P.C & Kristin Cast – Ungezähmt

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Titel: Ungezähmt

Reihe: House of Night, Band 4

Autor: P.C Cast und Kristin Cast

Verlag: FJB

Genre: Phantasy

Seiten: 544

ISBN: 978-3841420046

Die Geschichte um Zoey, Erik, Stevie Rae und ihre Freunde im House of Night geht weiter. Es ist nach wie vor nicht einfach für Zoey so anders zu sein als die anderen Jungvampyre und es wird auch nicht leichter für sie. Statt sich endlich einmal etwas Verschnaufpause gönnen zu können, jagt ein Ereignis das nächste und die Dinge spitzen sich immer mehr zu statt sich zu entspannen. Kann Zoey sie entschärfen?

Endlich Zeit gefunden den nächsten Band zu lesen und ich muss sagen, er hat mich wieder deutlich mehr überzeugt als sein Vorgänger. Der Titel ist mit seinem einen Wort ja eher schwierig, aber am Ende des Buches kommt auch heraus, warum das Buch so heißt. Das Cover ist wie bei allen Bänden schlichtweg genial und ich musste es schon des Covers wegen als Hardcover haben. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt kommt aber nochmal ein super gestalteter Einband zum Vorschein. Einfach schwarz, nur die Schrift in dem gleichen Grünton wie auf dem Schutzumschlag, aber nicht blass sondern total kräftig und glänzend. Ach ich könnte ewig weiterschwärmen, ich liebe diese Cover einfach. Was die Protagonisten angeht, so hatte mich Zoey im dritten Band ja reichlich genervt und ich hatte nicht mehr wirklich Lust auf sie, aber das hat sich im Laufe dieses Bandes dann wieder etwas gegeben und wir haben uns ausgesöhnt. Auch die anderen Charaktere haben sich langsam in Konstellationen verschoben in denen ich sie aktuell gut finde, nur aus Erik werde ich immer noch nicht so recht schlau, wo ich ihn hinstecken soll. Aber auch das wird sich noch geben, schließlich habe ich ja noch acht Bände vor mir. Was ich inhaltlich bei allen Bänden schon etwas heftig fand und auch in diesem Band wieder sehr arg auffiel. waren die kurzen Zeitintervalle in denen die Bücher spielen. Es sind jeweils nur ein paar Tage, in 4 Büchern haben wir gerade rund 2 Monate zusammen. Klar ist es für das Voranschreiten der Handlung und alles sehr gut, dass ein flottes Tempo an den Tag gelegt wird, allerdings sind die Entwicklungen etwas zu rasant, weil es nie Pausen gibt und sich jeden Tag etwas neues und auch neue Konstellationen ergeben. Selbst für Phantasy ist es fast etwas zu rasant. Ansonsten gefällt es mir inhaltlich aber sehr gut, die neuesten Entwicklungen machen auf jeden Fall sehr viel Lust auf mehr und sie gehen in ganz andere Richtung wie die bisherigen Erlebnisse, so dass man auf jeden Fall auch die Abwechslung gegeben hat. Ich muss aber ehrlich sagen, dass Ende finde ich nur dann gut gewählt, wenn man danach direkt Band 5 lesen kann. An dieser Stelle zu enden und dann ewig warten zu müssen ist Folter, denn es endet quasi direkt in einem Höhepunkt und da die beiden Autorinnen ihr Handwerk echt verstehen, ist es am Höhepunkt natürlich mörderisch spannend. Auch sonst ist das Buch spannend, abwechslungsreich, leicht geschrieben und flüssig zu lesen. Man kann es direkt verschlingen und ist am Ende traurig, dass es zu Ende ist. Von mir gibts diesmal daher wieder

5 von 5 Punkten,

eine klare Leseempfehlung und die Hoffnung, dass ich zu Band 5 schneller und nicht wieder so ein großer Abstand ist.

