Barbara Brosowski Utzinger – Du gehörst nicht in diese Welt

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Titel: Du gehörst nicht in diese Welt

Reihe: Therdeban- Trilogie (Band 1)

Autor: Barbara Brosowski Utzinger

Verlag: Books on Demand

Genre: Phantasy

Seiten: 458

ISBN: 9783738605228

Die fünfzehnjährige Francesca steht vor dem Abenteuer ihres Lebens, als sie eines Nachts von Wesen halb Mensch, halb Raubkatze, den sogenannten Keilan angegirffen und nach einer wilden Hetzjagd schlussendlich entführt und in die Welt Kelderan gebracht wird. Als Delikatesse sollte sie auf einem Markt verkauft werden, doch mit Hilfe von “vegetarischen” Keilan, welche die Menschenjagd verabscheuen gelingt ihr eine zeitweilige Flucht. Trotz der vielen bestandenen Abenteuer, schaffte sie es dennoch nicht ihrem Schicksal zu entgehen und wird als Sklavin verkauft. Creel, ihr neuer Herr sieht sie allerdings nicht als seine nächste Mahlzeit und behandelt sie wider erwarten, ganz gut. Aber nicht jeder in der Familie teilt seine Meinung. Kann Francesca in dieser Welt überleben oder landet sie am Ende doch auf der Speisekarte?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Cover zeigt am Rand Gesicht der Protagonistin, aber der  Großteil wird von der Rückansicht eines Keilan eingekommen. Durch die dunkle Farbgegebung, aber vor allem durch den Klappentext kann man erkennen, dass das Buch relativ düster wird und das ist auch der Fall. Der Titel ist auf den ersten Blick nicht besonders aussagekräftig, aber im Laufe des Buches wird klar was damit gemeint ist. Durch den Untertitel merkt man auch, dass es sich wohl um eine Serie handelt. Das einzige was mich im Nachhinein ein wenig gestört hat, war der Klappentext, der einiges verspricht, was im Buch nicht wirklich vorkommt bzw. nicht in dieser Form wie man es erwartet.

Die Protagonistein Francesca ist ein sympatisches und liebenswertes Mädchen. Sie ist ein typischer Teenager genießt ihr Leben und macht sich keine Sorgen um ihre Zukunft. In Kelderan wächst sie manchmal über sich hinaus und meistert mit ihren Sturkopf und einer Menge Glück so manche schwierige Situation. Sie wächst vom sorglosen Mädchen zu einer Überlebenskünsterlin, die für ihre Freunde einsteht, auch wenn es schwierig wird. Allerdings wirkt nichts davon übertrieben, denn oft genug verlässt sie ihr Glück und sie muss einige Niederlagen, Demütigungen und auch Schmerzen ertragen. Man kann wirklich mit ihr mitfühlen und ihren Zorn, ihre Wut, aber auch ihre Freude und Hoffnung nachvollziehen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich bin neugierig wie es mit Francesca weitergeht. Kelderan ist außerdem mit viel Liebe gestaltet worden und bei manchen Dingen wünsche ich mir in den nächsten Bänden noch die ein oder andere Erklärung. Durch die hohe Spannung ist es wirklich schwer, sich von dem Buch zu trennen, denn in den ersten 300 Seiten geht es Schlag auf Schlag und von einem lebensgefährlichen Abenteuer in das Nächste und durch den guten und flüssigen Schreibstil kann man tief in die Geschichte eintauchen und sich mitreissen lassen.

Genauso toll sind die kleinen Zeichnungen die es hin und wieder gibt und einige Szenen darstellen. Allerdings sie sie nie so detailreich, dass man nicht immer noch seine Phantasie mit einbringen kann. Ein gelunger Auftakt für diese Trilogie und ich erwarte mit Spannung den nächsten Band. Für mich gibt es eine Leseempfehlung für alle Phantasy-Freunde und

5 von 5 Punkten.

