Marie Pellissier – Die tödliche Tugend der Madame Blandel

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Titel: Die tödliche Tugend der Madame Blandel

Autor: Marie Pellissier

Verlag: Diana

Genre: Krimi

Seiten: 336

ISBN: 978-3-453-35767-9

Paris. Lucie ist, Gardienne (Hausmeisterin) am Place des Vosges 3. Sie kümmert sich liebevoll und mit großer Aufopferung bereits seit 42 Jahren um die Belange aller Bewohner dort, bis sie durch einen dummen Zufall in eine sehr missliche Lage gerät. Eigentlich will sie der Ehe des Paares Blandel nur etwas Gutes tun als sie die Spuren des Seitenspungs von Vanessa Blandel ungefragt beseitigt. Doch plötzlich ist sie die Letzte, die Vanessa lebend gesehen hat und hat Angst von der Polizei als Hauptverdächtige gesehen zu werden. Daher beschließt sie, dass sie dieser lieber nichts erzählen sollte. Stattdessen beginnt sie auf eigene Faust im Mordfall Vanessa Blandel zu ermitteln und bringt sich dabei in große Gefahr.

Das Buch hat mir mal wieder gut gefallen. Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten.  Ein paar Blutstropfen, ein angebissener Macarone, 2 Eiffeltürme, ein paar Schörkel und eine Lupe, welche ein Stück Stadtplan von Paris vergrößert. Es passt alles perfekt zu dem Buch aber drängt sich nicht auf und besticht er durch seine Schlichtheit, während die Lupe in der Mitte ein Eyecatcher ist. Der Titel passt sehr gut zum Buch und verwirrt bis ganz zum Ende, denn in diesem Buch gibt es 3 Madame Blandels und dadurch bezieht man den Titel viel zu lange auf die Falsche, wo er dann nicht wirklich Sinn gibt. Jedoch klärt er sich zum Ende des Buches auf.

Die Protagonistin Lucie war eine sehr sympathische Person, welche mir aber irgendwann anfing sehr Leid zu tun. Sie ist sehr gründlich, zuvorkommend, immer auf das Wohlergehen von allen bedacht, hilfsbereit und eine große Bereicherung für ihr Umfeld. Doch nachdem sie in diese Zwangslage kommt verliert sie zunehmend die Kontrolle über die Lage. Ihre Angst von der Polizei treibt sie an und ihre alltäglichen Dinge wachsen ihr, während der eigenen Ermittlungen über den Kopf. Sie riskiert nicht nur ihren guten Ruf, ihren Job und ihre Ehe sondern auch ihr Leben stehen auf dem Spiel. Einfach eine couragierte, ältere Dame, die man einfach mögen muss.

Auch die Nebencharaktere waren in dieser Geschichte sehr gut herausgearbeitet und alle wichtigen haben in irgendeiner Form einen Background bekommen, so dass sie nicht nur Namen waren, sondern jeder ein eigenes kleines Schicksal in dieser Geschichte, welches man neben dem Handlungsstrang gerne mitverfolgt hat.

Die Idee hinter der Geschichte ist keine neue, aber dennoch ist sie gut umgesetzt. Der Schreibstil ist lockerflockig, so dass man es prima lesen und ganz in dem Buch abtaucht. Man gleitet nur so durch das Buch und kann sich immer wieder über über überraschende Wendungen freuen, dennoch ist es gerade zu Beginn etwas schwer für jemanden, der kein Französisch kann in das Buch reinzukommen, da immer wieder französische Begriffe und Redewendungen genutzt werden, welche nicht übersetzt werden und zumindest bei mir dann ein großes Fragezeichen hervorgerufen haben. Natürlich verliehen gerade sie ihm einen gewissen Charme und machen das Paris-Feeling noch etwas authentischer.

Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen, denn es ist mal eine Loslösung vom allgemeinen Ermittlerklischee. Die alte Dame ist einfach sympathisch und ganz anders all die Detektive und Kommissare in den üblichen Krimis. Von mir gibts daher insgesamt

4 von 5 Punkten.

