen, dass aus einer Schwäche auch etwas Gutes erwachsen kann, ist leider nicht so gut umgesetzt, so dass man als Kind darauf kommen könnte. Selbst ich hatte so meine Schwierigkeiten damit und musste es eine Weile drehen und wenden.

Die ganze Handlung war immer wieder etwas unlogisch und lückenhaft und ist so für den Lesefluss und das Leseverständnis der Kleinen nicht ganz so gut zu fassen, wie ich es mir wünschen würde. Dafür konnten die Illustrationen punkten. Sie sind sehr detailiert, haben gut zu den Szenen gepasst und die Geschichte schön untermalt.

Insgesamt konnte mich das Buch aber leider nicht überzeugen, da einfach auf den wenigen Seiten zu viele Kleinigkeiten zusammenkamen, die einfach nicht gepasst haben. Daher gibt es von mir auch nur

2 von 5 Punkten.

Dominic und Cornelia Franke – Aufgabe gesucht

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Titel: Aufgabe gesucht
Reihe: Jamies Quest
Autor: Dominic und Cornelia Franke
Verlag: Amzon Publishing
Genre: Phantasy
Seiten: 373
ISBN: 9783000469350

Jamie kann es kaum glauben. Gerade saß er noch in seinem Zimmer und spielte Computer und plötzlich findet er sich in einer der Welt von Brior wieder. Am Anfang hält er das nur für einen äußerst realistischen Effekt seiner 3D-Brille, danach denkt er, dass er irgendwie ins Koma gefallen ist, doch daran, dass dies wahr sein könnte, will er einfach nicht glauben. Als er dann dort auch noch auf den Bauernburschen Hannes trifft, welcher in seinem Alter ist und ihm einreden will, dass er ein Wanderer der zwischen den Welten ist und hier eine Aufgabe zu erfüllen hätte bevor er zurück darf, hält er diesen für komplett verrückt. Doch egal, welche der Theorien sich am Ende bewahrheiten wird: Die Welt von Brior ist hart und Jamie muss täglich um sein Überleben kämpfen, denn die Tanteln (Riesenspinnen) bedrohen Brior und drehen seit Jamies Ankunft mehr und mehr durch. Ob er es in dem Chaos schaffen kann herauszufinden was eigentlich mit ihm passiert ist?

Das Cover zeigt Jamie in einem Oval, welches für mich einen Spiegel darstellen könnte hinter dem der Zugang zu einer anderen Welt liegt, wie er vor einer Schar Tanteln flüchtet, seinen Kampfstab in der Hand. Das ist für das Buch auf jeden Fall sehr prägnant, denn Stellen an denen er vor den Viecher flüchten muss, gibt es so einige. Der Titel der Reihe bezieht sich wohl drauf, dass Jamie das Ganze erst als Computerspiel gesehen hat indem er Quests erfüllen muss. Der Buchtitel dieses Bandes bezieht sich darauf, dass Jamie auf der Suche nach seiner Aufgabe in Brior ist. Das fasst den Inhalt des ersten Bandes auch ganz gut zusammen.

Der Protagonist Jamie ist ein Teenie kurz vor dem Schulabschluß, wird in der Schule verprügelt und fertig gemacht und ist auch sonst eher der Typ Nerd, der sich gerne in die Welten von Computerspielen flüchtet. Sein einziger Lichtblick ist seine Freundin Olivia, welche immer zu ihm hält. Doch all das wird auf den Kopf gestellt und er muss sich in einer ganz neuen Welt zurechtfinden. Dies gelingt ihm teilweise wirklich gut, allerdings muss ich auch sagen, dass es einige Situationen gab in denen er mich sehr genervt hat, weil er so leichtsinnig mit seinem Leben, aber vor allem auch mit dem Leben von anderen umgeht. Natürlich hat jeder seine Fehler und Schwächen, aber bei ihm war es dann doch teilweise auf eine Art, die mir irgendwie nicht so recht sympathisch geworden ist.

Besser gefallen hat mir da doch Hannes. Er hat dem Wanderer von Anfang an bedingungslos geholfen und auch hinter ihm gestanden, obwohl er alles durch ihn verloren hat. Dennoch weiss er, dass Wanderer ein  ganz besonderes Geschenk an Brior sind und er nimmt sich seiner Pflichten um ihn an.

Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Entwicklung der ganzen Sache war immer wieder überraschend, allerdings hatte ich dennoch das Problem, dass sich das Buch irgendwie extrem gezogen hat. So gut es mir auch gefallen hat, ich kam einfach nicht voran. Das hat mir den Lesespaß natürlich etwas geschmälert, aber trotzdem war ich sehr begeistert und werde mir auch die Fortsetzungen besorgen sobald sie erhältlich sind, denn es wird eine Welt geschaffen in die man wirklich eintauchen kann. Die Charaktere und auch die Umgebung und Geschöpfe werden einem plastisch vors Auge geholt und man kann sich so richtig gut darin treiben lassen. Eine Sache sollte man an dieser Stelle allerdings unbedingt erwähnen, denn sie hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. In diesem Buch geht es unheimlich viel um Spinnen und es wird auch sehr ins Detail gegangen, was für mich als Arachnophobiker teils einfach doch extrem über meinen Grenzen lag. Daher würde ich es Menschen mit Arachnophobie auf jedenfall nicht empfehlen. Für alle anderen Phantasyfans ist es aber genau das richtige Buch um Spaß damit zu haben und in eine andere Welt abzutauchen. Von mir gibts

4 von 5 Punkten.

