Tommy Jaud – Resturlaub

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Titel: Resturlaub

Autor: Tommy Jaud

Verlag: Fischer

Genre: Männerroman

Seitenzahl: 256

ISBN: 978 – 3- 596 – 16842 -2

Der Bamberger Peter „Pitschi“ Greulich ist mal wieder mit seinem größten Horror konfrontiert. Einer Hochzeit. Doch diesmal ist es nicht irgendjemand sondern sein bester Freund und während alle sich freuen, macht sich in ihm die Panik breit. Seine Freundin Biene denkt ans Eigenheim, Kinder und Hochzeit, außerdem steht zum zigsten Mal der alljährliche Malleunrlaub an. Die gleichen Leute im gleichen Hotel mit den gleichen Geschichten. Pitschi muss dringend raus. Das ist alles zu viel für ihn. Gesagt, getan. Er setzt sich nach Argentinien ab und versucht am anderen Ende der Welt sein Glück zu finden. Ob das wirklich so ein guter Plan ist?

Vom Hocker hat mich das Buch sicherlich nicht gerade gerissen, aber schlecht war es auch nicht. Die Covergestaltung, naja, zum Buch wirklich passend finde ich sie nicht gerade und leider ist sie auch sonst nicht gerade der Eyecatcher aber gut, da kann man ja auch mal darüber hinwegsehen. Da Bamberg bei mir ganz in der Nähe ist und man die Lokalitäten eben kennt, war ich natürlich erfreut mal eine Geschichte lesen, in der es einen Bezug zu meinem Leben gibt. Auch die fränkische Art der Kommunikation ist sehr nett auf die Schippe genommen und macht Spaß. Die Frage ist nur, ob das Buch auch jemand versteht, der nicht so gut fränkisch kann. Auch weiter hinten, haben mich die vielen spanischen Passagen eher genervt, denn bei aller Liebe zu Argentinien. Der Protagonist war dort, hatte Mimik, Gestik, etc. Ich sass als Leser oft nur vor dem Buch und habe mich gefragt, was will der Autor damit. Am Anfang war es lustig, aber irgendwann hat es wirklich nur noch genervt. Aber gut, dass ist sicher Geschmackssache. Zum schmunzeln hat mich das Buch sicherlich das öfteren gebracht und der Protagonist hat mir sehr zugesagt, vielleicht auch, weil er mich sehr an einige männliche Freunde erinnert hat. Er war einfach autentisch und aus dem Leben gegriffen. Stilistisch war ich mittelprächtig zufrieden. Das Buch las sich auf jeden Fall gut und hat Spaß gemacht, allerdings hat es sich meiner Meinung nach stellenweise auch sehr gezogen und sich an Unwichtigkeiten aufgehalten. Empfehlen würde ich es tatsächlich hauptsächlich Männern, aber bei denen bin ich mir relativ sicher, dass sie ihren Spaß damit hätten, auch wenn sie sich das eine oder andere Mal sicher ertappt fühlen werden. Von mir gibts dafür

2,5 von 5 Punkten.

Anthologie – Manhattan tender

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Titel: Manhattan tender

Autor: Diverse

Verlag: Cindigo

Genre: Kurzgeschichten

Seiten: 240

ISBN: 978-3-944251-23-3

 

Dieses Buch ist eine Sammlung von Geschichten in, um und über New York. 9 Kurzgeschichten aus völlig verschiedenen Blickwinkel zeigen dem Leser die verschiedensten Facetten. Da ich weiss, dass ihr neugierig seid, gebe ich euch erstmal eine kurze Übersicht, was euch so alles erwartet:

1. New York aus der Sicht von Hundebesitzern und wie die Vierbeiner trotz der kalten Jahreszeit noch für neue Freundschaften und Wärme sorgen können.

2. Die Geschichte von Kela und Valerie, zwei Musikstudentinnen deren Liebesleben unterschiedlicher nicht sein könnten und zusammen eine WG bewohnen.