Cherry Adair – Nimm mich

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Titel: Nimm mich

Autor: Cherry Adair

Verlag: Mira

Genre: Erotik

Seiten: 304

ISBN: 978-3-86278-805-7

Mit 21 heiratet Jessie den steinreichen Joshua. Sein einziges Ziel in dieser Heirat ist es vor seinem Cousin verheiratet zu sein und die Geschäftsführung der Firma zu übernehmen, welche der Onkel demjenigen zugesagt hat der zuerst verheiratet ist. Dementsprechend ist die Ehe für Joshua nur ein Geschäft. Er sieht Jessie die nächsten 7 Jahre nicht wieder, weiss noch nicht mal ihren Namen und zahlt für die Frau monatliche Gelder. Jessie jedoch möchte etwas anderes. Sie möchte ein Kind von ihm bekommen. Als er ablehnt und sie zum nächsten Genlabor schicken will, beschließt sie ihn mit einer List zu tauschen. Optisch hat sie sich so stark verändert, dass er sie nicht mehr wiedererkennt. Sie beginnt mit ihm eine Afffäre nur um schwanger zu werden und ein Kind von ihm zu kriegen. Ob dieser Plan wirklich aufgehen kann?

Das Buch war zugegeben mein allererstes Erotikbuch und irgendwie weiss ich jetzt auch wieder, warum ich bis jetzt so gut darauf verzichten konnte. Das Cover ist zwar wunderschön gestaltet, schlicht und mit einer wundervollen Blume, doch irgendwie ist es einfach fernab vom Buch und hat keinen Bezug. Der Titel, naja was soll ich dazu sagen, es ist eben ein Titel wie ihn jedes zweite Erotikbuch tragen könnte, aber nichts besonderes und er sagt nichts über das Buch aus, außer das es sexuelle Handlungen enthält. Nicht gerade viel, denn das erwartet man ohnehin bei einem Erotikroman. Wenden wir uns lieber dem zu was zwischen den den Buchdeckeln war. Jessie war als Protagonistin zwar gut rausgearbeitet, was ihre Gedanken und Gefühlswelt anging, allerdings war das immer mehr in irgendwelchen Zwischenbemerkungen und Nebensätzen, so dass man sich zwar ein Bild zusammenpuzzeln konnte, allerdings nicht wirklich einen größeren Bezug zu ihr aufbauen konnte. Genauso ging es mir mit Joshua, wobei der Bezug zu ihm noch besser funktioniert hat, weil sein innerer Zwiespalt besser ausgebreitet wurde und man da etwas näher an ihn herankam, aber so richtig berührt hat auch er mich nicht. Die Geschichte an sich. Interessant, gute Idee, aber hätte man mehr daraus machen können. Für meine Begriffe war hier viel Potential verschenkt und vieles was interessant gewesen wäre, wurde einfach ausgespart. Das hätte ich aber alles noch verkraften können, wenn es denn bei der Erotik gepasst hätte, aber leider war das auch ein Fehlschlag. Ich hatte mir von einem Erotikbuch ja wirklich viel erhofft, aber letztlich habe ich anregenderes und erotischeres in diversen Romanen gelesen in denen Erotik nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Man konnte es sich schwer vorstellen, was die Figuren da miteinander angestellt haben, denn es fehlte eindeutig an Details und Genauigkeit. Also insgesamt hat mich das Buch einfach nur enttäuscht. Empfehlen würde ich es definitiv keinem und es bekommt auch nur

1,5 von 5 Punkten.

Mathias Taddings – Ein Mann, ein Ring

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Titel: Ein Mann, ein Ring

Autor: Mathias Taddings

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Liebeskomödie

Seiten: 256

ISBN: 978-3-404-16968-9

Felix und seine Freundin Nina machen sich mit einem befreundetem Pärchen auf zum Mallorcaurlaub. Felix will diesen nutzen und Nina einen Antrag der besonderen Art machen. Allerdings läuft in diesem Urlaub nichts wie es soll und gerade bei Felix jagt eine Katastrophe die nächste. Ob das alles doch noch gut ausgehen kann?