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Sabine Schabicki – Zeit ihres Lebens

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Titel: Zeit ihres Lebens

Autor: Sabine Schabicki

Verlag: Salonlöwe Verlag Mainz

Genre: Schicksalsroman

Seiten: 244

ISBN: 9783944571065

In Nadjas Leben läuft es eigentlich ganz gut. Sie und ihre beiden Kinder Marie und Max haben mit Laurenz eine wunderbar funktionierende Patchworkfamilie und als sich schließlich auch noch weiterer Nachwuchs in Form von Zwillingen ankündigt scheint das Leben perfekt zu sein. Selbst die Geld- und Wohnungsprobleme lösen sich in ihrer Glückssträhne nahezu von selbst in Luft auf. Doch noch bevor die Zwillinge auf die Welt kommen und sie das Familienglück auskosten können, ändert ein schlimmer Schicksalsschlag alles. Nadja versinkt in einem tiefen Loch aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint, egal wie sehr sie sich auch bemüht. Ob es ihr jemals wieder gelingen wird ihr hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen oder gibt sie sich am Ende auf?

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, falls man das in diesem Fall so nennen kann. Das Cover ist sehr schlicht und mit dem Vogelschwarm auch sehr unverbindlich. Man kommt man Cover eigentlich kaum auf das Thema des Buches und auch wenn man es gelesen hat, ist es eher um drei Ecken als direkt verständlich. Der Titel sagt auch nicht viel außer, dass es um eine bestimmte Zeit aus dem Leben einer Frau gehen muss. Insgesamt ist die Aufmachung daher eher unverbindlich und ließe einen nicht unbedingt darauf kommen, dass man ein Schicksalsroman in den Händen hält. Es ist mir fast ein Stück zu unverbindlich, denn ich glaube, dass bei dieser Aufmachung viele potentielle Leser das Buch nicht umdrehen, da es einfach nicht genug anspricht.

Das ist allerdings, dann auch schon das Einzige, was ich wirklich an dem Buch bemängeln kann. Die Protagonistin Nadja ist eine Mutter wie jede andere. Sie liebt ihre Kinder, ist genervt von ihnen und auch mal am meckern. Der erwartete Nachwuchs ist für sie sowohl eine Freude als auch teilweise überfordernd. Sie ist eine tapfere Frau, welche für ihre Kinder alles tun würde, doch als sie das Schicksal so unerwartet und gnadenlos trifft, versinkt sie in ein Loch… ist echt… kommt kaum mehr raus… verliert die Lust und den Mut am Leben. Sie ist authentisch und ihre Gefühle so gut beschrieben, dass man mitfühlen muss, dass man das Buch immer wieder weglegen muss, weil es einen selbst so sehr trifft oder man die Tränen aus den Augen wischen muss. Ich habe das Buch nicht auf einmal lesen können, denn es hat mich als Mutter zu sehr bewegt. Angefangen habe ich es bereits im November und dann habe ich immer wieder mal die eine oder andere Seite gelesen, aber wirklich viel auf einmal ging einfach nicht, dafür wühlt es mich als Mutter viel zu sehr auf. Der Schreibstil ist schön, es lässt sich leicht lesen und ist ohne unnötige Schnörkel. Es wird nichts geschönt, nichts ausgelassen und nichts dazugedichtet. Das Buch ist wie das Leben. Hart, traurig, unbarmherzig. Aber auch gnädig, freundlich und voller Lachen. Doch alles hat seine Zeit und es war einfach nicht meine für dieses Buch. Dennoch würde ich dieses Buch jedem empfehlen, der auf Schicksalsromane steht und Schicksalsschläge in Bezug auf seine Kinder erlitten hat. Von mir gibts dafür auf jeden Fall mal

5 von 5 Punkten.

