Lisa J. Smith – Der Verrat

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Titel: Der Verrat

Reihe: Der magische Zirkel 2

Autor: Lisa J. Smith

Verlag: Weltbild

Seiten: 256

ISBN: 978-3-86365-136-7

Cassie hatte in ihrer neuen Umgebung Anschluss gefunden, doch ob die Kids aus ihrer Schule und der Nachbarschaft wirklich alle nur ihr Bestes wollen? Ihr Leben verstrickt sich zunehmend in immer schwierige Lagen und sie verfängt sich in einem Netz aus dem sie keinen Ausweg mehr weiss. Doch natürlich benötigt sie eben diesen dringend. Wird ihr jemand helfen oder schafft sie es vielleicht sogar alleine die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

Das Buch hat mir wieder recht gut gefallen. Das Cover ist wieder sehr sinnlich und anziehend gestaltet und man kann Weltbild nur gratulieren, dass sie ein so attraktives Cover gestaltet haben. Auch der Titel ist wieder passend gewählt.

Die Protagonistin hat so einiges an inneren Konflikten auszustehen, doch ich persönlich komme leider nicht so ganz an sie heran. Ihre Entscheidungen und Handlungen sind oft etwas wenig nachvollziehbar dargestellt und sie ist in sich diesmal sehr widersprüchlich. Vielleicht mag das auch der Situation geschuldet sein in der sie sich momentan befindet, doch irgendwie war ich diesmal nicht so recht bei ihr.

Die weiteren Nebenfiguren, welche ja auch teilweise eine halbe Hauptrolle spielen, erscheinen mir nach 2 Bänden immer noch sehr blass. Man bekommt zwar mal hier und da ein paar Informationen hingeworfen, aber leider sehr wenig und auch nicht wirklich zusammenhängend. Immer wenn man neugierig werden würde und mehr wissen will, ist es schon wieder vorbei und die man ist wieder bei einem ganz anderem Thema.

Was mich langsam etwas stört ist, dass es enorm viel Nebenhandlungen gibt, aber an der eigentlichen Haupthandlung kaum etwas voran geht. Das Ding ist eine Triologie (auch wenn die Bände 4-6 25 Jahre später unter dem Namen der Autorin, aber von einer Ghostwriterin geschrieben rausgekommen sind bzw bei Band 6 noch herauskommen, war und ist es eigentlich eine Triologie) und ich habe gerade noch einen Band vor mir, bevor das Ganze zu einem Abschluss kommen soll. Ich sehe bis jetzt einfach nur riesige Berge von Problemen und für nichts eine Lösung in Sicht. Das ist schon sehr interessant und ich bin gespannt, wie die Autorin das noch lösen will. Auf jeden Fall aber verschenkt sie auch hier wieder eine Menge Potential, denn ehrlich gesagt hätte man sicher große Teile einfach ausführlicher gestalten können.

Stilistisch gibt es wenig zu meckern, aber ihre Spannungsbögen macht sie sich leider selbst kaputt. Zwar versteht sie es die Spannung aufzubauen, aber bis der Leser einmal drin ist und mitfiebert, ist die Autorin leider schon wieder fertig und woanders. Schade eigentlich. Von mir gibts auch dieses Mal leider nur

3 von 5 Punkten.

Emma Bieling – Rapunzel auf Rügen

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Titel: Rapunzel auf Rügen

Autor: Emma Bieling

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Genre: Roman

Seiten: 256

ISBN: 978-3-7466-2915-5

Theaterschülerin Jessica, alias Rapunzel, nimmt aufgrund von akutem Geldmangel einen Job auf einem Bestattungsboot auf Rügen an. Bei einer Bestattungsfahrt lernt sie Hendrik kennen und verliebt sich in ihn. Das Leben auf dem Boot ist nicht einfach und wenn sie mit Hendrik zusammenbleiben will, muss sie nach Rügen umziehen und die Schauspielerei an den Nagel hängen. Eine schwere Entscheidung. Wofür wird sie sich in all dem Chaos entscheiden?

