Werner Gerl – Die Spur des Terroristen

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Titel: Die Spur des Terroristen

Autor: Werner Gerl

Verlag: T. Lindemann Offenbach

Genre: Krimi

Seiten: 282

ISBN: 978-3-95819-004-7

Marc Bourée, ehemaliger Polizist des Bundeskriminalamtes, hat sich selbstständig gemacht und sich darauf spezialisiert Leute verschwinden zu lassen, die ihr altes Leben hinter sich lassen wollen. Darunter der völlig harmlos erscheinende Karl Hausner, der sich an dem Tag an dem sein neues Leben beginnen sollte, zu einem Terroranschlag bekennt, welcher kurz zuvor verübt wurde. Trotz den Geständnisses glaubt Marc nicht an die Geschichte und ist der Meinung das Hausner nur als Strohmann diente. Als er auf eigene Faust zu ermitteln begann, da ihm keiner glauben schenkt, gerät er zwischen die Fronten. Hat Marc recht und wenn ja, schafft er es auch den wahren Terroristen zu Strecke zu bringen?

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich kann jetzt schon sagen, dass ich mich auf die angekündigte(n) Fortsetzung(en) freuen werde. Das Cover war ganz schlicht gehalten und zeigt eine Schattengestalt. Es passt perfekt, denn bis auf die letzten Seiten jagte man eigentlich nur einem Phantom hinterher. Ebenso passend war auch der Titel, denn die Protagonisten mussten viele Spuren verfolgen, von denen einige auch ins Leere führten und eigentlich war ihnen der Terrorist immer einen Schritt voraus.

Die Protagonisten waren wie Feuer und Wasser. Einerseits der lebensfrohe Marc, der sich nicht immer an Regeln hält, sondern auch mal die Mittel zum Zweck benutzt. Andererseits die prinzipientreue Julia, die sich wegen seines Verhaltens von ihm getrennt hat. Das gibt natürlich weiteren Zündstoff und lockert das Ganze auch etwas auf, denn die Idee hinter der Geschichte ist doch ziemlich besorgniserregend. Die Figur  des Marc ist ja an eine reale Person angelehnt und wen jemand über das Wissen verfügt wie man sich komplett von den Bildschirmen aller Behörden verschwinden lassen kann, ist das allein schon beängstigend genug. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn dieses Wissen einem Terroristen in die Hände fällt…

Alles in allem hat mir die Umsetzung sowie der flüssig zu lesende Schreibstil sehr gefallen. Das Einzige was mir nicht zugesagt hat war das klischeehafte Ende, aber trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle Krimifans und
4,5 von 5 Punkten

Spencer Quinn – Auf sie mit Gebell

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Titel: Auf sie mit Gebell

Autor: Spencer Quinn

Verlag: Blanvalet

Genre: Roman

Seiten: 352

ISBN: 978-3-7645-0438-0

Privatdetektiv Bernie Little und sein Hundepartner Chet sind ständig in Geldnot. Den Auftrag bei der nächsten Hundeshow auf die Rassehündin Princess als Leibwächter achtzugeben, verlieren sie  schneller wieder, als sie schauen können. Doch dann überschlagen sich die Ereignsse: Princess samt Frauchen Adelina werden entführt  und schnell werden Bernie und Chet als die Sündenböcke hingestellt. Das kann das Duo natürlich nicht auf sich sitzen lassen und stürzt sich mitten in die Ermittlungen. Doch anstatt Fortschritte zu erzielen verschwindet auch noch Bernies heimliche Flamme, die Journalistin Suzie, die an der Geschichte ebenfalls dran ist. Werden Chet und Bernie es wohl schaffen alle 3 heil aus den Klauen der Entführer zu befreien?