Tja was soll ich sagen… das Buch war so überhaupt nicht mein Fall. Die Covergestaltung ist noch sehr gut gemacht, wenn man sie auf den Inhalt beziehen soll, denn zu diesem passt sie hervorragend, aber wirklich Neugierde weckt sie nicht gerade. Der Titel verrät, dass es vermutlich um einen Heiratsantrag gehen wird und passt auch gut zum Buch, aber damit hat es sich dann leider auch an Sachen die mir gefallen. Die Erzählperspektive war aus der Sicht von Felix geschrieben, welcher an sich einfach ein unsympathischer Mensch ist, irgendwie auch einfach nicht wirklich über die Dinge nachdenkt die er tut und dabei auch Schäden anderer in Kauf nimmt. Als ob das nicht schlimm genug wäre eine Geschichte durch die Brille eines solchen Menschen zu sehen, sieht man auch die anderen Charaktere nur durch seine Augen, was ihnen weder Tiefe verleiht noch eine neutrale Sicht auf sie ermöglicht. Dadurch werden einem die Charaktere leider gleich vom Autor selbst verdorben. Der Inhalt war anfangs noch lustig, dann irgendwann langweilig und zuletzt nur noch nervig, denn während man am Anfang über die ganzen Pannen und Pleiten noch lachen konnte, war es dann irgendwann einfach zuviel. Es konnte einfach nichts gut laufen, egal was lief, über allem lag irgendein Schatten und es gab einfach nichts erfreuliches. Egal wie schlecht ein Urlaub läuft es gibt immer kleine Momente die schön sind, aber diese wurden leider nicht wirklich herausgestellt, dann wenn doch mal etwas aus Versehen hätte schön sein können, kam gleich ein dickes ABER. Stilistisch kann man sich aber nicht beklagen. Das Buch lies sich schnell und flüssig lesen, man kam nirgends ins Stocken und es sind auch keine logischen Fehler drin, so dass man trotz wenig Vergnügen, wenigstens schnell fertig war. Ein weiterer Pluspunkt sind auch die vielen relativ kurzen Kapitel, welche es ermöglichen, dass man leicht Pausen machen kann. Dennoch insgesamt würde ich das Buch eher nicht weiterempfehlen und es bekommt auch nur
2 von 5 Punkten.

Margaret Weis/Tracy Hickman – Der Quell der Finsternis

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Titel: Der Quell der Finsternis

Reihe: Der Stein der Könige 1

Autor: Margaret Weis & Tracy Hickamn

Verlag: Weltbild

Genre: Fantasy

Seiten: 688

ISBN: 978-3-86365-518-1

Gareth kommt als Prügelknabe für Prinz Dagnarus an den königlichen Hof. Es ist eine große Ehre für ihn und nebenbei eine einmalige Chance, denn er wird mit dem Prinzen zusammen unterrichtet. Doch während Gareth fleissig lernt, wendet sich Dagnarus mehr dem Kämpfen und Soldatentum zu. Bestärkt durch den Kämmerer Silwyth, der eigentlich als Spion für den Schild der Elfen arbeitet, begräbt Dagnarus seine Hoffnungen anstatt seines Bruders Helmos König zu werden nicht. Als er die Magie der Leere entdeckt soll Gareth diese erlernen und nutzen, um die Macht von Dagnarus zu stärken. Die Zukunft der Zwerge, Orks, Menschen und Elfen steht auf dem Spiel, denn die Leere droht großes Unheil über alle zu bringen.