Das Buch fand ich insgesamt eine ganz nette Unterhaltung für zwischendurch. Das Cover war schön gemacht mit Dünen und Strandkorb. Auch wenn es eher an Urlaub erinnert hat als an Arbeit, konnte man es doch eindeutig mit Meer in Verbindung bringen. Speziell auf Rügen war es aber nicht zugeschnitten. Dennoch lädt das Cover ein sich das Buch als Sommerlektür zu greifen und es sich damit am Pool oder See gemütlich zu machen. Der Titel trifft genau, denn er verrät nicht mehr als die Hauptfigur und ihren Aufenthaltsort.
Jessica ist eine nette, hilfsbereite, aber auch sehr naive Protagonistin, welche ich insgesamt eher als Teenager eingestuft hätte und nicht wie eine Endzwanzigerin. Sie ist aber auch für den Leser sehr anstrengend, da sie sehr emotional und oft extrem schnell in ihren Entscheidungen ist.
Ebenso rasant wie die Hauptfigur ist die Geschichte. Es geht alles Schlag auf Schlag und so einige Male hätte ich mir einfach gewünscht, dass einiges etwas mehr Raum bekommen hätte. Die Ideen sind gut und ich habe bei dem Buch oft gelacht, auch die Andeutung zu dem Märchen Rapunzel sind gut reingearbeitet und es macht Sapß sie zu suchen, aber ein kleines bisschen weniger Gas an manchen Stellen, hätte dem Buch sicherlich auch nicht geschadet.
Stilstisch gabs nichts auszusetzen. Er war flüssig und gut zu lesen, auch die witzigen Stellen wurden gut rübergebracht.
Ich kann es als lustige Unterhaltung für zwischendurch empfehlen und vergebe dafür

3 von 5 Punkten.

Aubrey Cardigan – Wings of Silence

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Titel: Wings of Silence

Reihe: Lia & Coel 1

Autor: Aubrey Cardigan

Genre: Phantasy

Seiten: 344

ISBN: 978-3-95815-041-6

Lia ist ein ganz normaler Teenager bis sie eines Tages einen schweren Unfall beim Segelfliegen mit ihrem Vater hat. Dieser stirbt und Lia überlebt schwerst verletzt. Auch wenn ihr Knochen wieder heilen, so ändert sich ihr Leben doch radikal, denn sie kann weder sehen noch sprechen. Ihr Cousin Delsin hilft ihr so gut er kann und ist immer für sie da. Auch als sie von den gemeinsamen Großeltern zu den Großeltern mütterlicherseits umziehen soll, weicht er nicht von ihrer Seite und kommt mit ihr von Montana nach Wales, um sie zu beschützen. Den Schutz bedarf sie seiner Meinung nach vor allem vor Coel. Wer ist dieser seltsame Junge eigentlich? Warum bekommt Lia gleich bei ihrer ersten Berührung einen so heftigen Energiestoss verpasst, dass sie das Bewusstsein verliert und warum kann Lia, wenn sie ihn berührt, sogar sehen und sich mit ihm über Gedanken unterhalten? Ob Lia hinter das Geheimnis kommen kann, dass dem Allem zu Grunde liegt oder wird die Mauer des Schweigens, die ihr gegenübersteht sie erfolgreich daran hindern die Dinge aufzuklären?

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Die Covergestaltung ist echt prima gemacht. Das Bild erklärt sich zwar erst in seinem ganzen Umfang, wenn man das Buch gelesen hat, ist aber so mysteriös und ansprechend gestaltet, dass man es auf jeden Fall nicht einfach übersehen kann und ihm auch einen zweiten Blick widmet. Auch die Farbgebung harmoniert perfekt mit dem Inhalt. Weder ist das Cover zu hell gestaltet, was der Geschichte einfach nicht gerecht werden würde, noch ist es zu dunkel. Das Mittelding ist genau das, was die Gesamtstimmung am besten einfängt und beschreibt. Auch der Titel ist sehr gut gewählt. Während der Teil Wings sich erst gegen Ende des Buches erklärt, spielt Silence ganz klar auf Lias Stummheit an und ergibt so einen sehr ansprechenden Titel, der neugierig macht, was genau damit gemeint sein konnte. Insgesamt kann man das Buch also rein äußerlich schon einmal nicht übergehen und wer dann noch den Klappentext liest, ist sicherlich ebenso wie ich restlos überzeugt. Ihr glaubt mir nicht? Na dann schaut ihn euch mal an:

Die 17-jährige Lia Raven ist seit einem Flugzeugabsturz blind und stumm. Als ihre indianischen Großeltern beschließen, dass sie nach Wales zu ihren unbekannten Großeltern mütterlicherseits ziehen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Welche Rolle spielt der mysteriöse 18-jährige Coel, dessen Berührungen Licht in ihre dunkle Welt bringen? Und wieso wird sie das Gefühl nicht los, dass es keine Haut war, die sie spürte, als sich seine Finger zum ersten Mal um ihre schlossen? Sondern Federn? Als die strenge keltische Großmutter Ida alles daran setzt, Lia von Coel fernzuhalten, begreift Lia, dass sie kämpfen muss. Um Coel und um das Recht auf ihre Träume, die untrennbar verbunden sind mit einem uralten Geheimnis.

Ich würde sagen, hier wurde alles richtig gemacht und daher widme ich mich nun mal dem Innenleben.

Lia ist als Protagonistin sehr ansprechend. Sie hat ihre körperlichen und psychischen Mängel und natürlich dadurch bedingt auch so einige Probleme, Schwierigkeiten und Ängste. Dennoch geht sie sehr souverän damit um und auch wenn sie immer wieder Phasen der Resignation hat, fängt sie sich immer wieder und kämpft weiter. Sie lässt sich nicht kleinkriegen und gibt nie auf, egal wie viele Hindernisse sie dafür überwinden muss. Das macht sie sehr sympathisch und authentisch.

Coel ist rein äußerlich ein super attraktiver Kerl und natürlich der Schwarm aller Mädchen, doch obwohl er sich dessen voll bewusst ist, legt er viel mehr Wert auf einen guten Charakter und lässt sich von Äußerlichkeiten nicht einwickeln. Er hat viele gute Seiten, aber auch er hat Ängste und Schwächen, welche er auch mal zeigen kann und dazu stehen. Damit schleicht er sich direkt ins Herz des Lesers.

Es gab neben den beiden Protagonisten auch eine Menge Nebenfiguren, mal wichtiger, mal unwichtiger. Diese haben alle, je nach Wichtigkeit, entweder eine Hintergrundgeschichte oder aber zumindest ein so konkretes Aussehen bekommen, dass man sie ohne weiteres in seine Vorstellungen einflechten konnte. Auch hier wurde nicht an Details gespart und dem Buch der richtige Tiefgang verliehen.

Nachdem ich an den Charakteren nichts auszusetzen habe, schaue ich jetzt mal auf die Geschichte selbst. Die Idee zu dem Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es handelt sich mal nicht um etwas, dass man schon hunderte Male gelesen hat, sondern um etwas Neues, Unverbrauchtes. Die Umsetzung dieser Idee wurde mit sehr viele Liebe zum Detail betrieben und in der Geschichte findet sich ein gelungener Mix aus Liebe, Erotik, Missverständnissen, Familienstreitigkeiten, Intrigen und Zusammenhalt wieder, welcher das Buch wahnsinnig ansprechend macht.

Ich persönliche fand das Buch einfach prima und will auf jeden Fall weiterlesen… ach ja weiterlesen, das ist das erste „Manko“. Damit muss ich mich noch bis Juli 2015 gedulden, denn früher kommt die Fortsetzung leider nicht raus. Na das wird eine lange Zeit. Sonst gab es an dem Buch wenig auszusetzen, außer ein paar kleinere Druckfehler, welche bis auf ein vergessenes Verb im Satz aber zu vernachlässigen und überlesen waren. Von mir gibts natürlich eine Leseempfehlung und, wie könnte es auch sonst sein,

5 von 5 Punkten.