Claudia Broicher – Die Zeit danach

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Titel: Die Zeit danach
Autor:  Cordula Broicher
Verlag: Quindie
Genre: Roman
Seiten: 268
ISBN: 9781495971844

Obwohl schon zehn Monate seit dem Tod ihres Mannes Joachim vergangen sind, quält sich Anna immer noch noch mit Selbstvorwürfen. Was hat den anerkannten und erfolgreichen Internisten in den Selbstmord getrieben und warum hat er keinen Abschiedsbrief hinterlassen? Hätte sie seinen Tod verhindern können, wenn sie nur aufmerksamer gewesen wäre? Ihre zwei besten Freundinnen versuchen sie immer wieder aufzubauen und von ihren Grübeleien abzulenken, aber die ersten Erfolge gelingen erst Thomas Wegener. Dieser ist ganz neu in die kleine Stadt Zülpich gezogen und hat dort eine Buchhandlung eröffnet. Schon bei der ersten Begegnung zwischen ihm und Anna hat es kräftig gefunkt und Anna gerät in einen gewaltigen Zwiespalt. Einerseits fühlt sie sich schuldig, sich, so kurz nachdem sie zur Witwe wurde, wieder zu verlieben, andererseits will sie ihr Leben fortsetzen und nach vorne schauen. Wie wird es Anna ergehen und welche Höhen und Tiefen muss sie in den folgenden Tagen und Wochen durchleben?

Das Cover zeigt eine Wiese voller Narzissen. Warum gerade diese Blumenart für das Cover gewählt wurde, erschließt sich meiner Meinung nach am Ende des Buches. Vorausgesetzt man weiss, welche Bedeutung Narzissen haben. Was mich allerdings ein bisschen stört ist die Tatsache, dass die Blüten nur im oberen Drittel zu sehen sind. Es ist für meinen Geschmack etwas zu grün, auch wenn die Farbe in dem Buch auch eine gewisse Bedeutung hat. Insgesamt ist das Cover aber ganz gut geworden. Der Titel meint anscheinend die Zeit nach Joachims Tod. Denn zehn Monate nach seinem Ableben, beginnt die Handlung der Geschichte und man verfolgt sie über mehrere Wochen in denen einiges im Leben von Anna geschieht und auch so einige Geheimnisse der Vergangenheit aufgedeckt werden.

Die Protagonistin Anna ist eine temperamentvolle, dickköpfige, aber dennoch liebenswerte Person, die sich gerade in einer Lebenskrise befindet. Sie hat ihren Mann von Herzen geliebt und hadert sehr mit seinem Suizid, da sie sich immer wieder die Frage stellt, warum sie nicht erkannt hat, wie schlecht es um ihn steht. Dass von ihrer älteren Tochter, mit der sie schon seit langem kein gutes Verhältnis mehr hat, ebenfalls Vorwürfe kommen, macht die Sache nicht besser und deshalb haben Annas jüngere Tochter sowie ihr beiden besten Freundinnen einiges zu tun, damit diese nicht in Selbstzweifel versinkt.

Thomas, sozusagen der zweite Protagonist, ist ein Jurist, der seinen Job an den Nagel gehängt und sein Hobby, Bücher, zum Beruf gemacht hat, indem er eine Buchhandlung eröffnet hat. Er hat einen erwachsenen Sohn, der in der Handlung jedoch keine allzugroße Rolle spielt, ist ruhig, ausgeglichen und hilft Anna mit allem zurechtzukommen. Ein Gentleman wie er im Buche steht. Was allerdings nicht heißt, dass er keine Fehler macht oder Schwächen hat. Auch Thomas kann ein richtiger Dickkopf sein, sodass Anna und er auch ab und an aneinander geraten. Allerdings weiß er meistens wann er nachgeben und sie mit ihren Gedanken alleine lassen muss.

Die Idee hinter der Geschichte war jetzt nicht wirklich etwas neues, aber durch eine kleine Nebenhandlung, die zwischendurch immer wieder eingefügt würde, wurde ein angenehmer Spannungsbogen aufgebaut, sodass man doch versucht war immer weiter zu lesen. Das diese Nebenhandlung mit der Haupthandlung am Ende zusammengeführt wurde, hätte meiner Meinung nicht unbedingt sein müssen, aber es gab dadurch eine interessante Wende und vor allem noch einen richtig spannenden Moment. Obwohl mir irgendwie die ganze Zeit bewusst zwar, dass es dazu kommen könnte, hat mich die Entscheidung der Autorin doch überrascht, diese Szene einzubauen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Freunde von Liebesromanen, die locker und humorvoll geschrieben sind und auch spannende Momente haben, sowie

4 von 5 Punkten