Blake Kato -Blutmond in Mitternachtsblau

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Titel: Traummädchen

Reihe: Blutmond im Mitternachtsblau (Band 1)

Autor: Blake Kato

Herausgeber: Oliver Schlaugat

Genre: Phantasy

Seiten: 366

ISBN: 9781502334459

Nora ist ganz alleine auf der Welt seit sie auf einen Schlag ihre Eltern und ihre beste Freundin verlor. Nichts wünscht sie sich sehnlicher als diese zurückzubekommen. Doch natürlich geht das nicht und so träumt sie sich ihre Lieben jede Nacht herbei. Doch nicht nur nach ihren Liebsten sehnt sie sich. Nein sie ist auch seit langem in David verliebt, doch weiss sie nicht wie sie ihn gewinnen soll. In der Traumwelt, in der sie andere besuchen kann und in ihren Träumen mit ihnen reden kann, ist alles so einfach, doch in der Realität sieht es ganz anderes aus. In ihrer Verzweiflung will sie es mit einem Beschwörungszauber versuchen und den Gott der Liebe beschwören. Durch einen eher dummen Zufall sind auch ihre Klassenkameraden Lucy, Aleks und Stephen bei diesem Ritual zugegen, welches einfach nur fürchterlich schief geht. Am Ende bleiben die Vier zurück und haben mit einem bösen Gott Geschäfte gemacht. Sollte der Handel erfüllt werden, so würde er sich befreien und über die Welt regieren können. Dies gilt es nun auf jeden Fall zu verhindern.

Das Buch hat bei mir einen sehr gemischten Eindruck hinterlassen. Das Cover war recht schlicht, zwar perfekt auf den Titel der Reihe abgestimmt, allerdings hat es nicht wirklich viel verraten über das Buch. Der Titel ist klar und auch die Bezeichnung der Reihe trifft es sehr gut. Dennoch ist es auf jeden Fall eine eher unauffälligere Erscheinung von der Gesamtwirkung.

Die Protagonistin Nora war in ihrer ganzen Geschichte schlüssig und auch irgendwie schon sympathisch, aber viele Verhaltenszüge an ihr konnte ich nicht verstehen. Gerade zum Ende hin wandelte sie sich von einem Moment auf den anderen in das komplette Gegenteil ihrer Persönlichkeit und war irgendwie total komisch. Ihre Freunde hingegen waren mir sehr viel lebensechter/verständlicher gearbeitet. Sie waren eben Teenager mit ihren Sorgen und Nöten, hatten total unterschiedliche Charaktere, ihr Fehler und Schwächen aber auch ihre guten Seiten. Besonders der Charakter von Aleks ist mir ans Herz gewachsen und ich mag sie wirklich sehr.

Die Geschichte an sich ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee und das weiss ich auch zu honorieren. Dennoch gibt es einige Dinge, welche einfach sich für mich nicht so ganz erschlossen haben. Seien es nun kleinere Logikfehler aber auch der Nebengeschichte, welche parallel abläuft und so losgelöst und abstrakt davon abläuft, dass sie einfach nicht in das Buch reinpasst. Auch die Tatsache, dass selbst die Nebengeschichte nicht abgeschlossen wird, obwohl man sie wirklich nicht mit der Geschichte in Verbindung setzen kann und sie auch zu abstrakt ist, um sie sich bis zum nächsten Band zu merken stört mich sehr. Die Entwicklung der Geschichte gefällt mir hingegen durchaus und irgendwie würde ich schon gerne wissen wollen wie es weitergeht, aber daran hindern mich immens viele Rechtschreibfehler und vergessene bzw. zuviel gesetzte Wörter. Es hat zwischenzeitlich einfach keinen Spaß mehr gemacht zu lesen, aber wenn das Lektorat des zweiten Bandes besser wäre, würde ich ihn schon lesen. Schon allein weil der Cliffhanger hier so gut gesetzt ist, dass man einfach unbedingt wissen muss wie es weitergeht.