Richard Surface – Das Vermächtnis

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Titel: Das Vermächtnis

Autor: Richard Surface

Verlag: Acabus

Genre: Thriller

Seiten: 364

ISBN: 978-3-86282-226-3

Gabriels Opa Max wird brutal umgebracht. Während Gabriel davon ausging, dass Max Kunsthändler war, stellt sich bald heraus, dass die Bezeichung Kunstdieb es wohl eindeutig besser trifft. Erst taucht sein ehemaliger Arbeitskollege Arthur Whyte bei Gabriel und dann überschlagen sich die Ereignisse. Was hat es mit dem mysteriösen Erbe von Max auf sich und wer sind die Leute, die dafür über Leichen gehen, um daran zu kommen? Kann das Ganze für Gabriel wirklich gut ausgehen oder geht es gnadenlos im Strudel der kriminellen Machenschaften unter?

Das Buch war wirklich große klasse. Covergestaltung war anziehend, durch den Schatten hatte es etwas geheimnisvolles, man wollte wissen, wer diese Gestalt im Schatten ist und genau so eine Schattengestalt haben wir auch das ganze Buch über gejagt. Also sehr passend. Auch der Titel beschreibt einfach das worum es in dem Buch geht, ein Vermächtnis, denn das Wort Erbe passt an dieser Stelle nur bedingt, auf das was unser Protagonist da überantwortet bekommt.
Gabriel war ein sehr netter Protagonist, der sicher einige Fehler und Schwächen hatte und einfach authentisch war. Bis auf ein oder zwei Stellen war sein Tun nachvollziehbar oder zumindest so erklärt, dass man seine Sicht der Dinge begreifen konnte, wenn auch nicht verstehen. Eine zweite wichtige Rolle in dem Buch spielte wohl die Person von Arthur Whyte, welche einerseits zwar super toll gemacht war, aber mit der man auch nie wirklich warm werden konnte. Nicht, weil sie unsympathisch war, sondern einfach, weil sie so sehr von einer Aura umgeben war, die etwas ablehnendes gegenüber allem hatte. Für ihn galt eher die Devise wer nicht mein Freund ist, ist mein Feind. Das hat es mit den Sympathien etwas schwer gemacht.
Außerdem gab es unzählig Nebencharaktere, welche zum größten Teil ihre eigene Vergangenheit und Hintergrundgeschichte mitbrachten und damit auch sehr viel Tiefe hatten. Insgesamt war die Geschichte überhaupt mit einer sehr großen Informationsfülle besetzt, sei es was die Charaktere, die Schaupläze, die Kunst oder allgemein die komplexen und sehr verstrickten Handlungsstränge angeht. Das fordert auch die ganze Aufmerksamkeit des Lesers ein und sorgt dafür, dass man dieses Buch nicht einfach mal schnell nebenher lesen kann. Wer es dennoch so handhabt, dürfte sehr schnell den Überblick verlieren und keine Freude mehr an dem Buch haben.
Warum das Buch trotzdem keine volle Punktzahl bekommen wird ist schnell erklärt, allerdings würde es zu sehr spoilern, wenn ich ins Detail gehe. Es gibt einfach ein paar Stellen, welche mir etwas zu übertrieben bzw. unglaubwürdig erscheinen, welche aber für den Fortgang der Geschichte große Auswirkungen haben. Diese beeinträchtigen das Gesamtbild ein wenig, allerdings macht es dennoch viel Spaß und ist einfach ein super Buch, dem das auch keinen Abbruch tut. Von mir gibts eine Leseempfehlung und

4 von 5 Punkten.

Tom Fuhrmann – Back to Back

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Titel: Back to Back

Autor: Tom Fuhrmann

Verlag: Telescope

Genre: Action

Seiten: 148

ISBN: 9783941139084

Mücke findet zufällig eine teure Uhr auf der Flughafentoilette. Statt sie abzugeben nimmt er sie mit. Dumm nur, dass sie mit einem Peilsender ausgestattet war, weil sie Interpol einem gesuchten Terrorist untergejubelt hatte. Während Mücke noch keine Ahnung hat, was er da in den Händen hält, plant Interpol seine Festsetzung. Gerade bei seinem Freund Esteban angekommen und mit ihm über die Uhr diskutierend, steht das SEK auf einmal vor der Tür. Doch Este wäre nicht Este, wenn er als Ex-Fremdenlegionär nicht die Einheit auseinandernehmen würde und zukünftig mit Mücke auf der Flucht wäre. Na ob das alles gut gehen kann und sie aus der Nummer mit dem mehrfachen Polizistenmord wieder rauskommen?

