Daniel Holbe – Giftspur

giftspur

Titel: Giftspur

Autor: Daniel Holbe

Verlag: Knaur

Genre: Krimi

Seiten: 459

ISBN: 978 – 3 – 426 – 51374 – 3

In Bad Vilbel geht es eher beschaulich zu und als die Kommisarin Sabine Kaufmann aus Frankfurt dorthin versetzt wird um mit ihrem Kollgen Angersbach eine Zweigstelle der Mordkommission aufzubauen, erwarten sie eher eine ruhige Zeit. Doch als zuerst der Leiter eines Bio-Unternehmens und dann noch einer seiner Mitarbeiter tot aufgefunden werden ist es mit der Ruhe vorbei. Zunächst gibt es keine offensichtlichen Spuren für einen Mord doch die Sache wird immer vertrackter, denn nicht nur das Ulf Reitmeyer eine Menge Feinde angesammelt hat, nein er ist auch ein lokale Größe, was natürlich für die Ermittler noch mehr Druck bedeutet, aber eine lückenlose Aufklärung unabdingbar macht. Ob es den Beiden wohl gelingen wird, die rätselhaften Umstände des Ablebens der Beiden aufzuklären? Und welche Rollen spielen eigentlich Claudia Reitmeyer, die Stieftochter des Toten und Gunnar Volz, der seltsame Knecht auf dem Reitmeyer auf?

Das Buch landete in meinem Bucherregal nachdem ich es bei Weltbild gewonnen habe. Das Cover an sich sprach mich jetzt nicht wirklich an, in meinen Augen eher ein 0815 Krimicover. Auch das Buch hat mich anfangs nicht wirklich vom Hocker gerissen. Es plätschert sehr lange vor sich hin bis es einmal wirklich zur Sache kommt. Nach 200 Seiten war man sich noch immer nicht so recht sicher, ob die Toten nun überhaupt ermordet wurden oder nicht und dementsprechend lau geht dann auch die Handlung voran. Nachdem man sich dann über den Mord geeinigt hat wird es besser und die Spannung setzt ein. Meiner Meinung nach aber leider etwas spät. Was mir auf jeden Fall gefallen hat, war, dass es mal kein harmonisches Ermittlerteam war, sondern es auch hier Differenzen gab und die Beiden sich erst aneinander gewöhnen mussten. Von mir gibts

3 von 5 Punkten.

P.C. und Kristin Cast – Neferets Fluch

Titel: Neferets Fluch

Autoren: P.C. & Kristin Cast

Verlag: Fischer Jugendbuch

Reihe: Zusatzbuch zur House of Night Reihe

Seiten: 269

ISBN: 978 – 3 – 8414 – 2218 – 7

Neferet war nicht immer ein Vampyr. Bevor sie gezeichnet wurde, war sie ein junges Mädchen, das auf den Namen Emily Wheiler hört und wuchs in Chicago auf. Ihre Mutter starb früh und während sie den Tod nicht richtig verwinden konnte, forderte ihr Vater von ihr, dass sie nicht nur die zahlreichen Aufgaben ihrer Mutter übernahm sondern auch immer mehr wie sie wurde. Er trank immer mehr und rief sie oft bei dem Namen ihrer Mutter. Konsequent sorgte er für, dass sie ihre Freunde verlor und isoliert wurde und nur noch in seiner Gesellschaft war. Immer mehr übernahm er die Kontrolle über ihr Leben und wandelte sie in seinen Gedanken und Handlungen von seiner Tochter zu seiner Frau bis die Situation schließlich eskaliert.

Das Cover hat mich wie gewöhnlich angesprochen und fasziniert. Ich finde die Gestaltung der House of Night Bücher einfach großartig und hoffe, dass die kunstvolle Gestaltung Vorbild für eine Menge Bücher sein kann.