3. Hausmeister Reginalt erzählt die Geschichte seine toten Bruders, der aus einfachen Verhältnissen kommt und viel erreicht hat.

4. Die Lehrerin Irmi besucht New York als sie eine Auszeit braucht und es verändert ihr Leben.

5. Zora zieht nach der Trennung von ihrem Freund zu ihrer Brieffreundin Muriel in eine New Yorker WG, um das Leben wieder geniessen zu lernen.

6. Ein Mädchen aus einer Kleinstadt zieht nach Berlin, doch ihre wahre Sehnsucht gilt New York.

7. Laura hat Streit mit ihrem Freund und verbringt daher Weihnachten alleine in New York, doch dann begegnet sie ihrem toten Onkel.

8. Aus dem Leben einer illegalen Einwanderin.

9. Festessen bei einer türkischen Familie (dt. und eng. Version)

9 Geschichten wie sie verschiedener nicht sein könnten und doch verbindet sie der Traum von New York. Es ist schwierig eine so komplexe Zusammenstellung zu bewerten, aber was ich sagen kann, ist, dass jede Geschichte ihren eigenen Zauber hatte. Es wurden verschiedene Erzählperspektiven angewandt und auch sonst unterschieden sich die Geschichten in der Schreibweise so sehr wie ihr Inhalt und ihre Autoren. Es macht Spaß das Buch zu lesen und es liest sich auch sehr gut und flüssig, doch nach mancher Geschichte musste ich es weglegen und zunächst einmal darüber nachdenken und es sacken lassen. Man erhält eine Einladung zum träumen und man kann ihr nur zuleicht folgen, um sich dann auf einmal selbst mitten in New York wiederzufinden. Natürlich gab es auch hier Geschichten, die mich mehr oder weniger bewegt haben, aber das ist bei einer Anthologie auch normal. Am Besten gefallen haben mir die Geschichten von Reginalt, Zora, Kela und Valerie. Sie haben mich besonders berührt und weil ich mich absolut mit ihnen identifizieren konnte. Was das Cover angeht, dachte ich zunächst, dass es absolut nichtssagend ist, aber man stellt fest, dass es sich auf Zoras Geschichte bezieht, auch wenn es kein Bild ist, was man zuerst in den Kopf bekommt, wenn man an New York denkt. Würde ich dieses Buch empfehlen? Wer New York liebt und davon träumt für den ist das Buch genau das Richtige. Wenn man von der Stadt nichts hält, wird man auch an dem Buch wenig Freude haben, aber wer liebt New York nicht. Von mir gibts

4 von 5 Punkten.

Emma Garcia – Liebe auf den ersten Klick

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Titel: Liebe auf den ersten Klick

Autor: Emma Garcia

Verlag: Blanvalet

Genre: Liebesroman

Seiten: 480

ISBN: 978-3-442-38288-0

Vivienne Summers wird kurz vor ihrer Hochzeit mit dem reichen Rob von ihm sitzen gelassen. Sie zieht in eine eigene Wohnung, schlägt sich mit ihrem Job in der Werbeabteilung durch und hat vor allem eins – Liebeskummer. Schließlich beschließt sie die Seite nevergoogleheartbreak.com ins Leben zu rufen, als Anlaufstelle für alle Verlassenen, zum Austausch, jammern, aufbauen und was eben dazu gehört. Doch statt ihre eigenen Tipps zu befolgen verlaufen ihre Zusammentreffen mit Rob desaströs und den ist da auch noch ihr bester Freund Max, der sie immer wieder aus dem Mist boxt. Wird Viv es am Ende schaffen Rob wiederzugewinnen oder ihr Leben wenigstens zu ordnen, denn da läuft so einiges drunter und drüber.