Das Buch hat mir gar nicht gefallen. Schrecklich wäre wohl der netteste Audruck den ich dafür habe. Aber warum will ich natürlich gerne erklären.
Zunächst einmal die Covergestaltung. Sie hat mich zwar nicht von Hocker gehauen, aber zumindest passt sie zu Estes Charakter bei dem es auch nur Freund und Feind gibt, aber keine Abstufungen. Auf die Bedeutung des Titels wäre ich zwar alleine nicht gekommen, allerdings wird er einem auf der Rückseite des Buches gleich erklärt, was schon mal leichte Pluspunkte bringt.
Die Charaktere waren einfach schrecklich. Gewalttätig, von morgens bis abends am saufen und Drogen konsumieren. Das ging einfach auf keine Kuhhaut mehr. Gefallen hat mir, dass die beiden Protagonisten Este und Mücke eine echt gute Freundschaft geführt haben und immer füreinander eingestanden sind, aber sie haben sich auch immer wieder gegenseitig, vorallem aber Este Mücke, in die Sch*** geritten. Ansonsten waren die Charaktere wie der Rest der Geschichte. Total überzeichnet und übertrieben. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in einem schlechten Actionfilm gewesen und die Sätze, die mir beim lesen am häufigsten durch den Kopf gingen waren 1. „Was hat der Autor bitte geraucht, um sowas zu schreiben“ und 2. „So viel Alkohol kann ich gar nicht trinken, dass ich das lustig finde“. Hmm was kann ich denn positives sagen. Achja, die letzten 4-5 Seiten haben mich zum Lächeln gebracht und mir hat das Ende gut gefallen, aber das wars dann wohl auch schon. Ich hatte mir leider etwas anderes von dem Buch erhofft. Eine Leseempfehlung bekommt es von mir sicher nicht und auch sonst würde ich es nicht empfehlen, weil diese 148 Seiten keine 12€ Wert sind. Von mir gibts dafür leider auch nur

1 von 5 Punkten.

Sophie Schmid – Drunter und drüber auf dem Planeten Firlefanz

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Titel: Drunter und drüber auf dem Planeten Firlefanz

Autor: Sophie Schmid

Verlag: Arena

Genre: Wimmelbuch

Seiten: 24

ISBN: 3401098918

Der Tag des kleinen Pupan hätte so schön anfangen können. Mit einem Bad in seiner Lieblingswanne, mit dem neuen Liebesbadeschaum mit dem er auf dem Geburtstag des König später am Tag, die Prinzessin Schnibbi für sich gewinnen wollte und nun das. Seine Lieblingsbadewanne ist verschwunden. Eilig macht er sich auf die Suche quer über den Planeten Firlefanz. Ob er wohl rechtzeitig fündig wird?

Mal wieder eine Rezension, welche zusammen mit meinem Sohn verfasst wurde. Das Buch ist ein Wimmelbuch und hat uns vom Cover her und auch von den Illustrationen total angesprochen. Wir haben uns zwar unter einem Wimmelbuch etwas anderes vorgestellt bzw. waren anderes gewohnt, aber dieses Konzept ist auch nicht so schlecht. Es eignet sich wohl eher für jüngere Kinder, da diese sicher auf den Bildern immer noch eine Menge erkennen können, während mein Sohn schon fast ein wenig zu alt für die Bücher ist und das meiste direkt im Überblick hatte. Dennoch sind die Illustrationen total liebevoll und schön gemacht und haben uns sehr gut gefallen. Auch die Geschichte war sehr schön gemacht und auch mein Sohn war sehr davon angetan, auch wenn er die Namen teilweise witizg, teilweise etwas schwer zu merken fand. Die Geschichte war denke ich für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren richtig spannend, er war mit seinen 8 Jahren leider schon aus dem Alter draußen. Dennoch haben wir uns gut unterhalten gefühlt und haben viel über die witzigen Ideen gelacht.
Für die volle Punktzahl reicht es zwar nicht, aber immerhin gibts eine Leseempfehlung für Familien mit kleineren Kinder und

4 von 5 Punkten von uns.