Insgesamt fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Das Cover leuchtet einem mit seinem knalligen Orange entgegen und auch der süße Hund lenkt die Blicke auf sich. Allerdings ist der süße Hund auf dem Cover nur eine Irreführung, denn in der Geschichte kommt er nicht vor. Chet wird als 100-Pfünder beschrieben, was mit der Welpe nichts gemein hat. Dennoch als Blickfang ist es gut gemacht.
Die beiden Protagonisten sind ne Marke für sich… Bernie ist einfach unbelehrbar und wirklich naiv und blauäugig. Irgendwie ist er nicht so mein Fall und ich kann ihm nicht so viel abgewinnen, einfach weil er sich oft wirklich anstellt und die offensichtlichen Dinge nicht bemerkt.
Chet dagegen ist ein sympathischer, cleverer Hund, sehr hilfsbereit und für sein Herrchen geht er jede Gefahr ein. Er handelt impulsiv und plötzlich, oft ohne zu denken und genau das macht ihn auch mit einem Tier authentisch.
Da die Geschichte aus seiner Sicht geschrieben ist, macht es sich der Autor stellenweise ein wenig einfach… viele Dialoge werden nicht ganz gehört, viele Gedanken nicht zu Ende gebracht, weil das Tier zu sprunghaft ist, etc. Klar ist es auch gut, dass auf das schlechte Zeitgefühl, das nicht wirkliche Langezeitgedächtnis u.ä. eingegangen wird und es auch in die Reaktionen des Hundes einbezogen wird, aber leider werden auch viele Spannungsmomente damit vernichtet. Insgesamt ist es aber sehr schön flüssig und unterhaltsam zu lesen und optimal geeignet als kleine Lektüre für zwischendurch, denn kurzweilig ist es auf jeden Fall. Von mir gibts dafür

4 von 5 Punkten

Thomas Bienert – Das Vermächtnis der Landgrafen

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Titel: Das Vermächtnis der Landgrafen

Autor: Thomas Bienert

Verlag: Sutton Roman

Genre: Historischer Krimi

Seiten: 368

ISBN: 978-3-95400-391-4

Dietmar Hellgreve ein angesehener Bürger der Stadt Eisenach wird von seinem Landsherrn dazu auserkoren einen Mordfall von zwei Eisenacher Kaufleuten zu untersuchen. Im Zuge seiner Ermittlungen scheint er die Mörder zu entlarven, entgeht jedoch kurz darauf selbst nur knapp einem Attentat, denn die Hintermänner haben Angst aufzufliegen. Wenig später kommt es zu weiteren Morden, die den Erbfolgekrieg zwischen Thürigen, Braunschweig und Hessen neu entfachen. Wird Dietmar den Krieg überstehen und die Mörder am Ende doch noch dingfest machen?

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Cover zeigt die Wartburg, die über der Stadt Eisenach thront die der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist. Der Titel hat auf den ersten Blick nicht viel mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Sie spielt zwar zur Zeit des Erbfolgekriegs, aber direkt von einem Vermächtnis kann hier nicht die Rede sein. Dennoch spricht das Cover einen optisch an und lädt ein den Klappentext zu lesen.
Der Protagonist Dietmar ist ein wohlhabender Kaufmann, der mir für die Zeit in der die Handlung spielt etwas zu aufgeschlossen ist und keine sichtbaren Schwächen zeigt. Andererseits ist auch er nur ein kleines Rädchen, das in die politischen Ränkespiele seiner Landsherrn verwickelt wird und manches Mal machtlos ist. Die Idee der Geschichte eine Intrige bzw. einen Mordfall zu ersinnen um die wirklichen geschehenen Kriege und Schlachten um die Gebiete von Thürigen zu erklären, hat schon etwas für sich und auch die Umsetzung kann sich wirklich sehen lassen. Immer wieder wurden historische Begebenheiten und Personen verwendet und sie in die Geschichte eingebunden, sodass ein spannender historischer Krimi im Hintergrund der Erbfolgekriege entstand. Bis auf ein zwei kleinere Wörter hat mir auch der Stil sehr zugesagt und ich konnte fast nicht aufhören mit dem Lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die historische Romane mögen und natürlich auch

5 von 5 Punkten.

Antonia Michaelis – Niemand liebt November

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Titel: Niemand liebt November

Autor: Antonia Michaelis

Verlag: Oetinger

Genre: Jugendbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-7891-4295-6

 

Es war einmal ein kleines Mädchen, dass hatte sich selbst einen Kuchen gebacken und 4 Kerzen darauf getan. Es waren 2 zu wenig. Sie war sechs Jahre alt. An diesem Tag stellte sie sich 2 Fragen: 1. Ist es sinnvoll weiterzuleben und 2. Ist es sinnvoll, alleine Geburtstag zu feiern…. Heute ist das kleine Mädchen „November“ Amber 17 Jahre alt und gerade aus ihrer betreuten WG ausgebüchst um zum einen ihre Eltern zu suchen und zum anderen den Jungen in dem rot-gelben Zelt, der sie bei der Suche unterstützen kann. Doch die Realtitäten scheinen zu verwischen und November scheint immer eine Spur zu langsam zu sein. Kann sie ihr Ziel erreichen oder wird sie vom Sumpf der Realtitäten verschlungen?