 

Ein super Auftakt für eine Trilogie. Die Gestaltung des Covers von Weltbild hat mir farblich gut gefallen, auch die Stadt Vinnengael in der alles spielt in den Hintergrund zu packen fand ich eine super Sache, allerdings das Schwert im Vordergrund ist so eine Sache. Klar gibt es diverse Schwerter, aber keines spielt eine elementare Rolle in dem Buch, da wäre er der darin vorkomme Dolche gut gewesen, wenn es denn eine Waffe sein muss. Der Name der Reihe ist auf jeden Fall Programm, denn dieser spielt eine sehr zentrale Rolle. Der Titel von Teil 1 passt auf den ersten Blick nicht wirklich, erschließt sich aber sobald man das Buch komplett gelesen hat und etwas nachdenkt dann doch. Die Figuren waren auf jeden Fall super gemacht. Ich hatte eine Menge Spaß mit den Protagonisten. Gareth tat mir immer sehr Leid, doch ich hatte auch immer viel Bewunderung für seine Hingabe, Loyalität, Intelligenz und Hartnäckigkeit über, während Dagnarus zwar Protagonist, aber auch ein Stück weit Antagonist war und einfach eine schreckliche Person über deren Überheblichkeit, Arroganz und Selbstsucht man nur den Kopf schütteln konnte und die man einfach nicht mögen konnte. Ähnlich ging es mir auch mit dem Elfen Silwyth. Gut gemacht war aber bei allen Charakteren, dass man ihre Hintergrundgeschichten kennenlernen durfte und sie sehr viel Tiefe hatten, wie eigentlich die ganze Geschichte. Nicht nur die Charaktere, auch die Orte und Ereignisse waren mit vielen Details versehen und die ganze Geschichte lief flüssig durch und hatte immer viel Bewegung drin. Es gab immer wieder Wendungen und Dinge, die man eigentlich nicht erwartet hätte und es war auch viel Menschlichkeit in den Protagonisten, denn alle machen sie Fehler und sind alles andere als perfekt. Der Erzählstil lässt sie ohnehin lebendig werden und man hat das Gefühl sich mitten in der Geschichte zu befinden und alles mitzuerleben. Daher geht es rasend schnell und spannend durch die vielen Seiten und am Ende wundert man sich, wo sie abgeblieben sind und will sich gleich an Band 2 machen. Von mir gibts klar eine Leseempfehlung von auch

5 von 5 Punkten.

Katrin Rodeit – Gefährlicher Rausch

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Titel: Gefährlicher Rausch

Autor: Katrin Rodeit

Verlag: Gmeiner

Genre: Krimi

Seiten: 320

ISBN: 978-3-8392-1571-5

Privatdetektivin Jule Flemming hat es nicht leicht. Schon einen Tag nachdem sie von ihrem Urlaub auf Mallorca zurückgekommen ist, wurde sie von ihrem Chef in die Detektei zitiert. Der Tochter eines angesehenen Lokalpolitikers wurde in einer wilden Partynacht eine Vergewaltigungsdroge untergemischt. Nun soll Jule herausfinden wer dafür verantwortlich ist und gerät dabei ins Visier des organisierten Verbrechens. Kann das gutgehen?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Covergestaltung war schon sehr ansprechend. Wenn sie auch nichts mit dem Inhalt zu tun hatte, so ist sie doch auf jeden Fall ein Hingucker und verleitet das Buch näher zu betrachten. Auch der Klappentext spricht an und lockt einen sehr Jules Geschichte zu folgen. Wer sich entschließt dies zu tun, hat es dann bei Jule mit einer symphatischen und witzigen Protagonistin zu tun, die aber auch als Figur sehr viel Tiefe hat und einiges aus ihrem Leben offenbart, so dass man sich sehr gut mit ihr identifizieren kann. Ihre inneren Monologe waren ebenso unterhaltsam wie der Rest der Geschichte. Sie wurde mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und hat super Spannungsbögen, welche nie überspannen, aber auch nicht zu flach werden, so dass man sich anfängt zu langweilen. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und das Ende ist nicht wirklich absehbar. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er flüssig und leicht zu lesen war. Da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, ist es aber auch deutlich eine Geschmackssache, ob es zusagt oder nicht. Normalerweise liegt mir diese Art der Erzählperspektive auch nicht, aber diesmal konnte ich mich überraschender Weise sehr gut dafür erwärmen. Da das Buch der zweite Teil der Reihe um Ermittlerin Jule Flemming ist, werde ich mir auf jeden Fall den ersten Teil zulegen, weil ich echt neugierig geworden bin und mehr von Jule lesen will. Der Epilog macht auch große Lust auf Band 3, da man hier schon den Gegenspieler von Jule kennenlernt und es eine sehr spannende Angelegenheit zu werden verspricht.
Von mir gibt es neben einer Leseempfehlung außerdem noch