Crystal Chan – Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

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Titel: Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

Autor: Crystal Chan

Verlag: Magellan

Genre: Jugendbuch

Seiten: 304

ISBN: 978-3-7348-4703-5

Jewel ist 12 und alles andere als ein normales Mädchen. Am Tag ihrer Geburt sprang ihr 5-jähriger Bruder von einer Klippe und diese Tragödie liegt wie ein Schatten über ihrer Familie. Ihr Großvater spricht nicht mehr, ihre Eltern interessieren sich kaum für Jewel und sie selbst versucht einfach nur die perfekte Tochter zu sein und ihre Familie glücklich zu machen. Jewel gibt sich immer mehr selbst auf und verschließt ihre Träume in ihrem Inneren. Erst als John in dem Sommerferien auftaucht und sie soetwas wie Freunde werden, findet sie ein wenig zu sich selbst. Doch ihre Familie reagiert seltsam auf ihn. Während ihr Großvater ihn behandelt als wäre er der Leibhaftige, vergöttert ihn ihre Mutter geradezu. Ob diese Begnung irgendetwas für Jewel und ihre Familie ändern kann oder bleibt der Sommer eben nur ein Sommer?

Ich fand das Buch einfach wundervoll. Das Cover ist wunderschön bunt und einfach toll gemacht, auch wenn es außer den Vögeln keinen direkten Bezug zum Buch hat. Der Titel ist da anders. Er passt perfekt zum Buch, ist aber nichts, was man direkt verstehen kann, sondern greift die Geschichte auf eine Weise auf, dass man erst darüber nachdenken muss, um es zu verstehen.
Überhaupt zieht sich das Nachdenken sehr durch das Buch. Es hat sehr viel Tiefgang und man kann es nicht einmal eben schnell lesen. Man muss es immer wieder weglegen, die Dinge sacken lassen und erst einmal in ruhe darüber nachdenken, ehe man weiterlesen kann. Das ist einmal ein ganz anderes Lesegefühl und auf jeden Fall ist das Buch für niemanden etwas, der nur eine schnelle Unterhaltung sucht.
Die Protagonistin ist sehr gut geschrieben und auch wenn sie eigentlich viel zu jung für mich ist, so konnte ich mich trotzdem prima in sie einfühlen. Sie ist so nachvollziehbar geschrieben und man versteht die Sorgen und seelischen Nöte, die die Kleine aussteht total. Viele ihrer Reaktionen mögen dem erwachsenem Leser kindisch erscheinen, aber genau darum geht es  ja auch, denn sie ist ja noch ein Kind. Ein Kind, dass uns zeigen soll zu was Erwachsene mit ihren Worten und Taten fähig sind, was uns dazu anregen soll, über unser Verhalten nachzudenken, aber was auch einem Jugendlichen schon gut vermitteln kann, welche Konsequenzen Worte und Taten haben können.
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und hat viele überraschende Wendepunkte, welche oft einfach nicht vorhersehbar waren und verblüfft immer wieder durch die Intensität mit der die Dinge passieren. Die Idee ist ganz große klasse, aber sehr ungewöhnlich. Das Buch ist einfach mit nichts zu vergleichen, was ich zuvor gelesen habe und hat ein großes Potential einmal ganz groß rauszukommen. Ich kann es jedem selbstkritischen Leser nur empfehlen und vergebe dafür auch klare

5 von 5 Punkten.