Tja, was sag ich euch zu dem Buch… WOW – ich bin hammermäßig positiv überrascht. Ich steh überhaupt nicht auf Schnulzen, aber das Buch ist ein echter Pageturner. Das hatte ich ausgelesen wie nichts und es wurde mir nie langweilig dabei, ich war immer Feuer und Flamme. Aber jetzt mal der Reihe nach. Also der Titel an sich ist etwas irreführend. Wer sich verspricht eine klasse Internetbeziehungskiste zu lesen, der ist hier an der ganz falschen Adresse. Mit dem Fremden übers Internet kennenlernen hat das Buch ungefähr soviel zu tun wie ein Pferd mit Schweinegulasch. Das Cover find ich dafür aber richtig süß gemacht mit den ganzen Herzchen und der Herzmaus. Die Protagonistin… also mein Fall ist sie nicht. Sie ist gut geschrieben, aber ich habe die meiste Zeit über sie den Kopf geschüttelt, weil sie oft so naiv und unbedacht ist. Eben gar nicht wie eine Frau um die 30 sein sollte. Sie handelt oft eher wie eine 19-jährige. Mir war tatsächlich Max, der sich von einer Nebenrolle zu einer Hauptrolle gemausert hat am liebsten und mit ihm ging ich eher konform, wenn auch nicht in allem. Stilistisch ist das Buch prima. Es ist flüssig geschrieben, fesselt und lässt sich auch gut lesen. Das Buch bietet immer wieder überraschende Wendungen und Entwicklungen, so dass es einem auf jeden Fall nie langweilig wird und man kann sich so richtig darin festlesen. Ich kann es nur empfehlen und tadaaa heute ist Prämieretag. Das erste Mal in meiner Laufband als Leser bekommt eine Schnulze von mir

5 von 5 Punkten.

Virginia Ironside – Nein! Ich will keinen Seniorenteller!

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Titel: Nein! Ich will keinen Seniorenteller!

Autor: Virginia Ironside

Verlag: Goldmann

Genre: Roman

Seiten: 288

ISBN: 978 – 3 442 – 47802 – 6

Marie steht kurz vor ihrem 60. Geburtstag und sie freut sich. Sie freut sich endlich zum alten Eisen zu gehören, Seniorenrabatte zu bekommen und endlich nicht mehr jung und frisch sein zu müssen. Ihr sind die ganzen Senioren zuwider die sich durch Volkshochschulkurse quälen und noch dies und das tun, nur um jung zu erscheinen. Marie selbst sieht dem gelassen entgegen und freut sich auf ihre Rolle als Oma. Außerdem ist ihr Jugendschwarm frisch verwitet und vielleicht ist ja auch da noch was für die alleinstehende Lady zu holen.

Das Buch hat mir gut gefallen. Schon das Cover finde ich toll gemacht. Das Klöppeldeckchen außen ist so richtig typisch Rentner und auch, dass es geprägt ist, gibt dem Ganzen nochmal einen ganz anderen Touch. Auch der Kater in der Mitte des Tellers ist einfach goldig und das er den Fisch mit Muffins angeln will… ich find es lieb anzuschauen. Das Buch an sich ist als Tagebuch gestaltet und macht sich richtig gut. Man kriegt immer mal Auszüge mit, mal Tage wo auch nur mal Belangloses steht, mal eine Weile überhaupt nichts. Eben ganz ein Tagebuch, dass zwar liebevoll aber nicht nicht zwanghaft geführt wird. Die Protagonistin an sich ist auch eine sehr liebenswerte, alte Dame, manchmal ein bisschen schrullig, manchmal etwas überängstlich aber einfach gut dargestellt, so dass man absolut mitfühlen kann. Stilistisch ist das Buch einwandfrei. Supertoll zu lesen, man kann es echt verschlingen, aber durch die Tagebuchabschnitte bietet sich auch immer mal die Gelegenheit, dass man das Buch doch wieder aus der Hand legen kann, auch wenn es zunehmend schwerer wird… nur noch einen Tag, ach der nächste ist auch kurz, dann den auch noch schnell, usw… Die Protagonistin nimmt sich und die Welt der alten Leute auf ganz liebenswerte Welt auf den Arm und ich kann das Buch ruhigen Gewissen nicht nur der Generation ab 50 empfehlen, sondern würde es auf jeden Fall auch jungen Lesern ans Herz legen. Man kann auf jeden Fall eine Menge Spaß haben, aber man lernt auch die Macken der älteren Generation ein wenig kennen und verstehen. Von mir gibts dafür

5 von 5 Punkten.