Andreas Renoldner – Müllmänner

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Titel: Müllmänner

Autor: Andreas Renoldner

Verlag: styria Krimi

Genre: Kriminalroman

Seiten: 208

ISBN: 978-3-222-13497-5

Ein schöner Abend auf der Parkbank, ein nettes Gespräch mit einer hübschen Frau. Alles könnte hervorragend sein, wenn diese blöden Goldfische im angrenzenden Teich nicht wären. Diese ekligen Viecher, die meiner Meinung nach die Ratten der Gewässer sind. Später Essen beim Chinesen, schon wieder Goldfische. Im Aquarium. Wie ich sie hasse. Tage später höre ich dass eine zerstückelte Frau im Müll gefunden worden ist. Dort wo am Ende alles landet. Müll ist das einzige was in dieser fiktiven Welt noch einen wahren Wert hat. Deshalb bin ich selbstständiger Müllmann, weil ich in der Realität leben will. Aber ich muss auch achtgeben, dass ich mich nicht auffällig Verhalte, denn man ist schnell im Kreis der Verdächtigen.

Diese Kurzbeschreibung zeigt in etwas was einem in diesem Buch erwartet. Es ist wirr, es ist anders und ich kann nicht wirklich sagen, was ich davon halten soll. Also hoffe ich, dass ich die ganze Sache am Ende etwas klarer sehe werde.

Solange man nicht weiß, was das Cover darstellen soll ist es ja noch halbwegs ansprechend, da das orange einen schönen und kräftigen Farbton hat, aber nachdem mir bewusst geworden ist, was es darstellen soll, finde ich es einfach nur mehr eklig. Der Titel passt zum Buch, wenn man ihn aus der Sicht des Protagonisten betrachtet. Den für ihn sind Müllmänner die einzigen Menschen die wirklich in der Realität leben und das Buch handelt von zwei Männern die eine ganz eigenartige Beziehung zueinander haben. Die Hauptpersonen waren der Erzähler aus dessen Sicht man alles erlebt und dann noch der Kommissar, der den Mordfall aufklären soll. An sich war es mal wirklich interessant einen Krimi aus der Sicht des Mörders zu lesen, aber in diesem Buch ließ die Umsetzung doch sehr zu wünschen übrig. Es war alles so wirr und unklar, dass ich manchmal nicht wusste ob die beiden wirklich zwei eigenständige Personen sind oder nur eine mit einer gespaltenen Persönlichkeit. Es war als wäre die Handlung durch Nebel oder wenn man beim Thema des Buches bleiben will, durch trübes Gewässer betrachten und so manches mal sieht man die Sache nicht so klar.  Das Verhalten der Personen war entweder völlig sprunghaft oder total irrational. Auch kann ich den Kriminalroman in dem Buch nicht wirklich erkennen. Ja, es ist jemand ermordet worden, aber auch nur um eine Konstellation herstellen zu können, zu der man auch auf anderen Wegen gekommen wäre.  Spannung war nicht wirklich vorhanden, aber durch die völlige Abstraktion der Geschichte zieht sie einen doch in den Bann und sei es nur weil man bis zum Ende darauf hofft, dass die Sicht aufklart und man zu verstehen beginnt. Das einzig klare war nämlich die Kritik an der Gesellschaft, was sich auch besser als leitendes Thema geeignet hätte, denn mehr war es nicht. Jedoch in einer absolut aberwitzigen Verpackung. Es ist völlig eigen und ich weiß nicht ob ich empfehlen soll, denn jeder muss selber seine Meinung darüber bilden. Mein Fall war es jedoch nicht und deshalb gibt es auch nur

2.5 von 5 Punkten.

Alyson Noël – Die Geisterjägerin – Der erste Kuss

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Titel: Die Geisterjägerin – Der erste Kuss

Reihe: Riley (Band 4)

Autor: Alyson Noël

Verlag: Page & Turner

Genre: Phantasy

Seiten: 224

ISBN: 978-3-442-20386-4

Ein weiterer Auftrag als Seelenfängerin steht für Riley bevor. Diesmal zieht es sie nach Rom, wo sie sich mit dem Geist eines Gladiatoren befassen soll. Ganz alleine. Ohne ihren Führer Bodhi und ihren Hund Buttercup. Doch die Spielregeln sind härter als je zuvor und Riley dort sich zu verlieren. Kann sie sich noch helfen und wieder aus der Sache befreien oder hat sie sich diesmal übernommen?