Michael Behrendt – Steinefresser

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Titel: Steinefresser

Autor: Michael Behrendt

Verlag: Deutscher Levante

Genre: Krimi

Seiten: 320

ISBN: 978-3-943737-17-2

Er ist Teamführer beim SEK, ein altgedienter Veteran und nun neuerdings auch Pratikant bei der Mordkommision in Berlin… er ist Wolf Schacht. Da er sich langsam nicht nur der Altersgrenze für das SEK sondern auch seiner persönlichen Gewissengrenze nährt, muss er schließlich eine Alternative suchen. Doch kaum ist er im Dienst erschießt sich ein ehemaliger SEK-Kolleg, welcher als Personenschützer beim Staatssekretär Tiedge gearbeitet hat. Doch obwohl es erhebliche Zweifel an der Selbstmordtheorie gibt, wird der Fall vom Staatsschutz sofort kleingeredet und jegliche Ermittlungen unterbunden. Doch diese haben die Rechnung ohne Praktikant Wolf gemacht, denn dieser beschließt einfach seine Kontakte zu nutzen und die Ermittlungen auf eigene Rechnung zu machen, doch schon bald zieht der Fall Kreise, welche er sich nie hätte vorstellen können. Stasi, die Linke, die Rechte, der Staatsschutz und viele mehr spielen ihre Ränkesüielchen und Schacht ist mittendrin. Kann das wirklich gut gehen?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Cover zeigt einen SEK-Mann in voller Montur. Dem Leser wird gezeigt, wie sein Protagonist ist, allerdings ohne Gesicht und mit genug Freiheit, dass man sich seinen eigenen Helden kreiieren kann. Der Titel ist auf den ersten Blick etwas unverständlich, aber im Laufe des Buches wird es schnell klar, was sich hinter diesem Titel verbirgt und er passt wirklich sehr gut. Bevor sich der Sinn erschließt, macht er einen aber auf jeden Fall neugierig, was sich hinter diesen Worten wohl verbirgt.

Der Protagonist ist genau das, was sich jeder Mann wünscht. Stark, zu allem bereit, auch mal gegen alle Regeln, für die Gerechtigkeit und immer für seine Freunde da. Einfach ein starker Typ mit einer Menge Intuition und einem seltsamen Charme, der aber auch irgendwie anziehend ist. Auch wenn es in diesem Buch durchaus mal etwas gewalttätiger wird, ist es doch irgendwie immer für eine gute Sache und der Protagonist kennt zwar manchmal seine Grenzen nicht, hat aber dann ein Gewissen, welches sich meldet und ihm auch mal zu schaffen macht. Er ist einfach kein gewissenloser Kerl, sondern trotz seiner Eskapaden irgendwie sympathisch.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir persönlich sehr gut. Nicht nur, dass mit dem SEK einmal ganz andere Truppen in den Vordergrund treten, auch dass hier mit einigen Dingen aus DDR-Zeiten aufgeräumt wird und auch mal ein wenig die Stasi einbezogen wird bzw. die Nachfolger der Stasi gefällt mir. Auch wenn nie genau geklärt wird, was Fiktion und was Realität ist, so bin ich mir recht sicher, dass diese Geschichten näher an der Realität als an der Fiktion sind. Es ist einfach mal anders und ich bin tatsächlich ziemlich sicher, dass es auf jeden Fall auch ein Buch ist, dass beim männlichen Geschlecht punkten kann. Der Spannungsbogen wird früh gespannt und bis zur letzten Seite durchgehalten, wenn man ehrlich ist sogar bis zum letzten Satz. Auch der Schreibstil ist eingängig und schön, so dass sich das Buch flüssig und angenehm lesen lässt. Es macht einfach eine Menge Spaß und selbst wenn man noch so eifrig versucht mitzuraten, ich denke, dass die Mehrheit der Leser nicht auf die Lösung kommt. Daher gibts ein Extralob dafür, dass es endlich einmal ein Krimi ist, dessen Ausgang nicht vorhersehbar ist. Das gibt es ja inzwischen leider viel zu selten.

Von mir gibts eine Leseempfehlung auf der ganzen Linie, eine Geschenkempfehlung für alle Männer und natürlich gibts auch noch Punkte und zwar – wie könnte es auch nach der Rezi anders sein –

5 von 5.

Jenke von Wilmsdorff – Brot kann schimmeln, was kannst du?

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Titel: Brot kann schimmeln, was kannst du?

Autor: Jenke von Wilmsdorff

Verlag: Piper

Genre: Anthologie (Sammlung: „Meine wildesten Jobs)

Seiten: 208

ISBN: 978-3-492.27410-4

Jenke von Wilmsdorff ist den meisten eher ein Begriff von seinen diversen TV-Dokumentationen, in denen er für einen Tag, eine Woche oder ähnliches in den verschiedensten Berufen arbeitet. Sein Buch arbeitet nach einem sehr ähnlichem Prinzip, allerdings werden hier nicht unbedingt die Jobs an sich beschrieben. Sie sind eher eine begleitende Randerscheinung. während es eigentlich um die Anekdoten aus diesen Jobs geht. Sei es nun die „Brise“ die Jenke vom Hochseil „geweht“ hat, die Suche nach dem Affenmenschen oder auch die Magenverstimmung durch einheimische Kost in fremden Ländern.