Dr. Wort – Klappe zu, Affe tot

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Titel: Klappe zu, Affe tot

Autor: Dr. Wort

Verlag: Rowohlt

Genre: Sachbuch

Seiten: 224

ISBN: 978 – 3- 49962 -6326

Da es zu diesem Buch keinen wirklichen Inhalt gibt, müsst ihr leider auf diesen verzichten. Es handelt sich um ein Buch, welches als Nachschlagewerk für Redewendungen gedacht ist. Von „Bahnhof verstehen“ über „schnurstracks“ bis hin zu „wie Hechtsuppe ziehen“ ist alles dabei. Der Klappentext versprach lehrreiche wie vergnügliche Erklärungen. Was das lehrreiche angeht, würde ich das auch sofort unterschreiben, denn informativ war es auf jeden Fall. Dafür allerdings, dass Dr. Wort Mitarbeiter eines Radiosenders ist und das auch gesendet hat, hatte ich mir was den Spaßfaktor angeht deutlich zuviel versprochen. Ich hatte beim lesen ungefähr soviel Spaß als hätte ich ein Schulbuch als Unterhaltungslektüre mitgenommen. Die Erklärungen an sich sind meistens ganz gut und man kann tatsächlich auch einiges dabei lernen, aber ich würde das Buch nicht empfehlen um es auf einmal zu lesen, sondern eher als Nachschlagewerk z.B. für Eltern mit Kindern, die mal mit der Frage konfrontiert werden, warum man was nun so sagt und was das eigentlich genau heißen soll. Auch wenn man mal bei seinem Deutschlehrer punkten will, eignen sich die Erklärungen sicherlich prima. Aber Unterhaltungsliteratur ist das sicherlich keine. Der Titel spricht leider dann doch deutlich mehr als er halten kann. Bei mir gibts dann auch diesmal wieder 2 Noten, da ich hier gerne differenzieren möchte:

Lesespaß: 1 von 5 Punkten

Lehrpotential: 3 von 5 Punkten.

André Marx/Boris Pfeiffer – Das wilde Pack

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Titel: Das wilde Pack

Autoren: André Marx / Boris Pfeiffer

Verlag: Kosmos

Reihe: Das wilde Pack, Band 1

Genre: Kinderbuch

Seiten: 128

ISBN: 3440110370

Der Wolf Hamlet lebt im Zoo. Doch als Zoodirektor Müller ihn töten will um einen Pelz für seine Tochter  aus ihm zu machen will, suchen er und sein bester Freund, der Gorilla, Barnabas einen Ausweg. Mit einer List gelingt es den beiden Hamlet zu befreien, doch Barnabas bleibt zurück. Hamlet verspricht ihm, dass er ihn auch rausholen will, aber zunächst muss er das wilde Pack finden. Eine Bande wilder Tiere, welche aus den Zoos ausgerissen sind und nun in Freiheit an einem geheimen Ort, dem Paradies, leben und um die sich viele Legenden ranken. Ob diese Unternehmung gelingen kann und die Legenden halten können was sie versprechen?