Das Buch war sehr interessant zu lesen. Das Cover zeigt das Zelt, welchem die Protagonistin nachjagt und ein Mädchen, welches wohl selbige darstellen soll. Allerdings ist es etwas falsch gekleidet, wenn man der Beschreibung aus dem Buch folgt. Das Wetter ist grauer Herbst mir Nebel und allem Schnickschnack der dazugehört. Es spiegelt schon von außen die Atmosphäre des Buches wieder. Der Titel ist hier aus dem Herzen der Protagonistin entnommen, welche sich ungeliebt fühlt, und hat keine beschreibende Funktion, dennoch sagt er schon einiges. Ich finde das Cover sehr gut gelungen.
Die Protagonistin konnte ich teilweise wirklich sehr gut nachvollziehen, teilweise blieben mir manche Dinge von ihr unverständlich. Sie ist tapfer und mutig, aber auch sehr misstrauisch und impulsiv. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie sich viel zu sehr treiben lässt und einfach mal schaut, wohin sie die Situationen bringen werden, auch wenn es einfach nur in riesige Schwierigkeiten ist… auch ihr Durchsetzungsvermögen ist nicht so ausgeprägt und sie lässt sich leicht zu Dingen überreden, die ihr schaden. Ich weiss nicht, ob ich sie wirklich sympathisch fand. Ich war es neugierig wie ihre Geschichte ausgeht, allerdings habe ich sie selbst eher als interessante Figur wahrgenommen und nicht als eine Protagonistin, die mir ans Herz wächst.
Die Geschichte an sich fand ich gut gemacht. Besonders gefallen haben mir die Gedichte am Anfang jedes Kapitels. Die Handlung an sich war manchmal etwas verwirrend, allerdings fügen sich die Fäden am Ende zusammen. Dennoch empfand ich die Geschichte als schwere Kost für ein Jugendbuch. Auch die ganze Thematik ist sehr ernst und es gibt wenig zum Lachen oder Freuen. Dennoch denke ich das die Thematik an einigen Kinder nahe dran ist und gut aufgearbeitet ist.
Ich tue mich hier sehr schwer Punkt zu vergeben oder es zu empfehlen. Es ist nicht schlecht, aber es ist anspruchsvoll, thematisch schwierig und irgendwie anders. Schlecht ist es nicht aber für die Zielgruppe auch irgendwie dann doch nicht 100% passend. Ich denke mal, dass ich mit

3,5 von 5 Punkten

ganz gut liege und es meine Einschätzung und Empfinden am ehesten trifft.

Christian Sepp – Sophie Charlotte

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Titel: Sophie Charlotte

Autor: Christian Sepp

Verlag: August Dreesbach

Genre: Biographie

Seiten: 288

ISBN: 978-3-944334-37-0

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Schon als ich es das erste Mal in die Hand nahm, habe ich mich in es verliebt. Die Gestaltung des Buches ist einfach perfekt gemacht. Der dunkelrote Buchschnitt und ein gleichfarbiges Band als Lesezeichen haben es mir sofort angetan und auch das Bild ist in schwarz-weiss mit einem Rotstich farblich perfekt abgestimmt und zeigt die junge Sophie Charlotte. Der Titel gibt uns auch noch gleich Aufschluss darüber, wer denn diese Sophie Charlotte genau ist, denn in der Geschichte geht sie neben ihrer großen Schwester Sisi schon sehr unter.
Nachdem das Cover so schön gestaltet war, habe ich natürlich auch vom restlichen Layout einiges erwartet und wurde nicht enttäuscht. Es gab eine Menge Bilder und zwar nicht nur von Sophie Charlotte sondern quasi von jeder wichtigen Person in ihrem Leben, so dass die vielen Namen Gesichter bekamen und wesentlich einfacher zu greifen waren. Auch die Schriftgröße und der Zeichenabstand waren sehr gut zu lesen, so dass es schon rein optisch eine runde Sache war.
Die Fakten waren vom Autor sehr gut recherchiert und wenn er sich an wenigen Stellen doch einmal auf die spekulative Ebene begeben hat, so hat er klar darauf hingewiesen. Besonders zu erwähnen ist aber nicht die reine Fülle an Informationen, welche schon beeindruckend genug gewesen wäre, sondern die Art wie diese aufbereitet wurden. Es ist einfach nur genial, wie der Autor es schafft einen vollkommen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Diese Biographie fesselt wie ein Roman und man hofft und leidet mit Sophie mit, man regt sich über gewisse Dinge auf und schimpft auch mal auf ihr Umfeld. Eine solche Bindung in eine Biographie habe ich selten erlebt und wenn waren dies autobiographische Werke, so dass ich wirklich sagen kann, dass dem Autor hier ein kleines Kunststück gelungen ist und sich so einige davon eine Scheibe abschneiden sollten. So sollten Biographien und Geschichte aufbereitet werden, damit man Spaß daran findet und die Dinge nicht in Vergessenheit geraten.
Die einzige Kleinigkeit, welche ich zu bemängeln hatte, war dass 2-3 Wörter vielleicht per Fußnote erklärt gehört hätten und 5 Zeilen Englisch besser übersetzt worden wären, aber das ist zu vernachlässigen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und höchstes Lob an den Autor. Etwas anderes als