Inhaltlich war die Geschichte sehr gut aufgemacht. Die ganze Geschichte war im Stil eines Tagebuchs gehalten und hat auf diese Weise schon ein persönlicheres Verhältnis zu der Protagonistin hergestellt. Es war bewegend geschrieben und man hat mit Emily mitgefühlt, doch wurde gleichzeitig der Spagat geschafft, dass man als Leser trotzdem eine gewisse Distanz halten konnte, welche gerade für die Altersgruppe, für die dieses Buch bestimmt ist, auch sehr wichtig ist. Das Buch spricht ein sensibles Thema an und gerade der Schluss zeigt sehr deutlich, wohin es führen kann, wenn einem Opfer nicht geholfen wird sondern es immer weiter und weiter in die Enge getrieben wird und alleine dasteht. Besonders schön fand ich das Nachwort der Autorin, welches Kinder ermutigen soll sich gegen Gewalt und auch sexuelle Grenzüberschreitung innerhalb der Familie oder auch in einem anderen Umfeld zu wehren und sich Hilfe zu suchen. Im Vergleich zu den House of Night Büchern ist es sicherlich weniger spannend und überraschend, aber ich finde es sehr gut, dass die Autorin die Berühmtheit und Beliebtheit ihrer Bücher nutzt um ein solch senibles Thema anzupacken und Kinder zu ermutigen, welche sich in einer solchen Situation befinden und vielleicht niemanden haben, der ihnen Mut zuspricht oder ihnen sagt, dass sie sich das nicht gefallen lassen müssen und es unrecht ist. Von mir gibt es

3 von 5 Punkten.

Simone de Beauvoir – Ein sanfter Tod

 

Titel: Ein Sanfter Tod

Autor: Simone de Beauvoir

Verlag: Rowohlt

Seiten: 128

ISBN: 3499110164

Simone de Beauvoir erzählt von den letzten Wochen ihrer todkranken Mutter. Als man sie ins Krankenhaus bringt vermutet noch niemand etwas Schlimmes, doch schon bald stellt sich heraus, dass sie todkrank ist und die Klinik nie mehr lebend verlassen wird. Sie hat Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium. Simone begleitet ihre Mutter durch die Wochen und versucht die Frau kennenzulernen, die sie nie wirklich verstand und ihr so fremd ist, obwohl sie doch ihre Mutter ist.

Mich persönlich hat das Buch nicht überzeugt. Die Thematik wurde zwar nachvollziehbar angegangen, doch man erlebte als Leser das Buch eher so distanziert, dass man sich in die Protagonistin gar nicht wirklich hineinversetzen kann sondern dem ganzen nur als stiller Beobachter, der kaum unter die Oberfläche dringen kann erlebt. Gerne würde ich mehr über das Buch schreiben, doch irgendwie hat es mich einfach nicht abgeholt und auch wenn ich es gelesen habe, konnte ich sehr wenig damit anfangen, obwohl ich mir von der Thematik sehr viel versprochen hatte, denn aus Tod und Trauer kann man gerade mit verkorksten Familienverhältnissen eine Menge machen. Sicher ist, die Autorin muss das Thema sehr beschäftigt haben, denn sonst hätte sie dieses Buch geschrieben. Leider hat sie es aber nicht geschafft, dass der Leser dies auch miterleben kann. Sehr schade, aber von mir gibts nur

0,5 von 5 Punkten.

Luise Rinser – Gefängnistagebuch

411APGE32SL._

Titel: Gefängnistagebuch

Autor: Luise Rinser

Verlag: Fischer

Seiten: 160

ISBN: 978-3-596-21327-6

Das Gefängnistagebuch ist eine autobiographische Erzählung von Luise Rinser, in welcher sie dem Leser einen Blick hinter die Kulissen eines Gefängnisses zur Zeit des NS-Regimes ermöglicht. Sie beschreibt ihr eigenes Schicksal, die Art und Weise, wie sie und andere Gefangene damit umgegangen sind, aber auch die Zustände, Missstände, Hoffnungen und verlorenen Träume und Illusionen, die sich dort vorgefunden haben und von jedem Einzelnen durchlitten wurden.