Mir hat das Buch eher mittelprächtig gefallen. Das Cover war eher schlicht mit einigen kleinen Jenkes in verschiedensten Jobs (von denen ich aber auch nicht alle in dem Buch wiedergefunden habe) und einem sehr großen neongelbem Schriftzug. Der Titel war für mich jetzt nicht direkt in einen Zusammenhang mit dem Buch zu bringen, aber es wurde so oft drauf angespielt, dass man ihn wohl am Ende als passend bezeichnen könnte.

Jenke ist an sich ein sehr sympathischer Mensch und hat meinen allergrößten Respekt, denn seine Art Berufe vorzustellen und auch mit anzupacken ist besonders und sowohl originell als auch unterhaltsam und authentisch. Dennoch ist er eben einfach eine Figur fürs Fernsehen und gibt in seinem Buch keine gute solche ab. Mir persönlich geht der Auftrag und die Botschaft seiner Dokumentation hier einfach verloren. Über die Jobs an sich verrät man in dem Buch kaum mehr etwas, dafür werden die Anekdoten in den Vordergrund gestellt. Diese sind allerdings dadurch, dass sie aus dem Zusammenhang gerissen sind auch nur noch halb so witzig und irgendwie fehlt dem Buch im allgemeinen der rechte Charme. Ich kann es nicht beschreiben, aber es ist nicht wirklich lustig. Spannend ist es ohnehin nicht, dass ist ja auch nicht Sinn des Buches. Es sind viele kleine Schnipsel. Die machen vielleicht dann Spaß, wenn man die Dokumentationen gesehen hat und Bilder dazu in den Kopf bekommt, aber unabhängig davon sind sie leider nicht wirklich lustig.

Zu empfehlen höchstens für alle Fans von Jenke, die jede Doku von ihm kennen. Mir hat es kann nicht wirklich gefallen und daher gibts auch nur

2 von 5 Punkten.

Markus Veith – Menschenfischer

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Titel: Menschenfischer

Autor: Markus Veith

Verlag: OCM

Genre: Thriller

Seiten: 328

ISBN: 978-3-942672-19-1

Patrick ist Volontär bei der städtischen Zeitung und wird am Gründonnerstag zu einem Interview geschickt. Die Künstlerin Elisa Hain, über deren Ausstellung er etwas schreiben sollte, will ihn allerdings über die Hintergründe des Anschlags vom Rosenmontag aufklären. Sie behauptet, dass das noch nicht identifizierte Opfer ihre Nichte Susanne Nemus sei. Patrick glaubt eine Sensationsstory schreiben zu können und verfolgt den Lebens- u. Leidensweg von Susanne, der ihm von Elisa vorgelegt wurde. Dabei erfährt von den “Menschenfischern”, einen Klub von stadtbekannten Gestalten, doch je weiter die Geschichte erzählt wird, desto mehr scheint die Grenze zwischen Sein und Schein zu verschwimmen.

Also das Buch gehört für mich sicher zu den besseren, die ich gelesen haben. Kurzum es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Cover ist sehr schlicht und in einem dunklen Blauton gehalten. Dazu kommen noch einige Zitate aus dem Buch, die das ganze Bild noch etwas abrunden. Der Titel handelt von der Organisation um die sich das ganze Buch dreht und ist dementsprechend auch passend.
Der Protagonist Patrick ist ein schwieriger Charakter und es wird schnell klar, dass in seiner Kindheit irgendetwas vorgefallen ist, dass ihn nachhaltig gezeichnet hat. Obwohl die Geschichte teilweise unglaublich ist, lässt er sich vollkommen von ihr fesseln und schon bald ist sein Auftrag vergessen nur um der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Die Idee hinter der Geschichte ist einfach phantastisch. Ein wahnsinnig tiefgründiger Thriller, der eher durch die düstere Grundstimmung auffällt, als durch Mord und Totschlag, obwohl auch das nicht zu kurz kommt. Der Spannungsbogen ist wirklich hoch, wie es sich für ein Buch dieser Art gehört, aber am Meisten fallen die vielzähligen Zitate aus unterschiedlichen klassischen Werken, auf. Vor allem Faust ist sehr oft vertreten, was das Buch für mich persönlich ja ohnehin schon enorm aufwertet. Durch den Schreibstil, lässt sich das Buch angenehm und schnell lesen, auch wenn ich es manchmal beiseite legen musste um die ganzen Verwirrungen und und philosophischen Aspekte zu verdauen und zu verstehen.
Für alle Thrillerfreunde die kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und von mir gibt es