5 von 5 Punkten wäre hier gar nicht denkbar.

Astrid Schlupp-Melchinger – Einmal rundherum

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Titel: Einmal rundherum

Autor: Astrid Schlupp-Melchinger

Verlag: emons:

Genre: Lesebuch für Stuttgart und Region

Seiten: 224

ISBN: 978-3-95451-411-3

In dem Buch dreht und wendet sich alles um Stuttgart und die Region drumherum. Es werden über alle möglichen Gebäuden, Gebiete und Anlässe kurze Anekdoten erzählt.

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen, allerdings ist es kein Buch, welches man am Stück durchlesen sollte. Das Cover sticht mit seinem knalligen Gelb aus der Masse heraus und die Bauwerke am Rand tauchen im Buch dann auf. Der Titel ist etwas verwirrend und wird durch den Untertitel auch nur teilweise klar, denn unter dem Begriff „Lesebuch“ verstehe ich landläufig eine Lesefibel für die Schule.

Die einzelnen Erzählungen/Erklärungen waren thematisch wirklich enorm breit gestreut und es hat sich zu jedem Bereich etwas angefunden, so dass dieses Buch unabhängig von Interessensgebieten jedem ein Nachschlagwerk sein kann. Auch das Layout war gut gemacht und hatte auch eine klare Struktur, welche noch einmal in Kapitel unterteilt war. Die Bilder haben das Ganze abgerundet.

Mir persönlich hat am Besten gefallen, dass es auch Bezug auf die historischen Hintergründe nahm und das ganze Themengebiet Wassser, welches sich u.a. mit der Thermenlandschaft und deren Entstehung in der Region auseinander setzt.

Wer sich für die Stuttgarter Umgebung interessiert, ist mit diesem Büchlein gut beraten. Ein Leseempfehlung an sich gebe ich nicht, da man das Buch wie gesagt eher als Nachschlagwerk anstatt als Leselektüre betrachten muss. Von mir gibt es

5 von 5 Punkten.

Ellen Heidböhmer – Bademanteltag

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Titel: Bademanteltag

Autor: Ellen Heidböhmer

Verlag: nymphenburger

Genre: Ratgeber, Bereich Wellness und Entspannung

Seiten: 113

ISBN: 978-3-485-02822-6

Inhaltlich ist das Buch eine Sammlung von einer Menge Ideen, welche Anregen sollen. Es finden sich Dinge aus dem Bereich Yoga, Meditation, aber auch Achtsamkeit und Mudras. Abgerundet wird das ganze von Rezepten zur Herstellung von tollen Körperpflegemitteln und kulinarischen Köstlichkeiten, welche nach der Verwöhnung unseres Geistes und der Seele, nun den Körper verwöhnen sollen.