Ich fand das Buch sehr interessant, da es einmal eine ganz andere Seite des NS-Regimes beleuchtet. Fern von KZs und Fronten gab es auch eine Menge Schicksale, die vielleicht nicht so grausam waren, wie die Vergasung von Millionen von Juden in den KZs, die aber nichts desto trotz nicht weniger schlimm und anschauenswert sind, denn sie beleuchten eine andere Facette des Krieges. Es ist sicherlich kein Buch, welches man mit den Worten schön, spannend oder faszinierend beschreiben könnte, aber dafür passend die Wörter bewegend, erschreckend, nachfühlbar und anschaulich um so besser. Viele Menschen würden sich aufs Jammern verlegen, nicht so aber die Autorin. Man kann die Schrecken und Qualen der Gefangenen nachfühlen und auch leidet man bei ihren Einbrüchen mit, doch letztlich geht es in diesem Buch um etwas anderes. Es wird gezeigt, wie jeder Einzelne gekämpft hat, welche Methoden er gefunden hat, um das Elend besser zu ertragen und für sich selbst etwas zu mildern. Auf der einen Seite war das Buch sicherlich hochemotional, auf der anderen Seite aber auch irgendwie sehr nüchtern geschrieben. Ich weiss, dass klingt wie ein unvereinbarliches Paradoxon aber es war genau das, wie ich dieses Buch erleben durfte. Da ich selbst jemand bin, der sich für die Thematik des zweiten Weltkriegs sehr interessiert, war das Buch für mich gleichsam lehrreich wie ausschlussreich und hat mich zu einer Seite des Krieges gebracht, die ich auch, und das muss ich zu meiner Schande gestehen, bis jetzt immer außen vor gelassen habe. Doch zum Glück ist es nie zu spät doch noch die Kurve zu kriegen und sich auch in eine andere Richtung zu bilden. Für den Durchschnittsleser mit keinem bis wenig Interesse an der Thematik des zweiten Weltkriegs würde ich das Buch nicht empfehlen. Von mir selbst bekommt es aber

3 von 5 Punkten,

da es wirklich gut war, jedoch leider für mich persönlich den Leser ein wenig zu weit außen vor auf der Beobachterposition gelassen hat, anstatt ihn abzuholen und als Mitgefangenen einzuführen.

Stan Nadolny – Die Entdeckung der Langsamkeit

Titel: Die Entdeckung der Langsamkeit

Autor: Stan Nadolny

Verlag: Piper

Seiten: 376

ISBN: 978-3-492-20700-3

Das Buch erzählt die Geschichte von John Franklin und spielt zur Zeit der napoleonischen Kriege. John ist ein ganz besonderer Junge, denn er ist langsam. Er geht langsam, er denkt langsam, er spricht langsam, aber er achtet auch viel mehr auf Details und Einzelheiten, das große Ganze, das Komplexe bleibt ihm oft verborgen, doch dafür hat er einen ganz anderen Blickwinkel auf die Welt, der ihm Dinge zeigt, die dem Rest verborgen bleiben. Seine Langsamkeit steht ihm bei vielem im Weg und doch hat er einen großen Traum. Er will Seemann werden, am liebsten Kapitän eines großen Schiffes und mit diesem die Welt, besonders das Polarmeer, entdecken. Für diesen Traum kämpft John hartnäckig und schindet sich unermüdlich. Ob er wohl einen Kapitän überzeugen kann ihn in seine Crew aufzunehmen, obwohl er so langsam ist?

Zunächst einmal sei gesagt, dass es sowohl John Franklin, ebenso wie alle in dem Buch beschriebenen Schlachten und Expeditionen tatsächlich stattfanden und es sich durchaus um etwas ähnliches wie ein Biographie in Romanform handelt.

Der Charakter Franklin ist sehr detailliert dargestellt. Man bekommt nicht nur tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt Johns, sondern wächst mit ihm richtig zusammen. Man versteht seine Entscheidungen und kann genau verstehen, warum er wann zögert, was er gedacht hat und wieso er seinen Weg so geht, wie er ihn geht, auch wenn er alles andere als einfach ist. Auch wenn die Geschichte in der Erzählperspektive geschrieben ist, fühlt man sich selbst verblüffend schnell nicht mehr als Beobachter der ganzen Geschichte sondern verschmilzt mit John Franklin und wird ein Teil der Erzählung. Auch der übrige Stil des Buches ist mehr als ansprechend. Der Autor hat nicht nur geschichtlich außerordentlich gut recherchiert, sondern auch alles mit vielen Adjektiven und Beschreibungen so detailgetreu wiedergegeben, dass man die Schauplätze und Personen bildlich vor seinem inneren Auge hatte und jeden Schritt durch die Landschaften als John Franklin selbst tun konnte. Bemerkenswert war für mich auch, dass das Buch trotz der vielen Beschreibungen und den geschichtlichen Details nicht langweilig wurde. Im Gegenteil man hat mit John mitgefiebert, wollte immer wissen, wie es mit ihm und seinem Leben und seinen Plänen weitergeht und ob die Dinge gelingen werden. Es war einfach spannend und nebenbei konnte man aber auch hinter die Kulissen der Schicksale der napoleonischen Schlachten wie Trafalgar blicken. Für mich war das eine sehr gelungene Kombination, doch was mich wirklich am meisten beeindruckt hat, war das der Autor es geschafft hat das Buch so gut zu schreiben, dass die Langsamkeit von John auch den Leser angesteckt hat und man sich Johns Tempo auch beim Lesen angepasst hat. Ich bin normalerweise eher ein Leser, der die Bücher fast frisst und zwischen 60 und 100 Seiten in der Stunde liest, doch bei diesem Buch habe ich gerade einmal 20 Seiten geschafft und waren es einmal 25 kam ich mir vor als hätte ich total gehetzt. Das war irgendwie ein sehr seltsames aber auch sehr eindrucksvolles Erlebnis, dass ich so noch nie bei einem Buch hatte und daher kann ich gar nicht anders als dem Buch