Einfach zu lesen gestaltete sich das Buch leider nicht so wirklich, vor allem da auch immer wieder Formulierungen gewählt wurden, welche für mich einfach in sich nicht schlüssig waren, z.B.:

„Die Dunkelheit drang tief in seine Lungenflügel, kitzelte sie wie Säure, als er sie einatmete.“

Ich denke, dass der Autor durchaus schon Potential hat und sich das Buch nach einem anständigem Lektorat als durchaus lesenwert gestalten kann, aber momentan hat es mich nicht überzeugt.

Von mir gibts hierfür auch nur

3 von 5 Punkten.

Natascha Rodrigues – Und zwischen uns ein Jahr

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Titel: Und zwischen uns ein Jahr

Autor: Natascha Rodrigues

Verlag: Aufbau

Genre: Liebesroman

Seiten: 272

ISBN: 978-3-7466-3090-8

Marie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen tollen Job, 2 süße Kinder, einen tollen Ehemann und auch Geld scheint kein Problem zu sein. Doch als sie zur Beerdigung ihres Vaters nach Paris reist, geraten ihre Gedanken in Unordnung, denn sie trifft Serge wieder. Er ist der Sohn von dem neuen Lebensgefährdten ihrer Mutter aus erster Ehe und obwohl sie sich nur ein paar Mal gesehen haben bisher, scheint der Funke zwischen ihnen sofort übergesprungen zu sein. Marie gerät darauf in einen Rausch aus Gefühlen und sowohl der ständige Strudel der Leidenschaft für Serge als auch die Vernunft, die sie zu Johannes zieht, reißen unentwegt an ihr. Welcher der beiden Männer wird wohl am Ende die Oberhand gewinnen?

Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover zeigt einfach nur 2 Blumen in einer Vase und ist damit sicherlich nicht gerade an Augenmagnet. Dennoch ist es schön und schlicht und lenkt die Aufmerksamkeit eher auf den Titel, welcher auf jeden Fall interessant und geheimnisvoll klingt, aber für mich irgendwie nur eine Nebensache der Handlung darstellt und der sich mir nur mit viel nachdenken erschlossen hat.

Was die Protagonistin Marie angeht, so muss ich sagen, dass sie mir einfach nicht sympathisch wurde. Ihre Leichtigfertigkeit mit der sie Serge ihre Gefühle geschenkt hat, ihre Bereitschaft dieses Spiel zwischen den beiden Männern zu spielen und bis zum Äußersten zu treiben, all das ging mir einfach total gegen den Strich. Selbst als sie zu einem gewissen Punkte die Dinge ändern wollte, war dies nur halbherzig und meine Sympathien lagen menschlich eher bei ihrem Ehemann als bei ihr selbst.

Dennoch hat mir die Geschichte an sich und auch die Idee dahinter sehr zugesagt, denn es ist einfach etwas, dass sehr aus dem Leben gegriffen ist und nicht einfach nur eine fikitive Sache ist. Es kann jeden von uns treffen und wie sich die ganze Sache entwickelt war sehr gut nachvollziehbar und auch gut dargestellt. Manche Vorgehensweisen haben für mich durchaus Vorbildcharakter, denn davon könnten sich so manche Leute etwas abschneiden. Wer das Buch bis zum Ende liest wird auf jeden Fall verstehen was ich meine.

Lesen ließ es sich super gut und ich war wahnsinnig schnell durch. Es war unterhaltsam und auch flüssig geschrieben, allerdings hat es mir einfach an mancher Stelle ein wenig Tiefgang gefehlt. Oft waren Gefühle da, aber sie wurden eher angeschnitten als wirklich ausgeschrieben und in die emotionalen Szenen kam man nur oberflächlich rein. Auch das dürfte erklären, warum man so schnell durch war, denn es war eben eher etwas, dass man mal schnell liest aber die eigene Schale nicht so sehr ankratzt wie es das Potential hätte.

Ich würde insgesamt sagen, dass dieses Buch nicht schlecht war und sich auf jeden Fall für eine schöne Lektüre zwischendurch wirklich eignet. Daher gibts von mir auch

3,5 von 5 Punkten.