4,5 von 5 Punkten.

Frank Christopher Schroeder – Wie ein Licht im Dunkeln

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Titel: Wie ein Licht im Dunkeln

Autor: Frank Christopher Schroeder

Verlag: Staackmann

Genre: Hardboiled Thriller

Seiten: 228

ISBN: 978-3-88675-131-0

Der Auftragskiller Kissinger sitzt im Todestrakt. Nicht weil er verurteilt worden wäre … Nein, irgendwer treibt ein grausiges Spiel mit ihm, denn weder darf er telefonieren noch hat er einen Anwalt und ein Urteil gibt es erst recht nicht. Er wurde gestgenommen und in den Todestrakt gepackt. Irgendjemand will seine Macht demonstrieren. In diesen Stunden der Ungewissheit begleitet ihn nur seine Bibel, deren Texte er bald auswendig kann. Doch wird diese Lektüre Kissinger läutern? Wird er doch noch einen Prozess bekommen oder was haben seine Gegner mit ihm vor?

Tja was sage ich zu dem Buch. Am Besten trifft es wohl zu, wenn ich sage, dass es mich schon irgendwie zum nachdenken gebracht hat, aber das ich kein Grauen, keine Gänsehaut, kein Thrillerfeeling hatte. Aber gut ich seh schon, ich fange am Besten vorne an. Zunächst der Titel und Cover. Das Cover hat leider, leider auch wenn es schick gemacht ist, so rein gar nichts mit dem Buch zu tun und ist daher leider nicht so ganz stimmig in meinen Augen. Der Titel erschließt sich nicht offensichtlich aus dem Buch, aber wer über das Buch nachdenkt, während er es liest, versteht ihn durchaus und damit wären wir dann auch schon nahtlos beim nächsten und vielleicht auch wichtigsten Punkt: Mitdenken bzw. Nachdenken. Wer das Buch verstehen will und damit Spaß haben muss nachdenken. Es ist kein Thriller den man einfach runterliest. Kein Standardformat in dem man mit einem Ermittler mitfiebert, sondern man steckt hier in der Figur des Killers. Man lernt die Abgründe seines Denkens kennen, aber auch seine moralischen Grenzen, Konflikte und gelegentlichen Zweifel. Das Schlimme ist eigentlich aber, dass er einem Trotz der Tatsache, dass er ein Auftragskiller ist, nicht unsymphatisch ist, sondern man sich eigentlich ganz gut in ihn reindenken kann. Erwähenswert ist auch, dass in dem Buch immer wieder zwischendrin Liedzeilen aus Metalwerken auftauchen, da Kissinger ein Metaler ist. Diese sind vom Autor als netter Bonus gedacht für all die Leute, welche sie kennen, denn so kommt man näher an Kissinger ran. Für die Geschichte selbst sind sie irrelevant, allerdings kommt man bei Lesen etwas ins Stocken, wenn man sie überspringen will oder -falls man sie gelesen hat- doch versucht ihren Sinn zu enträtseln. Viel wichtiger jedoch als all das ist die Tatsache, dass dieses Buch sehr weitreichend die religiöse Ebene berührt. Es ist nicht so, dass hier ausladende Fragen oder Dispute zum Thema Religion angeführt werden, viel mehr stellt der Autor wohldosiert und häppchenweise immer wieder die richtigen Fragen, welche einen nicht nur über den Protagonisten und seine Einstellung, sondern viel mehr über das eigene Leben und seine Sinnhaftigkeit nachdenken lassen. In dieser Hinsicht hat mich das Buch sehr berührt und hat auch in mir drin deutlich einiges angestossen. Was den Aspekt Thriller anging…. nun der wurde in meinen Augen leider schlichtweg vergessen und das ist auch der Punkt, warum das Buch letztlich nur