5 von 5 Punkten zu geben.

Peter Lerangis – Adams letzte Chance

Titel: Rewind – Adams letzte Chance

Autor: Peter Lerangis

Verlag: Carlsen

Genre: Jugendbuch

Seiten: 155

ISBN: 3-551-35186-4

Als Adam 10 ist passiert ein tragischer Unfall. Er ist mit seinen Freunden Lianna und Egdar auf dem See Eishockey spielen, als Adam und Edgar einbrechen. Während Adam überlebt, ertrinkt Edgar. 4 Jahre später hat Adam den Tod seines besten Freundes immer noch nicht überwunden, als er beim spielen im Wald einen Rucksack mit einer Kamera findet. Für alle anderen scheint die Kamera kaputt zu sein, doch wenn Adam hindurchsieht, sieht er die Geschehnisse von vor 4 Jahren. Als er herausfindet, dass er den Lauf der Dinge ändern kann, ist er ganz besessen davon zu versuchen Edgars Tod zu verhindern, während Lianna alles versucht, um ihn daran zu hindern. Wird es ihm gelingen die Vergangenheit soweit zu beeinflußen oder gibt er sich nur einer verzweifelten Hoffnung hin?

Das Buch ist zwar ein Jugendbuch war aber absolut spannend geschrieben und ich habe mich auch sehr davon fesseln lassen, leider war es nur viel zu schnell zu Ende. Obwohl es von grundauf eine sehr schwierige Thematik ist, wird sie doch nur am Rande angesprochen und macht das Buch auch für Jugendliche zwar zu etwas, worüber es sich lohnt nachzudenken und kritisch zu befassen, aber auch zu einem sehr unterhaltsamen Roman, der sie ganz in ihren Bann ziehen kann. Da auch trotz der beschränkten Seitenzahl viele, aber nicht zu viele , überraschende Wendungen eingebaut wurden wir das Buch nicht langweilig und es geht ganz anders aus als es erwarten lässt. Den Protagonisten fehlt leider ein gewisser Tiefgang und man steht ihnen eher als Beobachter gegenüber als wirklich als Teil der Gruppe, aber dies ist teilweise auch gewollt, daher finde ich es unterm Strich nicht weiter schlimm. Die Gestaltungen des Buches ist auch sehr kreativ, da es immer wieder schwarze Seiten gibt, die von unbekannten Dritten, den Watchers, geprägt sind, welche eigentlich im Hintergrund viele der Strippen ziehen, was man aber auch erst im Verlauf des Buches so richtig herausfindet. Ich würde es auf jedem Fall Kindern und Jugendlichen so im Alter von 10-15 Jahren empfehlen zu lesen und vergebe darum

3,5 von 5 Punkten.

Sergej Lukianenko – Wächter der Nacht (Buch und Film)