Mascha Vassena – Das Schattenhaus

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Titel: Das Schattenhaus

Autor: Mascha Vassena

Verlag: Piper

Genre: Roman

Seiten: 320

ISBN: 978-3-492-30325-5

Als Anna den Nachlass ihrer toten Mutter durchsieht, stößt sie auf die Besitzurkunde eines Hauses an der italienisch-schweizerischen Grenze. Zusammen mit ihrer Tochter Rike reist sie in das kleine Dorf Tessin um es sich anzusehen. Dort stellt sie fest, dass in dem Haus bereits Charlotte lebt. Sie versucht herauszufinden, was es mit der sonderbaren Frau auf sich hat und auch die Geschichte ihrer Mutter, die diese mit dem Haus verbindet, von dem sie nie etwas erzählt hat, herauszufinden.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Das Cover soll das Schattenhaus, um das sich alles dreht darstellen. Es ist soweit auch ganz gut getroffen, nur der Garten ist viel zu gepflegt, denn laut dem Buch sieht er aus wie ein Märchenwald, verwildert und etwas unheimlich. Die dunklen Wolken sind ein wunderbares Symbol dafür, dass es viel Ärger geben wird, aber auch dafür, dass ein dunkles Geheimnis auf dem Haus liegt. Der Titel weckt nicht unbedingt die Assoziationen, die er sollte, denn ich denke bei den Worten eher an eine Gruselgeschichte als an die Erforschung eines Familiengeheimnisses.
Die Geschichte der Protagonistinnen spielt sich in vällig unterschiedlichen Zeiten ab. Während Annas Geschichte in der Gegenwart erfährt, so beginnt Charlottes Geschichte weit zurück in der Vergangenheit und berührt die Gegenwart erst ganz am Ende.
Anna ist eigentlich eine sehr sympathische Protagonistin, auch wenn sie manchmal mit ihrer Rolle als Mutter eher überfordert ist und seltsame Entscheidungen trifft.
Charlotte ist anfangs auch noch eine recht sympathische Erscheinung, auch wenn man schnell merkt, dass ihre Geschichte, kein gutes Ende nehmen wird und man ihre Entscheidungen immer weniger versteht.
Die Geschichte an sich ist wirklich interessant aufgebaut und obwohl manche Dinge schon früh erahnt werden können, so können doch die Zusammenhänge zwischen allem erst am Ende aufgedeckt werden, so dass es spannend bleibt.
Stilistisch gab es wenig zu meckern. Es war flüssig zu lesen und die kleinen Zwischensequenzen, welche sich wie ein Rätsel durch das Buch zogen und erst zum Ende aufgelost wurden, waren auch sehr schön gestaltet.
Insgesamt hat es mir gut gefallen und mich auch gut unterhalten, auch wenn mir irgendwas gefehlt hat, um mich zu 100% zu überzeugen, so war es doch ein schönes Buch, welches ich weiterempfehlen kann und es bekommt

4 von 5 Punkten.

Peggy Langhans – Die Seele der Steine

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Titel: Die Seele der Steine

Autor: Peggy Langhans

Verlag: schardt

Genre: Roman

Seiten: 190

ISBN: 978-3-89841-754-9

Barbara ist eine erfolgreiche französische Schriftstellerin. Ihre Romane und Theaterstücke erfreuen sich großen Beliebtheit, doch sie selbst weiss mit ihrem Leben wenig anzufangen, sondern ist eher der Typ Mensch, der an allen rumnörgelt und keine Hobbys hat. Auf einer Lesereise trifft sie in Berlin auf Studentin Annika, welche sich dann still und heimlich in ihr Leben stiehlt. Kann die junge Frau Barbaras Lebensfreude wieder wecken?