Mein Sohn und ich haben mal wieder ein tolles Buch für eine Leserunden bekommen und zusammen eine Rezension geschrieben. Wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr hier. Wir waren uns schon bei der Covergestaltung einig, dass das Buch absolut verlockend  und auch die Bilder im Buch haben uns sehr zugesagt, wobei er sich hier etwas mehr Farbe gewünscht hätte. Die Geschichte war auf jeden Fall durchweg spannend, was für meinen Sohn sicherlich toll, für meine Stimmbänder bisweilen etwas anstrengend war. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß beim vorlesen und die Charaktere wurden uns schnell symphatisch. Es war auch schön zu sehen, wie man Sohn sich über die Ungerechtigkeiten, welche bisweilen vorherrschten, aufregen konnte und er mitten in der Geschichte war. Verständnisprobleme gab es überhaupt keine und so konnen wir auf jeden Fall sagen, dass dieses Buch absolut passend ist für die Altersgruppe. Die Spannungsbögen waren gut gehalten, allerdings manchmal fast etwas zu lang. Es war schwierig das Buch wieder wegzulegen, ohne das mein Sohn fast geplatzt wäre vor Spanung. Was generell eigentlich eine positive Sache ist, allerdings für diese Altersgruppe nicht ganz perfekt, da Kinder nicht so ein langes Durchhaltevermögen beim lesen haben und die Mütter sicherlich auch kein ganzes Buch am Stück vorlesen können. Was mein Sohn daran besonders begeistert hat, war die Findigkeit und Schlauheit mit der Hamlet alle Probleme angegangen ist und auch sein großes Herz und die Freundschaft mit der er anderen begegnet ist, obwohl es ihm sicher nicht immer leicht gemacht wurde. Mir persönlich waren einige Passagen vielleicht doch etwas zu sehr übertrieben, aber meinem Sohn hat es gefallen und das ist die Hauptsache. Er will auf jeden Fall die Fortsetzungen lesen, daher werden wir das machen. Empfehlen würde er das Buch seinen Freunden auch, also bekommt es auch von mir eine Leseempfehlung, denn ich glaube mein Sohn weiss schon ganz gut, was man ihn seinem Alter so liest. Gesamtnote gibt es natürlich auch und zwar

4 von 5 Punkten.

Sabrina Qunaj – Die Tochter des letzten Königs

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Titel: Die Tochter des letzten Königs

Autor: Sabrina Qunaj

Verlag: Goldmann

Genre: Historischer Roman

Seiten: 704

ISBN: 978-3-442-47988-7

Als Nesta 8 Jahre alt ist ziehen die Normannen durch das Land der Walliser, brandschatzen und erobern es Stück für Stück. Nesta ist die Tochter eines wallisischen Fürsten und wird an einen normannischen Hof verschleppt. Dort soll sie aufwachsen und später soll sie politisch nützlich verheiratet werden. Der Lord des Hofes de Montgomery behandelt das Mädchen nicht gerade gut und Nesta erlebt eine traurige Kindheit. Doch als sie 13 Jahre ist, ändert sich plötzlich alles für sie. Der König und sein Gefolge besuchen Shrewsbury und der Bruder des Königs, Henry, ist mehr als angetan von der hübschen Nesta. Das ist vielleicht ihr Glück, denn bei seiner Abreise nimmt er das Mädchen mit und von nun an darf sie am königlichen Hof leben. Ob sie dort wohl als einzige Walliserin unter Normannen zurecht kommen wird? Und wird wohl aus ihrer kindlichen Liebe zum Bruder des Königs?

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde freundlicher Weise kostenlos von der Autorin zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Also vorweg schicken möchte ich, dass dieses Buch von der Art und Weise her wie es geschrieben ist, ein absoluter Pageturner ist. Da es doch recht viele Seiten hat, sollte man es sich definitiv vornehmen, wenn man gerade mehr Zeit zum lesen hat. Diesen Ratschlag habe ich selbst nicht berücksichtigt (wohl, weil ihn mir vorher keiner gab) und ich hab mich permanent geärgert, dass ich net weiterlesen konnte. Die Spannung kann einen schon echt wahnsinnig machen.