5 von 5 Punkten

Jason Segel – Die Schrecken der Nacht

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Titel: Die Schrecken der Nacht

Reihe: Nightmares 1

Autor: Jason Segel

Verlag: Dressler

Genre: Kinderbuch

Seiten: 384

ISBN: 978-3-7915-1908-1

Seit Charlie mit seinem Vater und seinem Bruder in das Haus der verhassten Stiefmutter gezogen ist, quälen ihn schreckliche Albträume, die von Tag zu Tag zu schlimmer werden. Als die Hexe von der er immer träumt beginnt sich auch außerhalb der Träume zu manifestieren, seine Familie bedroht und schließlich seinen Bruder kidnappt, folgt ihr Charlie in die Anderswelt, um sich seinen Ängsten zu stellen. Ob er seinen Bruder retten kann und seine Ängste überwinden oder bleibt er in seinen Albträumen gefangen?

Das Buch hat mir super gut gefallen. Das Cover ist einfach super schön mit den vielen kleinen Gruselmonstern drauf und dem Haus um das sich alles dreht. Aber die bunten Farben nehmen dem Ganzen auch wieder den Schrecken und machen es einfach zu einem sehr ansprechenden und neugierig machenden Cover. Mir persönlich gefällt an der Aufmachung besonders der orangefarbene Seitenschnitt, denn ich liebe Farbschnitte einfach. Der Titel der Reihe ist auf jeden Fall gut gewählt und auch der Einzelbandtitel passt super zum Buch. Man weiss genau was einen erwartet.

Der Protagonist Charlie ist auf der einen Seite ein taffer Junge mit vielen Stärken aber auch Schwächen und Kinder können sich mit seiner Figur auf jeden Fall identifizieren. Die ganze Geschichte ist super auf die Ängste von Kindern abgestimmt und sie werden wahnsinnig liebevoll aufgearbeitet. Dennoch ist das Buch wahnsinnig spannend und man kommt nur sehr schwer wieder davon los. Es hat mich mal wieder einige Schlafenszeit gekostet aber es war auch zu genial geschrieben und ich wollte eben wissen wie es weitergeht und ausgeht. Obwohl die Sprache auf jeden Fall sehr kindgerecht ist, fesselt sie einen Erwachsenen gleichermaßen. Auch die vielen kleinen Illustrationen in dem Buch sind einfach super süß, obwohl es alles kleine Monster sind. Also ich freu mich schon sehr auf band 2, aber das dauert noch bis September, daher gibts jetzt erstmal eine Leseempfehlung für Band 1 und natürlich

5 von 5 Punkten.

Eike Selby – Auf High Heels Katastrophe

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Titel: Auf High Heels Katastrophe

Autor: Eike Selby

Verlag: createSpace

Genre: Eso

Seiten: 264

ISBN: 7891502725677

Susanne hat sich nach sieben Jahren Beziehung und einer geplatzen Verlobung von ihrem Freund getrennt und sucht ihr Glück in der großen Stadt. Als Arzthelferin in Hamburg verbringt sie ihren chaotischen Alltag und sucht ganz nebenbei nach ihrem Traumprinzen. Dabei stolpert sie von einer chaotischen Situation in die Nächste. Ob sie irgendwann einen Mann findet, mit dem sie glücklich werden kann?

Der Inhalt des Buches hat mir ganz gut gefallen. Im Gegensatz dazu steht das Cover. Ich mag es generell nicht wenn Protagonisten auf Cover abgebildet sind, weil ich mir gerne selbst vorstelle wie die einzelnen Charaktere aussehen und nichts aufgezwungen bekommen möchte. Davon abgesehen ist die gezeichnete Frau meiner Meinung nach einfach nur hässlich und Susanne nicht würdig. Der Titel ist auch eher nichtssagend, da nicht wirklich rausgekommen ist, wofür die High Heels stehen. Susanne ist zwar von einer Katastrophe in die Nächste geraten, aber ob sie da nun hohe Schuhe, oder gewöhnliche  Turnschuhe trug, war in den meisten Fällen egal. Die Protagonistin war wirklich sympathisch gestaltet und ihre chaotische Seite war echt liebenswert. Man konnte sich in sie einfühlen und musste so manches Mal über die Situationen in denen sie sich wiederfand den Kopf schütteln. Allerdings war nichts überzogen, denn es hätte auch in der Realität so ablaufen können. Hat mir wirklich gut gefallen. Allerdings war die ganze Sache nicht sonderlich spannend, aber es war ja auch kein Krimi oder Thriller, sondern eher ein Liebesroman und in Sachen Liebe ging es ja eindeutig heiß her. Der Stil war in der ersten Auflage noch sehr gewöhnungsbedürftig, da einiges noch nicht flüssig ausformuliert war. Allerdings wurde mir dann auch gleich die zweite Auflage zur Verfügung gestellt und in dieser wurde deutlich an diesem Manko gearbeitet, so dass es das Buch seitdem mit einem hübschen Fließtext gibt, welcher klasse zu lesen und gegen den es keine Einwände gibt.
Eine Empfehlung gibt es für alle die lustige Geschichte, die aus dem Leben gegriffen sind, mögen und ansonsten