Mir persönlich hat das Buch absolut gut gefallen. Das Cover spricht schon total an und auch der Titel macht neugierig. Man will wissen was hinter dem Wort Bademanteltag steckt und bekommt dann ein Konzept präsentiert, dass schöner nicht sein kann. Es ist perfekt abgestimmt und schon beim Lesen wird die ganze Harmonie spürbar. Es ist gut überlegt und kein Schnellschuss. Die Autorin hat sehr gezielt und durchdacht Dinge zusammengestellt und auch in verschiedene Schwierigkeitesstufen eingeordnet, damit jeder seinem eigenen Stand angemessen arbeiten kann und sich keiner über- oder unterfordert fühlt. Aber auch zwischen den einzelnen Schwierigkeitsstufen kann man sehr gut mischen und auch dann harmoniert noch alles zusammen.
Die Rezepte für Körpepflegemittel und auch die Kochrezepte sind leicht herzustellen und einfach erklärt, so dass eigentlich nichts schiefgehen kann. Außerdem bekommt man die meisten Mittel wirklich um die Ecke und nur für ganz weniges musste ich einen Onlineshop bemühen. Einzig die Allergikerfreundlichkeit könnte noch ein wenig verbessert werden, da hier doch für gewisse Allergikergruppe einige Einschränkungen vorliegen. Aber sonst kann man wirklich nicht meckern.
Auch die Gestaltung des Covers und das Layout sind freundlich, bunt und total ansprechend. Es wird viel mit Bildern und Schnörkeln gearbeitet und dennoch wirkt das Buch nirgends überladen und ist in sich sehr stimmig. Von mir gibts eine klare Leseempfehlung für jeden, denn die Thematik sich selbst wieder in den Einklang zu bringen ist wohl für jeden wichtig. Außerdem gibt es von mir

5 von 5 Punkten

und das obwohl ich mit Esoterik nichts am Hut habe, also lest das Buch, denn es lohnt sich total auch für sehr bodenständige Menschen.

J.F. Penn – Desecration / Verletzung

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Titel: Desecration / Verletzung

Autor: J.F. Penn

Verlag: The Creative Penn Limited

Genre: Psychothriller

Seiten: 300

ISBN: 9781500382216

Mitten in der bizarren Ausstellung von eingelegten Körperteilen des Hunterian Museums bietet sich der Ermittlerin Jamie ein schreckliches Bild. Die Leiche der jungen Anwältin Jenna liegt aufgeschnitten und mit herausgetrennter Gebärmutter in mitten der skurrilen Ausstellungsstücke. Die Ermittlungen führen sie tief in eine Welt, welche für sie nicht zu begreifen ist, denn wer stellt sich schon plastinierte Leichen als Kunstgegenstände auf und wie kann man es schön finden solche zu erschaffen? Kann Jamie in dieser Welt wirklich bestehen und werden ihr die psychometrischen Fähigkeiten von Blake weiterhelfen?

Das Buch hat mir richtig gut gefallen, allerdings war die Covergestaltung überhaupt nicht mein Fall. Das Cover hat zuviele verschiedene Farben und wirklich zusammengewürfelt und überladen. Außerdem hat die Hand der Frau den Anschein als wären nur 4 Finger dran. In der Buchhandlung wäre es wohl kein Buch, dass ich sofort in die Hand nehmen würde. Da das Cover des Ebooks wesentlich schöner gestaltet ist, würde ich auch dieses für die Prints verwenden. Der Titel des Buchs klingt absolut harmlos und erschließt sich mir auch nicht so ganz, denn die Inhalte haben weniger mit Verletzungen als mit wesentlich schlimmeren Dingen zu tun.

Die Protagonistin an sich ist eine sehr widersprüchliche Person, mit welcher ich so eine Schwierigkeiten hatte. In ihrem Job ist sie unkonventionell, flexibel und gut, aber ihre Art und auch der Umgang mit ihrer Tochter missfallen mir an vielen Stellen total. Dennoch ist sie nicht unsympathisch, aber ich bin irgendwie eher distanziert von ihr geblieben.

Die Idee der Geschichte gefiel mir richtig gut und die Umsetzung war gut gemacht. Mir hat besonders der Mix aus Realität und Fiktion bei den Schauorten und den Mythen drumherum zugesagt. Aber auch die Thematik war einfach mal erfrischend anders. Das Buch ist aber definitiv nichts für schwache Nerven, denn viele blutige und abstoßende Szenen werden doch sehr genau beschrieben. Mir persönlich hat aber eben das daran gut gefallen, denn das Buch nimmt das Wort Psychothriller mal wieder richtig auf und erfüllt den Auftrag daran total. Auch stilistisch hat mir das Buch sehr zugesagt, weil es einfach mitreißt. Die Handlungen und Orte sind gut beschrieben und man kann sich so richtig reindenken in das Buch. Man fliegt auch förmlich über die Seiten, weil man in dem Stil quasi aufgeht.

Daher kann ich es auch nur allen Leuten mit starken Mägen und guten Nerven empfehlen die Psychothriller auch so sehr lieben wie ich. Von mir gibts

4 von 5 Punkten

und die Hoffnung, dass ich mich im nächsten Teil mehr mit Jamie anfreunden kann.