Marc Buhl – Die Auslöschung der Mary Shelley

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Titel: Die Auslöschung der Mary Shelley

Autor: Marc Buhl

Verlag: Blink books

Genre: Thriller

Seiten: 318

ISBN: 978-3-95837-003-6

Mary Shelley ist eine der wohl außergewöhnlichsten Frauen, welche man sich vorstellen kann. Nach einem erfolgreich absolviert Biologiestudium mit dem Schwerpunkt auf Ameisen, ist sie nun Programmiererin bei einem Unternehmen, welches  an der Erschaffung eines Quantencomputers arbeitet. Wobei arbeiten ist das falsche Wort. Es gibt ihn bereits und da Mary nicht daran glaubt, dass er in den Händen der Menschen etwas gutes bewirken kann, programmiert sie ihn so, dass er mit Algorithmen, welche an die Ameisenwelt angelehnt sind und mit zu Hilfe nahme des Internets, eine eigene Intelligenz bildet. Er soll entscheiden was gut und böse ist. Er soll richten und die Welt verbessern. Doch dann gerät alles außer Kontrolle. Der Quantencomputer zieht ein Spur der Vernichtung hinter sich her. Ob Mary Shelley den Wahnsinn noch stoppen kann?

Das Buch hat mich einfach nur aus den Latschen gehauen. Anders kann ich es nicht nennen. Das Cover ansich hat einem gleich klar gemacht worum es geht, denn die durchlaufenden Binärreihen und die darunterliegende Vogelperspektive auf eine Stadt haben schon einige Rückschlüße zugelassen. Auch die Protagonisten war abgebildet und zwar so, dass es gleich klar war, dass sie die Verbindung zwischen realer und binärer Welt darstellt. Ihr Blick ist entschlossen und fest. Sie scheint sich etwas in den Kopf gesetzt zu haben und davon wird man sich wohl auch nicht mehr abbringen. Das ganze Cover ist ein schwarz-weiss, lediglich das Wort „Auslöschung“ ist in blutrot geschrieben und symbolisiert schon hier deutlich, dass es ein enormes Blutvergießen geben wird.

Die Protagonistin war eine Person, der ich durchaus zwiegespalten gegenüberstand. Sie ist eine Perfektionistin, eine Weltverbesserin, ein Dickschädel wie es im Buche steht, idealistisch, opfert sich für ihre Ansichten auf, lässt sich nicht leicht unterkriegen und glaubt wirklich an alles was sie tut. Ohne Überzeugung läuft bei ihr einfach gar nichts. Dennoch ist sie zu verbissen. Sie sieht nicht nach rechts und links, sondern nur gerade aus und übersieht dabei häufig wichtige Dinge. Sie riskiert oft zuviel. Sie spielt mit dem Leben anderer. Nimmt schlimme Folgen billigend in Kauf und ist zu lange verblendet von ihrer Schöpfung. Doch irgendwann bekommt sie die Kurve und zeigt noch einmal wie viel wirklich in ihr steckt.

Die Idee an sich ist phantastisch und noch besser umgesetzt. Problematisch für mich war eher, dass es etwas ist, dass durchaus wahr sein könnte. Wie sehr wird an künstlichen Intelligenzen gearbeitet. Es ist eine Bedrohung, welche nicht aus der Luft gegriffen ist, welche global ist und uns alle bedroht ohne das wir darauf Einfluß üben können. Dennoch wäre sie tatsächlich in der Lage alle Welt zu vernichten. Eine Angst, die heutzutage durchaus berechtigt ist und welche dennoch gerne zurückgedrängt wird. Der Autor spielt mit dieser Angst und nutzt sie eiskalt aus um dem Leser einen Schauer nach dem anderen über den Rücken zu jagen. Ich bin sicherlich ein engefleischter Thrillerleser, aber dieser hat mich so richtig übel erwischt. Gerade das sehr alternative Ende und die Danksagung, welche noch einmal etwas ganz besonderes bieten, lassen das Buch bis zum letzten Moment und darüber hinaus für einen Gruseleffekt sorgen.