4 von 5 Punkten

bekommt, denn es ist super, aber für mich vollkommen falsches Genre, denn so etwas hätte ich im Leben nicht erwartet, wenn ich einen Thriller kaufe und für mich gehört es auch irgendwo nicht in diese Sparte.

Henry D. Rottler – Wolfsgrau: Nebelherz

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Titel: Nebelherz

Reihe: Wolfsgrau

Autor : Henry D. Rottler

Verlag: CreateSpace

Genre: Fantasy

Seiten: 282

ISBN: 978-1496030566

Der Festungsstadt Grauweiler steht eine Belagerung bevor. Hauptmann Huskgrim versucht mit seinen wenigen Soldaten, einigen Ordensschwestern und ein paar Söldnern die Verteidgung zu organisieren, als plötzlich 3 Explosionen die Stadt erschüttern. Nachdem sich der Staub gelegt hat, war das Osttor verschwunden und die Waffenkammer in Brand. Ob es ihnen dennoch gelingen kann sich aus dieser ausweglosen Situation zu befreien?

Insgesamt war ich bei dem Buch sehr zwiegespalten. Das Cover war schön gestaltet und auch farblich sehr passend, allerdings macht es weder neugierig noch hat es viel mit der Geschichte zu tun. Auch bei der Auswahl des Titels hat sich mir leider nicht wirklich erschlossen, was er mit dem Buch zu tun hat. Aber gut, Cover und Titel sind nicht alles und da man ja eh nicht weiss, wie Cover und Titel am Ende mit dem Buch zusammenpassen, bin ich neutral gestartet. Die Protagonisten waren dann schon mein erstes Problem, denn es gab meiner Meinung nach viel zu viele für den Umfang des Buches. Durch die Fülle bedingt, waren sie meiner Meinung nach auch zu schlecht ausgearbeitet und man erfährt zu wenig über sie. Dadurch hat die Geschichte leider etwas wenig Tiefgang. Da es min. 8 verschiedene Personen gibt aus deren Sicht die Geschichte spielt, wäre mir ein Erzähler sehr recht gewesen, der durch diese Geschichte durchführt. Inhaltlich waren klasse Ideen da, allerdings war die Umsetzung leider eher enttäuschend. Es waren einfach zu viele Ideen auf zu wenig Seiten, wodurch alles sehr gehetzt war und auch an den Details und Hintergründen gespart wurde, die der Geschichte die nötige Tiefe verleihen. Außerdem gab es einige Zeitsprünge, welche leider nicht deutlich herausgearbeitet wurden und den Leser erheblich ins Stocken bringen, weil er nicht mitkommt. An dieser Stelle hätte ich mir auch deutlichere Übergänge gewünscht. Was ich allerdings super fand, war der rabenschwarze Humor.Da hat der Autor auf jeden Fall richtig in die Vollen gelangt. Insgesamt ergibt sich daraus für mich ein Gesamturteil von

2 von 5 Punkten.