4 von 5 Punkten,

da das Cover noch dringend einer Überarbeitung bedarf.

James Bowen – Bob, der Streuner

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Titel: Bob, der Streuner

Autor: James Bowen

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Sachbuch

Seiten: 256

ISBN: 978-3-404-60693-1

James Bowens Leben ist nicht gerade das, was man toll nennt. Er hat es zwar immerhin geschafft von der Straße weg in eine Sozialwohnung und von Heroin zu Methadon zu kommen, aber das war es dann eigentlich auch schon, was er in seinem Leben erreicht hat. Über Wasser hält er sich mit Straßenmusik und lebt von der Hand in den Mund. Doch eines Tages taucht ein roter Kater bei ihm auf und lässt sich einfach nicht mehr abschütteln. Nach und nach entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen James und dem Kater, den er Bob tauft und auch in seinem Leben ändert sich nun einiges…

Das Buch war insgesamt ganz okay. Der Titel ist nichts weiter als der Name der Katze, aber damit ist auch alles gesagt, was man über das Buch wissen müsste. Das Bild zeigt sie Katze mit einem Schal um den Hals, dessen Bedeutung man später noch kennen lernt, auf einer Unterlage am Gehsteig. Auch hiermit ist eigentlich wirklich alles gut getroffen und gesagt, was man über das Buch wissen muss.

Die beiden Hauptdarsteller sind soweit ganz sympathisch aber irgendwie hatte ich nicht den richtigen Zugang zu ihnen. Klar ist die Katze etwas besonderes, da sie so brav und zutraulich ist und klar tut es einem Junkie sicher gut, wenn man ihm Verantwortung überträgt, aber die Geschichte der Beiden – autobiographisch geschrieben – hätte man auch durchaus auf der Hälfte der Seiten unterbringen können.

Es lies sich zwar flüssig, einfach und gut lesen, aber war mir persönlich einfach zuviel.  Auch wenn Bob etwas besonderes sein mag, aber hier wird er ja wie ein Wundertier verkauft und das ist er in meinen Augen einfach nicht.

Ich verstehe den Hype um das Buch leider so gar nicht und bereue es auch nicht, dass ich solange gewartet habe bis ich es letztlich gelesen habe. Ob ich mir eine Fortsetzung anschaffen werde? Ich weiss nicht. Wohl eher nicht.

Für Katzenfreunde ist es sicherlich ein tolles Buch. Meinen Nerv hat es nicht getroffen. Daher gibts auch diesmal nur

2 von 5 Punkten,

denn sind wir ehrlich… Bob war mal was besonderes, aber spätestens mit den Büchern verkommt er zur Gelddruckmaschine.

 

Stefan Heuel – Das Engelbuch ohne Engel

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Titel: Das Engelbuch ohne Engel

Autor: Stefan H.Heuel

Verlag: alfasa

Genre: Eso

Seiten: 64

ISBN: 978-3-9816285-1-7

Die Menschen sind fasziniert von Engel, denn die geflügelten Wesen tauchen nicht nur in alten Schriften wieder, sondern auch in unzähligen Werken der Neuzeit. Dieses Buch befasst sich vor allem mit den verschiedensten Fragen über Engel. Ob es sie gibt? Ob es sinnvoll ist an sie zu glauben? Welche “Engel” in der realen Welt existieren.