Ehrlich gesagt weiss ich nicht, wie mir der Autor bis jetzt entgehen konnte, aber ich muss das Buch einfach empfehlen und werde mir sicherlich noch mehr anschaffen von Marc Buhl, denn – und das kann ich aufgrund des Datums mit Gewissheit sagen – das war mein Thriller des Jahres. Da kam kein anderer mit und ich hatte wirklich gute dabei dieses Jahr.

Also von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und auch

5 von 5 Punkten.

Isabella Rameder – Engelstrost

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Titel: Engelstrost

Reihe: Erzengeltrilogie (Band 2)

Autor: Isabella Rameder

Verlag: CreateSpace

Genre: Romantasy

Seiten: 260

ISBN: 9781503122123

Lieselotte Siebenschläfer, ist Journalistin und ungefähr der neugierigste Mensch den man sich vorstellen kann. Kein Geheimnis ist vor ihr sicher und so ist es selbstverständlich, dass sie auch dem Neuen im Dorf kräftigt hinterherstellt, zumal er sie aus einer brenzligen Lage befreit hat. Allerdings gibt es Dinge, welche man nicht unbedingt in die Kategorie „Gute Ideen“ packt und dies ist sicher eine solche Sache. Denn schon bald wird es für Lotti, wie ihre Freundin sie nennt, richtig brenzlig und das sie sich in den Fremden dann auch noch verliebt macht das Chaos einfach perfekt. Ob sie wohl heil aus diesen Verstrickungen herauskommen kann? Ihr Gegenüber scheint so ziemlich alles zu sein, was man sich nur vorstellen kann – sexy, intelligent, verrucht, geheimnisvoll – aber eines ist er sicherlich nicht – menschlich.

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Auch wenn das Cover mich jetzt persönlich weniger angesprochen hat, da ich kein Anhänger von echten Menschen auf Covern bin, so hat es mir dann das Einhorn auf der Rückseite um so besser gefallen. Der Titel erklärt sich im Laufe des Buches von selbst und ist auf jeden Fall ansprechend, denn mich hat er sehr neugierig gemacht.

Die Protagonisten Lieselotte aka Lotti aka Lilo und Rian waren ein wirklich sehr gelungener Mix. Während Lilo eigentlich das ist, was man allgemein unter dem Begriff Dorfmatratze versteht, ist Rian nahezu unnahbar und kaum an der Frauenwelt interessiert. Auch sonst unterscheiden sie sich ziemlich. Lilo ist neugierig, gerne im Mittelpunkt, aber auch sehr unsicher und gerne unter einer Schicht Make-Up verborgen. Außerdem leidet sie unter einem Kontrollzwang ihres Essverhaltens und ist schon fast sportbesessen. Rian hingegen ist da ganz das Gegenteil. Er ist zurückgezogen, liebt den Genuß von Fleisch in rauen Mengen und zu jeder Uhrzeit und hält sich eher im Hintergrund, als hätte er etwas zu verbergen – und das hängt sicherlich nicht nur mit seinem Beruf als Privatdetektiv zusammen.

Am Anfang dachte ich ja, dass es eine Geschichte wird wie jede andere auch, da es mit einer recht gängigen Einstiegsszene anfing, welche ich schon gefühlte tausend mal gelesen hatte. Allerdings hat sich ziemlich schnell gezeigt, dass dies wohl schon eher eine bewusste Täuschung war, denn sehr schnell wurde das Buch ganz, ganz anders als man es erwartet hätte und fing an immer wieder zu überraschen und Laune zu machen. Es gab unzählige Wendungen und Entwicklungen mit welchen man nie gerechnet hat und ich kann wirklich sagen, dass ich mit dem Ende bis zum Schluss nicht gerechnet habe. Das Konzept des Buches ging total auf und das Schönste für mich persönlich ist übrigens, dass man Band 2 vollkommen unabhängig von Band 1 lesen kann, da sogar die Protagonisten wechseln und man hier quasi ohne Vorkenntnisse wunderbar einsteigen kann. Einfach total klasse. Ich war schlichtweg begeistert von dem Buch und werde mir sicherlich auch den ersten Teil noch zulegen. Ich empfehle es vorbehaltlos weiter und vergebe hier auch gerne

5 von 5 Punkten.