Anfangs habe ich mich sehr schwer getan das Buch in die Hand zu nehmen und ich muss echt sagen, dass die ersten 100 Seiten waren verdammt hart. Für Leute mit einer traumatischen Vorgeschichte ist der Einstieg definitiv nur dann geeignet, wenn sie sich stabil fühlen, in allen Fällen zieht es einen zu sehr runter. Hat man das aber überstanden geht es zum Glück besser weiter. Das Schicksal der Protagonistin ist immer noch hart und schwierig aber man es wieder leichter lesen. Man kann die Begeisterung mit der die Autorin geschrieben hat richtig spüren und sie schafft es einen in einem Strudel aus Spannung, überraschenden Wendungen, Abwexhslung, höfischen Geplänkel, Kämpfen und Intrigen gefangen zu halten. Die Geschichte ist inhaltlich sehr dicht und auch was die historischen Hintergründe angeht glaubwürdig geschrieben. Ich persönlich hatte allerdings mit den letzten 200 Seiten und dem Ende so meine Schwierigkeiten. Mir wurde es gegen Schluss einfach zu vorhersehbar und das Ende ein bisschen zu gewollt gut. Dennoch hat mich das Buch als Gesamtwerk begeistert. Was mich ein kleines bisschen gestört hat, war, dass das ganze Nachkommenverzeichnis schon mit am Anfang stand. Mir wären die Stammbäume am Ende des Buches deutlich lieber gewesen, da ich dazu neige alles aufmerksam zu lesen und es irgendwie reichlich blöd ist, wenn man bereits bevor man die Geschichte, welche ja mit einer 8-jährigen beginnt, anfängt, bereits weiss mit wem sie im Lauf der Geschichte Kinder zeugen wird. Das nimmt dem ganzen etwas Spannung raus. Ansonsten war ich aber rundum sehr glücklich mit dem Buch und würde es auch an Liebhaber historischer Romane weiterempfehlen. Von mir gibt es dafür

4 von 5 Punkten.

Susan Kaye Quinn – Open Minds

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Titel: Open Minds

Autor: Susan Kaye Quinn

Band 1: Gefährliche Gedanken (Mindjack Triologie)

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Genre: Dystopie

Seiten: 324

ISBN: 1497408555

Die 16-jährige Kira lebt in Chicago. Doch nichts ist dort mehr wie wir es kennen. Der Großteil der Bevölkerung besteht aus sogenannten „Lesern“. Das sind Leute, welche die Gedanken anderer lesen und beantworten können. Meistens findet die Wandlung zum Telepathen im Alter zwischen 13 und 14 statt. Bei Kira hat diese jedoch nie eingesetzt. Daher bezeichnet man sie als „Null“. Seit ihr großer Bruder hat an der Militärakademie ist, hat sie nur noch ihren Freund Raf, welcher zwar ein Leser ist, sich aber nicht um das kümmert, was die Anderen denken. Als sie eines Tages Simon kennenlernt erfährt sie, dass sie zwar kein „Leser“, aber ein „Mindjacker“ ist und daher die Gedanken und Handlungen anderer Menschen beeinflussen kann. Simon unterrichtet sie, doch ist er dabei sehr bestimmend, was Kira gar nicht gefällt. Ob sie es wohl schafft, mit ihren besonderen Fähigkeiten zu bestehen und sich gegen die Leser und das FBI durchzusetzen, welches die „Jacker“ jagt?

Das Buch wurde mir vom Übersetzer Michael Drecker als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle vielen Dank dafür.

Bei dem Buch war ich deutlich hin und her gerissen und weiss nicht so recht, wo ich es einordnen soll. Ich konnte mich mit der Protagonistin leider nicht anfreunden. Mir war sie einfach zu schnell zornig und insgesamt kam ich mit ihrem Verhalten und ihrer abweisenden Einstellung nicht klar. Meine Lieblingsfigur war ganz klar Raf, dessen Charakter mich vom Gesamten her, deutlich mehr angesprochen hat. Es hat mich begeistert, welch guter Freund er Kira immer war, obwohl sie ihm es nicht leicht gemacht hat und er sich damit immer gegen alle anderen gestellt hat.