Dieser Abschlussband der Riley-Reihe hat mich leider auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Das Cover ist wie üblich weiß, mit Blumen und Vögeln. Warum ausgerechnet diese Blumen darauf sind konnte ich die ganze Reihe lang nicht nachvollziehen, jedoch bei Band 4 ist es für mich besonders schwer, da es der erste Band ist in dem Blumen zumindest am Rand eine Rolle spielen und somit hätten diese Blumen, nämlich Rosen, sehr viel besser auf das Cover gepasst. Der Kopf soll wohl Riley darstellen, allerdings ist das Gesicht viel zu alt für eine Teenagerin und würde er zu einer jungen Erwachsenen passen, daher ist auch das schlecht gewählt. Der Untertitel der erste Kuss passt wenigstens zum Buch, während der Haupttitel „Die Geisterjägerin“ schon für Band 3 genutzt wurde und – wie auch schon dort – einfach nicht dazu passt. Dennoch muss man den Buchcovern lassen, dass sie, obwohl sie zum Inhalt nicht stimmig sind, sehr schön anzusehen sind und ein Eyecatcher sind.

Die Protagonistin Riley entwickelt sich in diesem Band extrem. Wer die vorherigen Bände kennt, weiss dass sie ein sehr starsinniges Mädchen ist, das viel mit ihrem Schicksal hadert. Damit die Reihe noch dort enden konnte, wo sie sollte, musste Riley sich in diesem Band nun enorm entwickeln und leider sind diese Entwicklungen der Autorin nicht immer überzeugend gelungen. Es war einfach nicht glaubwürdig, dass diese wenigen Seiten von Band 4 jemanden der sich in Band 1 bis 3 nur ein paar Millimeter von seinem Standpunkt wegbewegt hat nur quasi fast um 180° gedreht haben.

Auch die Geschichte hatte diesmal durchaus spannende Ansätze und war vom Konzept her gut gedacht gewesen, allerdings war es dann über weite Strecken sehr fad zu lesen, da man nur von einer Wiederholung in die Nächste rannte und dabei noch nicht mal bei der Wortwahl oder ähnlichen variiert wurde. Am wichtigsten Wendepunkt der Geschichte ist die Handlung dann so wenig nachvollziehbar, dass ich die Stelle 3x gelesen habe, um sicher zu sein, dass mir nichts entgegen ist und ich nicht aus Versehen eine Seite überblättert habe. Das hat mich schon richtig genervt, denn es war die einzige Stelle an der richtige Potential da war um auch den Spannungsbogen nochmal herumzureißen und das ganze nochmal richtig spannend werden zu lassen. Aber naja auch hier wurde ich wieder enttäuscht und es hat nur den eindruck bestätigt den ich schon die ganze Reihe über gewonnen hatte: Die Autorin hat eine Menge toller Ideen aber verschenkt einfach viel zu viel Potential.

Das Ende war wie es zu erwarten war, es gab keine wirkliche Überraschung oder sonst etwas, dafür lief der ganze Band viel zu geradlinig drauf zu ungeachtet dessen, ob es nur authentisch war oder nicht.

Nachdem ich schon nach Band 3 wusste, dass die Autorin mit den wenigen Seiten von Band 4 nicht mehr elegant und glaubwürdig zu ihrem Schluss kommt, bin ich auch nicht wirklich enttäuscht. Dennoch kann ich natürlich nicht mehr als

2 von 5 Punkten

geben.

Leonie Swann – Dunkelsprung

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Titel: Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen

Autor: Leonie Swann

Verlag: Goldmann

Genre: Undefinierbar

Seiten: 383

ISBN: 978-3-442-31387-7

Klappentext:

Der Londoner Nebel lichtet sich und enthüllt eine magische Welt…

Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und kann man auch mit Hufen und Hörnern Porsche fahren? Julius Birdwell, Goldschmiedemeister und Flohzirkusdirektor, hätte nie gedacht, dass er sich einmal mit derartigen Fragen herumschlagen würde. Doch dann fallen seine Flohartisten einem Nachtfrost zum Opfer, und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn tritt in sein Leben. Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen – und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt..