Sarah Morgan – Winterzauber wider Willen

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Titel: Winterzauber wider Willen

Autor: Sarah Morgan

Verlag: mtb

Genre: Roman

Seiten: 384

ISBN: 978-3-95649-076-7

Kayla Green, eine erfolgreiche PR-Experten, einer aufstrebenden New Yorker Firma, steht vor der schlimmsten Zeit ihre Jahres: Weihnachten! Da kommt ihr der Auftrag eines neuen Klienten gerade recht. Der ehemalige Hotelier Jackson O’Neil beauftragt sie eine PR-Kampanie für das Ski-Ressort seiner Familie zu entwerfen. Freudestrahlend nimmt sie an und stimmt auch der ungewöhnlichen Forderung zu, eine Woche in dem Vermonter Ressort zu verbringen um sich den Stand der Dinge selbst vor Augen zu führen und auch die Familie von O’Neil kennen zu lernen. Denn diese halten die ganze Sache für reine Geldverschwendung. Wird Kayla es schaffen die Familie von ihren Qualitäten zu überzeugen und wird sie dem ganzen Weihnachtstrubel wirklich entgehen können?

Das Buch war ingesamt ganz okay, denn man auf solche Liebesgeschichten abfährt, aber für mich hat es sich so angefühlt als würde ich nen x-beliebige Hollywood-Schnulze lesen. Aber zum Anfang. Das Cover ansich ist wirklich wundervoll und schön weihnachtlich gestaltet. Viel Glitzer, ein schöner Weihnachtsbaum und ein verliebtes Pärchen. Ist schon wirklich anziehend, da kann man nichts dagegen sagen. Auch der Titel passt hervorragend zu dem Buch, denn Kayla ist wirklich jemand der Weihnachten hasst. Warum und wieso wird im Laufe des Buches stimmig erklärt.
Die Protagonistin Kayla ist ein Workaholic, für die es nichts anderes im Leben gibt, als ihre Arbeit. Deshalb ist sie auch enorm erfolgreich und trotz ihrer jungen Jahre eine der allerbesten auf ihrem Gebiet. Allerdings will sie mit ihrer Arbeit ihre Angst vor Nähe und ihre Beziehungsprobleme unterdrücken. Man kann sich gut in sie einfühlen, ihre Ängste und ihre Reaktionen sind nachvollziehbar und insgesamt passt der Charakter auch. Jackson O’Neil hingegen ist mir irgendwie zu perfekt. Okay, gutes Aussehen und Einfühlsamkeit schließen sich nicht aus, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass er auch ein Studium in Psychologie absolviert hat. Kurzum, für mich hat der Mann einfach zu wenig Fehler. Es gibt keine Missverständnisse oder Probleme, die nicht von Kayla auf Grund ihrer Ängste verursacht werden. Klar, so ein Mann ist wohl der Traum eines jeden Mädchens, aber durch seine Perfektion war er für mich ein zu großes Klischee und hat deshalb Punkte verloren. Die Idee hinter der Geschichte war auch nicht wirklich neu, aber die Umsetzung hat mir gut gefallen. Vor allem Orts- u. Umgebungsbeschreibungen, sowie die Szenen die sich um den Skisport gedreht haben fand ich wirklich gelungen. Das Buch war gut geschrieben und man konnte es schnell und flüssig lesen. Nur einmal bin ich über ein Wort gestolpert, dass mich etwas aus dem Lesefluss gebracht hat, aber das kann man verschmerzen. Eine Leseempfelung gibt es für alle Freund des Kitsches und der romantischen Weihnachtsmärchen und eine Punktzahl von

3.5 von 5 Punkten.

Hubert Wiest – Zaubern für Anfänger

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Titel: Zaubern für Anfänger

Reihe: Guntram und Dennis

Autor: Hubert Wiest

Verlag: Lomoco

Genre: Kinderbuch (ab 8 Jahren)

Seiten: 210

ISBN: 9781502982735

Dennis Blauberg geht in die vierte Klasse und will nur eines: “Einen richtigen Freund”. Wen er aber nicht als diesen haben möchte, ist der merkwürdige Junge, der kürzlich Gegenüber eingezogen ist, denn dieser trägt ganz komische Klamotten und hält sich auch noch für einen Zauberer! Mit so einem kann sich Dennis nicht blicken lassen. Vor allem nicht vor Kalle und seiner Haibande, die den Schülern auf Dennis’ Schule das Leben schwer machen.

Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Auf dem Cover sieht man Guntram und Dennis die vor der Haibande fliehen. Es ist farblich schön gestaltet und die Charaktere sind auch wirklich so gezeichet wie sie im Buch beschrieben sind. Der Titel sagt es nicht viel mehr aus, als dass es sich in dem Buch um einen Guntram und einen Dennis handelt und das auch Zauberei im Spiel sein muss.
Die Protagonisten sind so unterschiedlich wie die Geschichten in dem Buch. Dennis ist ruhig, zurückhaltend und will am liebsten gar nicht auffallen, da er Angst vor Kalle und seiner Bande hat, während Guntram sich selbstsicher zeigt, obwohl sein Name, als auch sein Aussehen ziemlich auffallen. Er weiß, sich durchzusetzen und nimmt auch vor Kalle keine Blatt vor den Mund, was ihn allerdings hin und wieder zum Verhängnis wird. Aber Dennis und er sind ein gutes Team und zusammen machen sie ziemlich viel Unfug und versuchen vor allem die Haibande immer wieder Auszugstechen. Leider gelingen ihre Pläne nicht immer und so müssen sie auch sie einige Niederlagen in Kauf nehmen.  Insgesamt sind es fünfzehn lustige und schöne Kurzgeschichten, die man einzeln, aber auch als ganzes Buch lesen kann, da sich das Schuljahr als roter Faden hindurchzieht. Wie der Untertitel des Buches schon zeigt, geht es auch ein bisschen mit Zauberei zu, aber das dienst meistens nur als kleine Unterstützung um Problemen schneller Herr zu werden. Die Sprache ist für das Alter passend und die kleinen Zeichnungen am Anfang jedes Kapitels runden die ganze Sache schön ab. Wer also gerne Kurzgeschichten über den Schulalltag, Streiche, Freundschaft und ein bisschen Magie lesen möchte, dem empfehle ich das Buch voll und ganz und gebe für dieses Buch auch

5 von 5 Punkten

Melanie Völker – Dämmernebel

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Titel: Dämmernebel

Reihe: Flamme der Seelen

Autor: Melanie Völker

Verlag: hnb

Seiten: 326

ISBN: 978-3-943018-65-3

Elyjas findet ein Tor in die fremde Welt Shaendâra und betritt diese eher versehentlich. Doch als er Welt nicht mehr verlassen kann, beginnt sein Leben sich vollständig zu wandeln. Zunächst wird er auf eine Schule für Zauberei und Kampfkünste aufgenommen und dann überschlagen sich die Ereignisse. Andrus, wird sein bester Freund und geht mit ihm durch dick und dünn. Dies wird alsbald notwendiger als gedacht, denn ein Schatten liegt über dem Land und gerade Elyjas ist der Auserwählte, welcher das Land davor befreien soll.