Der Schreibstil ist leider absolut untergegangen, da dieses buch ganz dringend nochmal eine Überarbeitung benötigt, da es leider vor Rechtschreibfehlern nur so wimmelt, was einem leider auch den Spaß an dem Buch sehr trübt. Die Geschichte zieht sich zunächst etwas, wird dann aber spannender und flüssiger. Allerdings braucht man am Anfang auch sehr gute Nerven, um das Selbstmitleid der Protagonistin zu ertragen.

Die Wortwahl ist auf jeden Fall der Altersgruppe angemessen und auch die Geschichte an sich, ist durchaus jugendgerecht. Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf den zweiten Band, allerdings würde ich das Buch aktuell niemandem empfehlen, weil man sich auf Grund der Masse der Rechtschreibfehler einfach zu sehr ärgern muss.

Daher bekommt das Buch von mir diesmal eine gesplittete Wertung

Rechtschreibung/Lesegefühl: 1 von 5 Punkten

Geschichte/Charaktere/Spannung: 4 von 5 Punkten.

Annette Langen – Sommer mit Delfin

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Titel: Sommer mit Delfin

Autor: Annette Langen

Verlag: Coppenrath

Genre: Kinderbuch (7-9 Jahre)

Seiten: 96

ISBN: 3649605007

Es sind Ferien und Jill fährt jeden Tag mit ihrem Opa zum fischen aufs Meer. Bei einem Ausflug nährt sich dem Boot ein junges Delphinmädchen. Es besucht das Boot der beiden von nun an regelmäßig und folgt ihnen immer näher an den Strand, bis es schließlich komplett in der Bucht bleibt. Jill tauft die Kleine Opo und schon bald ist Opo die Attraktion des kleinen Dorfes. Doch nicht jeder steht dem Delphinmädchen freundlich gegenüber. Manch einer will es sogar vertreiben. Ob das gut gehen kann?

Nachdem ich das Buch freundlicher Weise kostenlos bei einer Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen habe, haben sich mein Sohn und ich natürlich darauf gestürzt und es zusammen verschlungen. Zunächst einmal wollen wir euch von der optischen Gestaltung erzählen. Das Buch hat ein wahnsinnig tolles Cover. Schön gestaltet, richtig stabil und dann noch so ein tolles Bändchen als Lesezeichen, was vor allem mein Sohn sehr praktisch fand, da er es nicht verlieren kann. Auch die Bebilderung im Buch fanden wir sehr schön gemacht. Wahnsinnig bunt, aber nicht zu übertrieben und sehr ansprechend. Ich musste immer wieder mit vorlesen pausieren, damit er sich alles in Ruhe ansehen konnte. Verständnisprobleme hatten wir ebenfalls keine. Das Buch ist absolut dieser Altersgruppe angemessen und super zu verstehen. Was die Wortwahl anging gab es keinerlei Nachfragen und auch keine langen Denkpausen. Was die Spannung angeht sind wir uns auch sehr einig gewesen. Mein Sohn fand es sowohl spannend als auch lustig und konnte viel lachen bei dem Buch. Ich selbst fand die Spannungsbögen auch sehr gut gemacht. Es war ein ständiges auf und ab. Eben sehr gut für diese Altersgruppe, da man immer wieder auch gut Pausen machen konnte und vor allem auch das Kind nicht vor lauter Spannung zerrissen wurde, wenn man mal ins Bett musste. Fanden wir toll. Meinen Sohn hat besonders fasziniert, wie mutig so ein kleines Mädchen sein kann und auch das Delphin so treue und zutrauliche Tiere sein können, das war ihm bis dato nicht bewusst. Ich persönlich finde, dass dieses Buch wirklich prima vermittelt, dass man mit Tieren respektvollen, aber auch neugierigen Umgang pflegen sollte. Man darf nie vergessen, dass es Tiere sind, aber man muss sich auch aus diesem Grund nicht generell vor ihnen fürchten. Insgesamt fanden wir das Buch sehr unterhaltsam und hatten eine Menge Spaß damit. Daher bekommt es von uns auch

4 von 5 Punkten.