Andreas M. Sturm – Leichentuch

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Titel: Leichentuch

Autor: Andreas M. Sturm

Verlag: fhl

Genre: Regionalkrimi (Dresden)

Seiten: 310

ISBN: 978-3942829489

Pünktlich zu Weihnachten flieht der Bandenchef Rene Witkowski aus der JVA. Auf der Jagd nach den Polizisten, die ihn eingebuchtet haben, muss sich nun auch Kommissarin Karin Wolf in acht nehmen. Als ob diese nicht schon genug Ärger mit dem Fall Eichler hat, in dem alles nur verstockt schweigt und Karin einfach nicht weiterkommt. Zu ihrem Unglück tauchen immer mehr Leichen auf und auch in ihre Wohnung wird eingebrochen. Ob es Karin unter diesen Umständen noch gelingen kann die Nerven zu bewahren, sich selbst zu schützen und dann noch einen Mord aufzuklären?
Das Buch hat mich nicht so ganz überzeugt. Die Covergestaltung macht definitiv neugierig und ich nehme mal an, dass diese Statue in Dresden steht, aber sonst hat das Cover irgendwie so gar nichts mit dem Buch zu tun. Dennoch spricht es an, auch wenn es vielleicht eine falsche Erwartungshaltung hervorruft. Mit der Protagonistin Karin Wolf konnte ich leider nicht so recht mitfühlen. Sie war mir für eine Polizistin etwas zu leichtsinnig und eigenbrötlerisch. Was ich aber an ihr gut fand, war die Tatsache, dass sie lesbisch ist, da es eine eher ausgefallene Wahl des Charakteres ist. Auch das Team um sie herum war anders… nicht unbedingt immer zum Besten, aber anders definitiv. Negativ aufgefallen ist mir – aber nicht nur bei dem Team sondern allgemein – bei fast allen Charakteren, dass sie alle schwere Schicksalsschläge zu erdulden hatten. Es gab wirklich keinen der nicht, selbst oder ein Lebenspartner, vom Schicksal gebeutelt worden wäre. Zum einen dient mir das in der Geschichte zu oft als ausflucht, warum sich eine Figur nun so verhält wie sie es tut, obwohl ein ganz anderes Verhalten logisch wäre, zum anderen nervt es auch etwas, weil man die Figuren ja nicht bemitleiden will sondern mit ihnen eine Geschichte erleben. Für mich warens klar zu viele Schicksalsschläge. Die Geschichte selbsts las sich gut und flüssig weg, der Stil war auch ansprechend und man hatte wirklich Freude beim Lesen. Inhaltlich haben mich beide Handlungsstränge angesprochen, allerdings gab es gegen Ende hin auch eine Weile, wo einer der beiden Stränge sträflich vernachlässigt wurde. Insgesamt bekommt das Buch von mir mal

3 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für einen schnellen Krimi zwischendurch.

David Cirici – So riecht Glück

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Titel: So riecht Glück

Autor: David Cirici

Verlag: Dressler

Genre: Kinderbuch (9 – 11 Jahre)

Seiten: 145

ISBN: 978-3-7915-2748-2

Bei einem Bombenangriff verliert Locke seine Familie. Plötzlich wird aus dem Haustier Locke ein streunender Hund, der sich alleine durchschlagen muss. Doch egal wo er gerade ist und was er tut, nie vergisst er Jannicka und Mirek, die beiden Kinder zu denen er gehörte. Stets ist er auf der Suche nach ihnen, riecht ihre Düfte, manchmal wirklich, manchmal eingebildet. Doch die Umstände zwingen ihn immer weiter weg und so bleibt die Frage, ob er es schaffen kann sie zu finden und wieder mit ihnen glücklich zu werden?