Das Buch hat mir insgesamt relativ gut gefallen. Das Cover ist schön bunt und auf jeden Fall ein Hingucker. Der Nebel im Hintergund verheißt nichts gutes, ist aber etwas zu weit abgerückt, so dass die positive Gesamtstimmung überwiegt, welche zum Inhalt des Buches nicht recht passen will. Auch einen genauen Ort aus dem Buch vermag ich dem Cover nicht zuzuordnen. Der Titel der Reihe ist Programm, der Titel von Band 1 zumindest erschließt sich mir zwar nicht direkt, aber man kann ihn letztlich mit ein paar Mal um die Ecke schon assozieren.
Der Protagonist Elyjas ist ein wirklich sympathischer junger Bursche. Er hat das Herz am rechten Fleck, kennt keine Vorurteile, ist mutig und steht für seine Freunde ein. Allerdings ist er auch oft leichtsinnig und handelt unüberlegt, was seinem Umfeld einige graue Haare einbringt und ihn nicht zuletzt auch in einige Gefahr.
Die Idee hinter der Geschichte hat mir schon ganz gut gefallen. Einige Stellen hätten wirklich ein wenig besser ausgestaltet werden müssen, hier wurde echtes Potenzial verschenkt. Auch an den Ortsbeschreibung darf noch etwas gefeilt werden. Ich hatte zwar immer ein wages Bild vor Augen, aber es war immer irgendwie wie durch einen Nebel und ich konnte es mir nicht klar vor Augen holen, weil mir immer ein wenig gefehlt hat.
Stylistisch hat mir das Buch zugesagt und es war gut geschrieben, aber irgendwie kam ich nicht so recht voran. Ich kann nicht sagen woran es lag, aber die Seiten zogen sich irgendwie wie Kaugummi. Das war wirklich ein Fluch für mich, denn das Buch hat mir ja gefallen und ich wollte wissen wies weitergeht, aber mir ran die Zeit davon und ich war immer noch nicht viel weiter. Das war zeitweise ein echtes Dilemma für mich.
Dennoch ist es ein gutes Buch, wenn auch mit Potential nach oben für die nächsten Bände und ich vergebe mal

3,5 von 5 Punkten.

Gerlis Zillgens – Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

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Titel: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

Autor: Gerlis Zillgens

Verlag: Loewe

Genre: Jugendbuch

Seiten: 222

ISBN: 978-3-7855-7986-2

Yolo ist dreizehndreiviertel und alles andere als ein normaler Teenager. Ihre beste Freundin lebt in Australien, sie interessiert sichglaublich für Gesetze (will sogar Justizministerin werden) und hat einen Weltverbesserungsblog auf dem sie nicht nur allen Erwachsenen sondern sogar Gott Ratschläge gibt. Doch eine Sache beschäftigt sie genauso wie alle anderen Mädchen ihres Alters. Die erste große Verliebtheit. Yolo ist nämlich in Jo Zwometerzwo verliebt und überlegt fieberhaft wie sie es schaffen kann ihn auf sich aufmerksam zu machen. Doch das dies wie ihr komplettes restliches Leben nur sehr außergewöhnlich laufen kann, muss ich nun nicht erwähnen oder?

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Das Cover war schön bunt und genau richtig für ein Jugendbuch. Der Titel ist auf jeden Fall lustig und so interessant, dass man das Buch mal in die Hand nimmt und den Klappentext liest.
Die Protagonistin Yolo ist eine Figur mit der sich Jugendlich auf jeden Fall identifizieren können. Sie ist außergewöhnlich, aber doch sympathisch. Sicherlich ist sie anders und einzigartig, aber genau das ist auch das Gute an ihr, denn sie macht Mut zu sich selbst zu stehen.  Allerdings ist sie wohl für einen Erwachsenen ein ziemlicher Horror, denn ihre freche Klappe und ihre Flausen könnten einen schier in den Wahnsinn treiben.
Was mir auch sehr gut gefallen hat waren die Illustrationen mit welchen das Buch immer etwas aufgelockert und aufgepeppt wurde. Sie sind super lustig gemacht und geben dem Buch das gewisse etwas. Auch durch die Fußnoten, welche sich durch das ganze Buch ziehen ist es einfach anders als andere Bücher.
Die Idee hinter dem Buch und das Gesamtkonzept haben mir sehr zugesagt, denn ich glaube, dass man damit genau den Nerv dieser Altersgruppe treffen kann. Es ist ein wirklich klasse Buch und ich gebe dafür sehr gerne eine Leseempfehlung und

5 von 5 Punkten.

Stephan Orth/ Antja Blinda – Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt

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Titel: Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt

Autor: Stephan Orth / Antja Blinda

Verlag: Ullstein

Genre: Komik

Seiten: 192

ISBN: 978-3-548-37326-3

Inhaltlich zusammenfassen kann man dieses Buch schlecht. Es gibt keine feste Handlung sondern das Buch ist eine Sammlung von Anekdoten aus allen Bereichen des Fluggeschenes. Ob skurille Landung, Verzögerung oder einfach die unterhaltsamsten Versprecher, welche die Passagiere zuweilen ganz schön in Panik versetzen konnten. Es war für jeden etwas geboten.