Theresa Berg – Miro der Drache

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Titel: Miro der Drache

Autor: Theresa Berg

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 86

Genre: Kinderbuch (4-8 Jahre)

ISBN: 978-1470185893

Miro ist ein winziger Drache, kaum großer als eine Kinderhand und ein furchtbarer Angsthase noch dazu. Er traut sich eigentlich gar nichts. Feuerspucken, schwimmen, fliegen, jagen… all diese Dinge machen ihm große Angst und sein Lehrer in der Drachenschule weiss schon gar nicht mehr, wie er es ihm beibringen soll. Da beschließt er eines Tages Miro aus dem Drachenland rauszuwerfen und in die Welt der Menschen zu schicken, bis er etwas gelernt hat. Gesagt, getan. Kurz darauf findet sich Miro in der Menschenwelt wieder und lernt dort das Mädchen Lizzy kennen. Ob es ihm gelingt mit ihrer Hilfe seine Ängste zu überwinden?

Diese Rezension habe ich mit Hilfe meines kleinen Sohnes verfasst. Da es sich ja um ein Kinderbuch handelt, habe ich es ihm vorgelesen und ihn fleissig befragt, damit ich neben meiner Meinung auch noch die Meinung aus der Zielgruppe habe. Was wir auf jeden Fall und als erstes bemerken müssen, weil es uns sofort beiden aufgefallen ist – die Bilder sind soooo süß. Absolut klasse und Kinder lieben sie. Inhaltlich fanden wir beide das Buch einfach klasse. Es ist sehr schön geschrieben, wobei ich persönlich dann doch von der Wortwahl her eine Zielgruppe 6-9 Jahre statt 4-8 Jahre setzen würde. Kinder verstehen die Worte (so ab 6 Jahren) sehr gut und werden mitgerissen. Mein Sohn hing die ganze Zeit an meinen Lippen und hat mich gar nicht mehr aufhören lassen zu lesen, weil er unbedingt wissen wollte, wie es mit Miro weitergeht. Spannungstechnisch wurde bei diesem Buch auf jeden Fall alles richtig gemacht. Was die Inhalte angeht so finde ich, dass Buch ein unvergleichliches Werk, wenn es darum geht Kinder Mut, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und auch Lösungsfindung von scheinbar unüberwindlichen Problemen näherzubringen. Mein Sohn war begeistert darüber, wie toll sich Miro, obwohl er so klein und ängstlich ist, doch immer mit den Situationen auseinandergesetzt hat und sich Lösungen ausgedacht hat, um sie dann doch zu schaffen. Auch die Freunde von Miro haben ihm ganz toll gefallen, weil sie immer geholfen haben und es gerne gemacht haben. Er meinte das wäre total richtig, aber das macht ja keiner mehr. Nach einer Unterhaltung darüber, denn ich fand diese Erkenntnis von ihm sehr gut, haben wir uns überlegt, dass er einfach selbst ein biscchen mehr wie Miro und seine Freunde wird, dann machen die anderen vielleicht mit und wenn nicht… dann müssen sie eben die Geschichte von Miro auch lesen. Also wie ihr seht wir waren rundum glücklich und zufrieden und mein Sohn schwärmt absolut von Miro. Nachdem ich das Buch als eBook von der lieben Autorin zur Rezension zur Verfügung gestellt bekommen habe, vielen Dank noch einmal hierfür, werde ich meinem Sohn aber auf jeden Fall noch eine Fassung fürs Bücherregal und zum immer wieder lesen kaufen, denn das Buch ist es absolut wert. Von uns bekommt es auf jeden Fall klare

5 von 5 Punkten.