Das Buch ist wirklich ganz große klasse. Auch wenn das Cover absolut schlicht ist und außer durch den schnüffelnden Hund nicht darauf schließen lässt um was für eine Art Buch es sich handeln könnte, so hat es dennoch etwas anziehendes in seiner Schlichtheit. Der Protagonist in diesem Buch ist ein Hund. Nichts besonderes eigentlich, aber wenn man sich dann die Zeit dazu betrachtet zu der dieses Buch spielt, nämlich im zweiten Weltkrieg, dann erhält das ganze schon wieder eine ganz andere Gewichtung. Ein Hund, der zwar symphatisch ist, aber eben ein Tier, dass wir nie ganz verstehen werden, sucht seine Familie… als ob es keine anderen Schicksale zu dieser Zeit gab, die mehr Gehör hätten finden sollen, sagt ihr? Locke ist kein Hund im klassischen Sinn. Natürlich es wird aus seiner Sicht dargestellt, aber dieser Hund könnte jeder von uns sein. Jeder der sich gegen ein Regime stellt, jeder der Mut beweist, weil er Dinge nicht tut, jeder der sich den falschen Dingen gebeugt hat, weil er es nicht besser wusste oder um sein Leben fürchten musste. Der Hund durchläuft alle Stadien in dieser Geschichte, er zeigt, dass man die Hoffnung nicht aufgeben darf, dass man an sich glauben muss, dass man daran glauben muss, dass sich Dinge ändern können, dass Dinge nicht immer verloren sind, nur weil sie so scheinen. Das Buch hat einen wahsinnig tiefsinnigen Hintergrund und hier steht viel mehr zwischen den Zeilen als in den Zeilen. Es ist einfach phantastisch gemacht und ich kann es einfach jedem nur empfehlen. Von mir gibts auch klare

5 von 5 Punkten.

Rolf Aderhold – Welfengold

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Titel: Welfengold

Autor: Rolf Aderhold

Verlag: Gmeiner

Genre: Historischer Krimi

Seiten: 278

ISBN: 978-3839214022

Jarre, Reiseunternehmer für ausgefallene Kulturreisen, bekommt von einem Colonel von einem Welfenschatz, aus dem vor hunderten Jahren 20 Teile verschwunden. Der Colonel will zusammen mit Jarre eine Reihe ungewöhnlicher Orte besichtigen und Jarre macht diese für ihn ausfindig. Als der Colonel schon am zweiten Ort ermordet wird, findet sich Jarre auf einmal mitten in einer Schatzsuche und im Visier der Killer wieder. Als die Morde ihm angehängt werden sollen, macht sich Jarre auf die Suche nach den Mördern. Ob er sie finden kann?

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover ist eher nichtssagend und lässt keine Rückschlüße auf das Buch zu, solange man es nicht gelesen hat. Nach der Lektüre des Buches wird einem die Covergestaltung klarer. Die Vorstellung, dass die Handlungen in dem Buch sich so oder so ähnlich wirklich in Deutschland zugetragen haben könnte ist sehr beänstigend, vor allem was die Antagonisten angeht. Diese waren dennoch gut gestaltet, auch wenn vollkommen unsymphatisch bzw. es sind Gestalten, denen ich lieber nicht begegnen möchte. Die Protagonisten hingegen waren symphatischer allerdings auch nicht so gestaltet, dass man sie unbedingt ins Herz schließt. Teilweise waren die Charaktere einfach zu sehr aus der Zeit heraus z.B. durch übertriebene Emanzipation oder waren einfach von ihrem Charakter her nicht ansprechend. Das Buch setzt ein gewisses Interesse an Geschichte voraus lässt sich aber sehr gut lesen und ist auch für jeden verständlich, der zu dieser Zeit noch nicht gelebt hat, da der Autor eine gute und gründliche Recherche betrieben hat. Die Wortwahl war meistens ansprechend und auch da Sprachniveau war nicht übertrieben hoch, so dass jeder auch die gesschichtlichen Hintergründe der Geschichte gut verstehen konnte. Irgendwelche Grundkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Insgesamt hat mir das Buch gefallen und ich würde es zumindest Krimilesern, die einen gewissen Hang zu deutscher Geschichte haben, empfehlen. Von mir bekommt das Buch daher

3,5 von 5Punkten.