Titel: Wächter der Nacht

Autor: Sergej Lukianenko

Verlag: Heyne

Genre: Phantasy

Seiten: 525

ISBN: 978-3-453-53080-5

Anton ist ein Anderer. Ein Lichter und damit Teil der Nachtwache. Zusammen mit den anderen Anderen achtet er darauf, dass das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse in Moskau gewahrt bleibt. Doch was sind eigentlich Andere? Es sind Vampire, Magier, Gestaltwandler, Tiermenschen, einfach alle „Menschen“ mit übernatürlichen Fähigkeiten. Ein jeder hat das Recht eine Seite zu wählen. Das Licht oder das Dunkel, die Nacht- oder die Tagwache. Doch ist diese Entscheidung erst einmal getroffen besteht diese für den Rest des Lebens und die Leben der Anderen können Jahrhunderte dauern. Anton jedoch ist noch nicht so alt und auch noch nicht sehr lange ein Mitglied der Nachtwache, in welcher er als Programmierer arbeitet. Eines Tages wird er in den Außendienst versetzt und bekommt alsbald die Magierin Olga an seine mit deren Hilfe es ihm gelingen soll die nächste große Magierin, welche aufgetaucht ist, aber sich noch für keine Seite entschieden hat, aufzuspüren und für ihre Seite zu gewinnen.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und fesselnd und hat mich schnell in seinen Bann gezogen, jedoch war es teilweise etwas sehr wirr und vollgestopft. Zeitweise waren es einfach zuviele Personen, mit zuvielen unterschiedlichen Fähigkeiten, welche man gleichzeitig kennenlernen sollte und auch der Einstieg in diese Welt, die Moskau zwar gleicht aber doch viel im Verborgenen und in Parallelwelten stattfindet war etwas schwierig und verwirrend. Hat man sich jedoch einmal sortiert und in die Gegebenheiten eingefunden, so kann man von dem Buch gar nicht mehr genug bekommen. Der Protagonist ist ein sehr netter Kerl, mit teilweisen sehr verqueren Ansichten, aber auch klaren Moralvorstellungen, welche er nicht verkauft, egal zu welchem persönlichen Vorteil, was ihn einfach wahnsinnig symphatisch macht. Es war mein erstes Buch von diesem Autor, aber da nach Abschluss der Lektüre schon 2 weitere auf meinem SuB gelandet sind, wird es nicht, dass letzte gewesen sein. Von mir bekommt es

4 von 5 Punkten.

Und dann kam mein größter Fehler. Ich dachte, ich wenn das Buch schon so gut ist, dann kann man sich den Film ja auch mal anschauen. Hätte ich es nicht für die Bonusaufgabe einer Challenge gebraucht ich hätte den Film nach 20 Minuten wieder ausgeschalten. Ich habe das Buch darin schlicht weg nicht wieder erkannt, er war so schlecht gemacht und einfach absolut enttäuschend. Von mir gibts davon

0 von 5 Punkten für den Film.

Hier sind noch die Beweisphotos, dass ich ihn mir angetan habe:

IMG_0369IMG_0375

A. Lavinthal/ J. Rozler – Mr Right?

15384

Titel: Mr Right? Wenn wir lieben, während wir auf den richtigen warten

Autoren: Jessica Rozler / Andrea Lavinthal

Verlag: Blanvalet

Genre: Frauenratgeber (laut USA Today)

Seiten: 255

ISBN: 978-3-442-37490-8

Zum Inhalt fällt es mir tatsächlich schwer etwas zu sagen. Er ist nicht so einfach zusammenzufassen wie sonst. Im Prinzip sind die gängisten Typen Männer aufgelistet, außerdem gibt es eine Übersicht darüber, welchen Typ man an welcher Location bevorzugt trifft undwie man ihn am besten rumkriegt. Damit nicht genug, es gibt auch je eine Liste der Vor- und Nachteile der Männertypen, der passenden Getränke und mit den passenden Sprüchen um die Kerle wieder abzuservieren.

Es mag sein, dass eine Art wissenschaftliche Erhebung durch Umfragen stattfand und es mag auch sein, dass Frauen ihr Sexualleben manchmal etwas zu verklempt sehen, aber wer das Buch gelesen hat erhält schlichtweg den Eindruck, dass man sich am besten jeden Kerl schnappen sollte, denn man kriegen kann und auch Kurzzeitbeziehungen eingehen soll, von denen man von Anfang an weiss, dass sie nicht halten. Auch wenn das Buch wirklich witzig geschrieben ist und total lustige Zeichnungen hat, aber mir ist die Einstellung wirklich zuwider und ich fand das Buch ganz schlimm. Am Anfang hatte ich noch die Hoffnung es würde besser werden, aber je weiter man gelesen hat, desto schlimmer wurde es. Für Mädels mit klaren Moralvorstellungen wohl eindeutig nicht das richtige Buch. Daher gibts von mir auch nur

1 von 5 Punkten (für die Zeichnungen und den Witz).