Das Buch war insgesamt etwas komisch. Das Cover an sich ist eher recht schlicht und unabhängig vom Inhalt gestaltet. Es sticht einem nicht ins Auge und ist eher die Sorte Cover, die man in der Buchhandlung schnell übersieht. Es lockt nicht wirklich an einen zweiten Blick drauf zu werfen und geht in der Masse unter. Der Titel macht schon neugieriger, aber auch, wenn in dem Buch Steine eine große Rolle spielen, ist mir zumindest der Bezug des vorderen Teils des Titels zum Inhalt nicht klar geworden.
Barbara war als Protagonistin eher schwierig nachzuvollziehen und man stand ihr immer recht distanziert gegenüber und hat sie nicht so wirklich verstanden, denn ihr Verhalten war bisweilen einfach komisch. Annika war dafür umso sympathischer. Eine ganz reizende junge Frau, welche verstanden hat, was im Leben wichtig ist und die ein großes Herz für andere hat und immer gerne hilft. Sie war mir die deutlich liebere Protagonistin.
Die Geschichte war eher schwierig, da sie lange gebraucht hat um sich überhaupt zu entwickeln. Mehr als die Hälfte des Buches konnte man nicht im entferntesten erkennen, worauf die Dinge rauslaufen sollten bzw. wenn man ehrlich ist, waren es bis dahin immer nur einzelne Sequenzen aus Barbaras Leben, aber es gab wenig Zusammenhang und keine wirkliche Handlung. Nachdem sich die Geschichte dann entwickelt hatte war sie verdammt schnell wieder vorbei und es gab wenig einfach zu wenig Einblicke in Barbaras Gefühlswelt. Auch warum das Ende dann letztlich so war wie es war, ist mir leider nicht vollkommen klar geworden.
Stilistisch kann man absolut nicht meckern. Das Buch las sich schnell und flüssig weg. Es war leicht zu verstehen und hat keine besonderen Fachkenntnisse in Mineralogie oder ähnlichem bedurft um ihm folgen zu können.
Ich fand das Buch insgesamt nicht schlecht, aber irgendwie bin ich auch noch nicht wirklich rangekommen. Vielleicht war es einfach nicht mein Thema, vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt um es zu lesen, aber für den Moment hat es mich nicht überzeugt. Von mir gibts dafür

3 von 5 Punkten.

Jochen Rehm – Liebe, Hoffnung, Tod

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Titel: Liebe, Hoffnung, Tod

Autor: Jochen Rehm

Verlag: Shaker Media

Genre: Roman

Seiten: 330

ISBN: 978-3-95631-176-5

München 1934. Die NSDAP ist auf dem Weg zur Machtergreifung und die Straßen werden für die jüdische Bevölkerung immer gefährlicher. Die junge Jüdin Sarah spielt mit dem Gedanken nach Palästina auszuwandern, doch aus Liebe zu ihrem Vater, stellt sie ihren Plan hintenan. Eines Abends wird sie von Schlägern der SA angegriffen und von dem jungen Münchner Ludwig gerettet und sie verlieben sich ineinander. Aber hat eine Liebe zwischen einem Deutschen und einer Jüdin in diesen Tagen Chancen?

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Wie der Titel schon sagt, erzählt es die Liebesgeschichte der Eltern des Erzählers, welche viele Höhen und Tiefen hat und von etlichen Schwierigkeiten geprägt ist. Das Cover ist teils aussagekräftig, da schon hier deutlich wird, dass es um Juden gehen muss, allerdings sagt es nicht viel über die Geschichte aus und ist sehr schlicht gehalten.
Die Protagonisten Sarah und Ludwig waren mit sehr sympathisch. Sie waren zwar verliebt, aber sie haben sich auch selbst ohne den anderen sehen können und ihre eigenen Wege gehen können. Sie haben nichts idealisiert oder illusioniert sondern sind auf dem Boden der Tatsachen geblieben, was mir sehr zugesagt hat.
Die Geschichte an sich war eine nette Liebesgeschichte zu einer schwierigen Zeit, welche nichts verklärt und durchaus so stattgefunden haben könnte, auch wenn es gerade am Anfang einige Sachen gab, welche mir fast etwas zu einfach erschienen. Ich hatte zwar nach dem Klappentext etwas anderes erwartet, denn dort klang es als hätten die Nazis mehr direkten Einfluss auf die Protagonisten, aber diese Variante gefiel mir definitiv auch gut, auch weil es eben nicht die klassische Geschichte für diese Zeit ist.
Der Schreibstil hat mir zugesagt, weil sich das Buch flüssig und gut weglesen liess. Es war einfühlsam und interessant geschrieben, so dass man sich einfach gut unterhalten fühlt und auch mit den Figuren mitleben und -leiden konnte. Wer Liebesgeschichten mag bekommt von mir auch eine Leseempfehlung für dieses Buch. Außerdem bekommt es von mir

4 von 5 Punkten.