Elke Schwab – Pleiten, Pech und Leichen

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Titel: Pleiten, Pech und Leichen
Autor: Elke Schwab
Verlag: Sutton Krimi
Genre: Krimi
Seiten: 256
ISBN: 3-978-3-95400-385-3

Jenny arbeitet in einer Bäckere im Europa-Center, ist aber trotzdem chronisch verschuldet. Deshalb bessert sie ihr mickriges Gehalt hin und wieder mit ein paar Diebstählen auf. Als sie es eines Tages ein teures Parfüm stehlen will um es anschließend auf Ebay zu verkaufen, erwischte sie der Chef vom Wachdienst und nach einer kurzen Rangelei, liegt er tot am Fuß einer Treppe. Wird Jenny es schaffen heil aus der ganzen Sache rauszukommen, obwohl sie nicht vorhat zur Polizei zu gehen und die Sache aufzuklären?

Das Buch hat mir insgesamt relativ gut gefallen.Das Cover zeigt die Skyline einer Stadt, die wohl Saarbrücken darstellen soll und einen roten High-Heel. Was es mit diesem auf sich hat, wird im Laufe der Geschichte klar. Der Titel passt perfekt, denn in diesem Buch gibt es von allem genügend. Vor allem die Protagonistin ist damit mehr als nur geplagt.
Die Protagonistin Jenny ist eigentlich eine sympathische Person, die schlichtweg vom Pech verfolgt ist. Andererseits hat sie die Situationen auch selbst heraufbeschworen und deshalb hat sich zumindest bei mir das Mitleid in Grenzen gehalten. Manchmal habe ich mir auch gewünscht, dass sie einen ordentlichen Denkzettel bekommt. Auch die anderen Charaktere sind gut beschrieben, wobei ich von ihrer Oma am meisten schockiert war.

Die Idee, die Geschichte mal aus der Sicht des vermeintlichen Täters zu zeigen war auf alle Fälle sehr interessant und auch die Umsetzung hat mir gefallen. Es war auf alle Fälle richtig witzig, da Jenny eigentlich immer nur vom Regen in die Traufe stolpert. Die Geschichte ist spannend und sehr flüssig geschrieben, sodass man sie schnell lesen konnte, auch wenn ich dem Ende eher zwiespältig gegenüber stehe. Eigentlich passt es perfekt, da es ebenso wie die Geschichte anders ist, als das Übliche, aber irgendwie ist da so ein bitterer Nachgeschmack der mich nicht ganz glücklich macht.

Das Buch eignet sich für jeden der schwarzen Humor gerne mag und auch gegen eine teilweise Überzeichnung nichts einzuwenden hat, denn so viel Pech bzw. Glück ist schon nicht mehr normal. Insgesamt vergebe ich aber dennoch nur

3 von 5 Punkten,

weil es meinen Geschmack nicht so ganz getroffen hat, besonders gegen Ende.

Sabine T. Ruh – Der Tag X

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Titel: Der Tag X

Reihe: Kleine Edition #4

Autor: Sabine T. Ruh

Seiten: 18

Ein kurzer Auszug aus dem Leben einer Frau, die ihr Leben dem Reisen verschrieben hat und an jedem Ort nur 100 Tage bleibt… ihr Leben lang.

Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover war etwas nichtssagend und der Titel hat auch nicht viel verraten, hat aber am Ende den Inhalt doch sehr gut getroffen, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet hätte.

Die Protagonistin konnte einem bei einer solchen Seitenzahl nur ein Rätsel bleiben, allerdings ist das auch nicht schlimm. Man kannte zwar die Hintergründe nicht, allerdings habe ich sie trotz allem für ihre Konsequenz und ihre Entschlossenheit bewundert. Das hat die Autorin auch in der Kürze der Seiten herausgestellt.

Die Geschichte an sich fand ich prima, denn irgendwie hätte man sie aufblähen können und mehr erzählen, aber es war nicht nötig, ich habe das Gefühl es ist eigentlich alles gesagt worden was wichtig war.

Stilistisch hat es mir gut gefallen, es liess sich schön und verständlich lesen, hat trotzdem eine gewisse Tiefe transportiert und war trotz der Kürze für die eine oder andere Überraschung gut. Lediglich die verhältnismäßig vielen Rechtschreibfehler auf der Kürze des Buches habe ich zu bemängeln.

Ich vergebe dennoch

5 von 5 Punkten.