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

augenjäger

Titel: Der Augenjäger

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer

Genre: Psychothriller

Seiten: 428

ISBN: 978-3-426-19881-0

 

Wer der Augensammler ist, ist ja nach dem ersten Band bereits bekannt. Doch eben dieser ist entwischt und auf der Flucht. Doch damit nicht genug… eines Tages tritt der Augenjäger auf dem Plan. Ein brutaler Folterknecht, der seinen weiblichen Opfer, die Augenlider entfernt, sie dann vergewaltigt und sie anschließend auf freien Fuss setzt. Zorbach, dessen Hauptaugenmerk immer noch darauf gerichtet ist den Augensammler zu finden und zu vernichten, und Alina geraten immer tiefer in die Spiele des Augenjägers, während auch der Augensammeler ein böses Spiel mit ihnen treibt und es schon bald nicht mehr um Rache, sondern ums pure Überleben geht.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es mein erster Fitzek war den ich gelesesn habe. Ich weiss selbst nicht was mich davon abgehalten hat, denn während ich dieses Buch erst gerade bestellt habe und es mal gleich gelesen habe, liegen aus unerfindlichen Gründen noch 2-3 weitere in den Untiefen meines SuBs, aber dort werden sie nicht mehr lange bleiben. Das Buch hat mich mit seinem Schreibstil von der ersten Sekunde an sehr fasziniert und gleich in seinen Bann geschlagen. Man kann so richtig mitfühlen und wird in die Handlung eingesogen. Die ersten 70 Seiten musste ich mich zwar durchquälen, aber nicht weil es mich nicht gefesselt hätte, sondern weil ich so sehr in diesen Bildern drin war, dass die fast zu viel waren für mein Nerven. Danach wurde es dann zum Glück etwas sanfter und ich konnte das Leseerlebnis mit Freude und gelegentlichen Schauern, die über meinen Rücken gejagt sind, deutlich besser geniessen. Besonders gut gefallen hat mir, wie das Ende gestaltet ist im letzten Kapitel. Endlich mal ein Autor, der nicht immer alles in Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung enden lässt, sondern sich auch mal bewusst die Härte und die Grausamkeit des Lebens vornimmt und in sein Ende einbezieht. Das hat mir das Buch noch einmal wesentlich symphatischer gemacht. Ein klares Muss für jeden Thrillerfan, aber nichts für schwache Nerven. Von mir gibts dafür

4,5 von 5 Punkten.

Brendan Halpin – Was von Dir bleibt

Titel: Was von Dir bleibt

Autor: Brendan Halpin

Verlag: Bastei-Lübbe

Genre: Roman

Seiten: 175

ISBN: 978-3-7857-6051-2

Brianna ist 18, kommt gerade ins letzte Schuljahr und ist ein Ass in Mathe. Normalerweise sollte sie ein fröhliches Mädchen sein mit den besten Chance auf einen der begehrten Studienplätze am MIT, doch leider ist in Briannas Leben so gar nichts normal, denn sie leidet an Mukoviszidose. Obwohl sie immer den Tod vor Augen hat, versucht sie alles, um ein möglichst normales Leben zu führen und ist für ihre Freunde die beste Freundin, die man sich nur wünschen kann, auch wenn sie sich oft sehr alleine fühlt. Sie entwickelt mit Hilfe einer Person von der man es nie erwarten müsste eine ganz besondere Einstellung zum Leben und auch zum Tod und meistert ihren schweren Weg so auf eine ganz besondere Weise.

Das Buch ist wundervoll geschrieben. Man fühlt mit der Protagonistin mit, kämpft mit ihr und ja, auch wenn ich normalerweise kein emotionaler Leser bin, man weint auch mit ihr und um sie. Das Buch hat mich wirklich sehr bewegt, denn es ist wahr. Ein Schicksal das kein Einzelfall ist und doch in der Gesellschaft recht erfolgreich verdrängt wird. Man möchte sich nicht mit todkranken Menschen, schon gar nicht mit Kindern, auseinandersetzen und man weiss auch nicht mit ihnen umzugehen. Das Buch beschreibt nicht nur ganz wundervoll wie es in so einem kranken Menschen aussieht sondern zeigt auch Außenstehenden ein Stück weit, wie sie mit so etwas umgehen sollen, ganz gleich wie schwer es ihnen selbst fällt sich so zu benehmen, denn eines muss uns immer bewusst sein, es ist der andere Mensch, der sterben muss und für ihn ist es noch viel schwerer, man muss ihn nicht noch zusätzlich belasten. Ein wirklich schönes, wahres und zugleich erschreckendes, berührendes Buch, was ich jedem nur sehr ans Herz legen kann, denn es eignet sich ausgezeichnet, um seinen Horizont zu erweitern. Von mir gibts dafür

5 von 5 Punkten.