Das Buch hat mit ganz gut gefallen, weil es mal etwas anderes ist. Das Cover ist sehr schon gestaltet. Man sieht eine gebirgige Landschaft unter einem blauen Himmel mit einigen Wolken. Es sagt nicht viel aus, soll aber wahrscheinlich, genauso wie Engel mysteriös sein, aber auf eine schöne Art und Weise. Der Titel erklärt sich schnell, auch wenn er nicht ganz stimmt. Es sind Engel in dem Buch, aber anders, als man sie sich erwartet. Auf fast jeder Doppelseite befindet sich auf der einen Seite und Bild und auf der anderen der Text, der eine Frage zu Engeln bzw. die menschliche Beziehungen zu Engeln erläutern. Es regt zum hier und da zum Nachdenken an und während man die Bilder auf sich wirken lässt. Ich fand die ganze Aufmachung und Gestaltung sehr schön, aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Es ist schwer zu beschreiben, vielleicht liegt es daran, dass es sich meistens nur um Gedankenspiele handelt, wobei sich der Autor auch mit seiner Meinung zurückhält. Es ist auch keine Gesellschaftskritik, kein Buch über Religion, sondern einfach nur über Engel. Aber dieses Thema ist so abstrakt, dass einem auch das darüber Nachdenken schwer fällt. Denn bevor man an Engel glauben kann, muss man überhaupt an etwas Übernartürliches glauben können. Wie auch immer. Es hat mich nicht wirklich mitgerissen, weil es so abstrakt ist und wenn man nicht sowieso an sie glaubt, tut man sich schwer mit diesem Buch umzugehen. Es gibt eine Leseempfehlung für alle die Engel toll finden und auch an sie glauben wollen und können und ansonsten

3 von 5 Punkten.

Christoph Heiden – Teufelsloch

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Titel: Teufelsloch

Autor: Christoph Heiden

Verlag: emons

Genre: Krimi

Seiten: 304

ISBN: 978-3-95451-443-4

Jena.  Eigentlich sollte der Fall von Körperverletzung für Henry und Linda eher ein Standardfall werden, welcher sie vor keine großen Herausforderungen stellt. Der Täter ist schnell ermittelt, nur das Finden ist noch so eine Sache. Zunächst denken die Beiden noch, dass er getürmt sei, doch als Tage später seine Leiche ziemlich übel zugerichtet gefunden wird, nimmt der Fall auf einmal Konturen an, die sie weder verstehen noch erahnen können.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Covergestaltung finde ich etwas nichtssagend, denn dieses Backsteingemäuer hat für mich nicht so wirklich eine relevante Bedeutung und ich konnte es erst nach einigem Grübeln einem Nebenschauplatz zuordnen.Der Titel klingt auf den ersten Blick geheimnisvoll und auf den zweiten Blick ordnet er alles dem wichtigsten Schauplatz zu. Also perfelt.

Die Protagonisten waren leider nicht so ganz mein Fall. Irgendwie hat mich weder Henrys noch Lindas Art wirklich umgehauen. Was er zu fixiert und unorthodox in seinen Methoden war, war sie mir zu langweilig und distanziert. Allerdings hat mich das Ganze dennoch überhaupt nicht gestört, denn der Autor hat so eine tolle Art zu schreiben, dass es einfach total egal ist, ob man die Protagonisten leiden kann oder nicht. Man muss einfach weiterlesen. Ja, man muss wirklich. Ich wollte eigentlich vorm zu Bett gehen nur ein paar Seiten lesen… da war ich so auf Seite 130. Naja irgendwann war die Nacht fast rum und das Buch zu Ende… das ist mir auch schon lange nicht mehr passiert. Daraus lässt sich wohl unschwer schließen, dass die Geschichte super spannend und fesselnd geschrieben war. Außerdem war sie sehr dicht und es wurde dafür gesorgt, dass nie Langeweile aufkam. Die eigentlich Tragödien lagen in den Nebenrollen und gaben diesen Charaktern teils mehr Tiefe als den Protagonisten. Was mich sehr freut ist, dass der Autor weitere Fälle angekündigt hat und ich freue mich jetzt schon sehr darauf mehr von ihm zu lesen, denn sein Stil hat es mir sehr angetan, auch wenn ich das Genre eher in die Richtung Psychothriller ordnen würde als Krimi, denn das geht schon wirklich unter die Haut.

Von mir gibts auf jeden Fall eine Leseempfehlung und natürlich auch

5 von 5 Punkten.