Mir hat es sehr gut gefallen. Alleine wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen es zu  lesen, allerdings hat es mir die liebe Janine zum Welttag des Buches geschenkt und so kam ich dann doch in das Vergnügen. Aber jetzt fange ich dann doch einfach mal vorne an am Besten. Das Cover ist mit seinem knalligen Geld auf jeden Fall ein Eye-Catcher, denn diese Farbe kommt einem nicht so oft unter. Auch der Titel klingt auf jeden Fall so witzig, dass man es auf jeden Fall mal in die Hand nehmen muss und den Klappentext lesen muss, zumal das Warnschild mit dem ins Wasser stürzenden Flugzeug, dass Ganze noch verstärkt.

Die Idee an sich ist eine sehr interessante auf jeden Fall auch sehr gut umgesetzt. Da das Buch zusammen mit dem „Spiegel“ geschrieben wurde, konnte man auch durch die breite Leserschaft des Blattes auf sehr breitgefächerte Anekdoten aus aller Welt zurückgegreifen und bot dem Leser damit eine unterhaltsame Mischung einmal rund um den Globus. Damit das Buch aber nicht zu einer einzigen Lachnummer verkam hatte man immer wieder Fakten, Bräuche oder Informationen dazwischen gestreut und so ein sehr lesenswertes und zugleich lustiges Werk erschaffen. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, obwohl ich mit der Fliegerei so gar nichts am Hut habe. Daher würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe hier auch

5 von 5 Punkte.

Carin Müller – Hundstage

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Titel: Hundstage

Autor: Carin Müller

Verlag: CreateSpace

Genre: Fantasy

Seiten: 304

ISBN: 978150106437

Airedale Terrier Tobi hat es wirklich nicht einfach. Er ist jung, kräftig, voll im Leben und will nur das Eine. Aber seine Menschen, verstehen ihn einfach nicht und das frustriert ihn ziemlich. Vor allem, weil sein Erzrivale Jimi ein prämierter Zuchthund ist. Deshalb sucht er nicht nur bei seinem langjährigen Freund Rocky, einem Boxer, sondern auch bei der Nerzdame Anastasia und beim Goldfrisch Cleo, Rat, um sein Problem zu lösen. Dabei verursachte er meistens mehr Chaos als ihm lieb ist und so manche Pläne haben ungeahnte Konsequenzen. Wird er es am Ende doch schaffen, ans Ziel seiner Wünsche zu kommen.

Ich fand das Buch ingesamt sehr gut, weil es einfach herrlich witzig geschrieben war. Das Cover ist ihn grün gehalten und darauf ist der Protagonist zu sehen wie er an Cleo und Anastasia denkt bzw. von ihnen träumt. Der Titel passt auch sehr gut zum Buch, denn Tobi hat es in den ganzen Tagen wirklich nicht einfach, muss viele Prüfungen meistern und mehr als einmal seine Nehmerqualitäten unter Beweis stellen.
Tobi ist als Protagonist, wie alle Tiere, in der Lage die Mensch zu verstehen, aber umgekehrt ist das nicht der Fall. Deshalb kommt es öfter mal zu gehörigen Missverständnissen. Ansonsten ist er einfach nur wie seine menschlichen “Pedants” und denkt immer nur an das Eine. Um sein Ziel zu erreichen geht er für menschliche Sichtweisen auch ziemlich skrupellos vor, was aber aus tierischer Sicht völlig logisch ist und beim Lesen einfach nur Kopfschütteln verursacht. Denn viele seiner Pläne sind schon im vorherein zum scheitern verurteilt.

Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich interessant und sehr humorvoll umgesetzt und durch den angenehmen Stil konnte man es wirklich gut und schnell lesen ohne einmal ins Stocken zu geraten. Es gibt auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Tierfreunde, denn nach dieser Geschichte sieht man seine Hunde vielleicht mit anderen Augen. Außerdem gibt es

4.5 von 5 Sternen, weil mir eine Szene nicht wirklich zugesagt hat.