Copyright by Goldmann

Normalerweise beginnen meine Rezensionen mit einem Text in dem ich das Buch selbst zusammenfasse, aber diesmal habe ich mir den Klappentext vom Goldmann Verlag ausgeborgt. Warum? Weil ich es schlichtweg nicht hingebracht habe das Buch zusammenzufassen. Nicht weil es schlecht ist. Ganz im Gegenteil, aber es ist so anders. Als ich meiner Mutter nach 150 Seiten erklären wollte worum es grob ging fielen mir keine Worte dafür ein. Nicht weil ich verwirrt war oder so. Nein, es war alles glasklar, aber einfach so viel und so anders, dass ich keine Worte dafür hatte. Daran hat sich auch mit Abschluss der Lektüre nichts geändert. Noch nicht einmal eine Zuteilung zu irgendeinem Genre ist mir gelungen. Es ist keinesfalls Phantasy obwohl sich so einiges an mystischen Wesen durch das Buch tümmelt, es ist aber auch kein Roman, denn dafür ist ihr Auftreten zu stark. Am ehesten könnte man es mit einem modernen Märchen vergleichen, dazu würde auch der Schreibstil passen und doch passt es auch irgendwie wieder nicht. Daher lasse ich dieses Buch einfach außerhalb jeder Einordnung, denn wenn es mir so wenig gelingen will, dann hat es dieses Buch sicher auch verdient in keine Schublade gepresst zu werden.

Die Covergestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Die Farbgebung setzt hübsche Kontraste und spricht einen sehr an, da sie ungewöhnlich ist und sofort ins Auge fällt. Die vielen Schörkel verbergen Figuren und Gegenstände. Dieser Scherenschnitt ist so kunstvoll gestaltet, dass man schon bei seinem Anblick total darin verlieren kann und immer wieder neue Dinge entdeckt. Es passt einfach total zum Inhalt, denn auch hier geht es grundsätzlich darum, dass die Dinge nicht so sind wie sie scheinen und das man eben auch mal über den Tellerrand hinausschauen muss. Der Titel sagt am Anfang noch nicht sehr viel aus, klingt aber auch jeden sehr mystisch. Man denkt sich allerhand dabei und am Ende ist die Lösung so viel simpler. Dennoch ist er genial ausgewählt.

Protagonisten gab es bei diesem Buch einige. Im Vordergrund jedoch standen hauptsächlich 3 Personen. Flohzirkusdirektor und Goldschmiedemeister Julius Birdwell, das mystische Wesen Elizabeth Thorn und Detektiv Frank Green. Während die beiden erstgenannten schon am Anfang zueinanderfinden und ihre Handlungsstränge über weite Strecken synchron verlaufen, stößt Green erst später zu ihnen und hat vorher seinen eigenen Handlungsstrang. Jeder dieser 3 ist auf seine eigene Art faszinierend. Green ist Detektiv und hat wohl schon allerhand Dinge erlebt, allerdings weiss er das selbst nicht so genau, da er Stammgast in einer Praxis für Vergessenstherapie ist und sich ständig seine Erinnerungen an Dinge mittels Hypnose entfernen lässt. Dennoch leidet er an Wahnvorstellungen sieht ständig Dinge, welche nicht da sind. Obwohl es nur ungefährliche Kleinigkeiten, wie ein schwarz-weißer Schmetterling, sind, machen sie ihm doch Angst, was seinen Geisteszustand angeht. Julius hingegen ist ein eher ruhiger Typ, der für seine Flöhe alles machen würde, doch er befindet sich in einer echten Zwangslage und muss dieses Abenteuer auf jeden Fall zu Ende bringen, denn er steht in der Schuld einer Nixe, welche ihm das Leben gerettet hat. Elizabeth schließlich ist wohl die seltsamste Protagonistin mit ihren Hufen, der Schlangenzunge und den Hörner. Als Faun verfügt sie über vielerlei Talente, doch auch sie ist allein machtlos gegen Fawkes, dem sie entkommen ist.

Mit eben diesem Fawkes wurde ein mächtiger Antagonist geschaffen, welcher mystische Kreaturen unterjocht, ein uralter Illsuionskünstler ist und für das erreichen seiner Ziele keine Grenzen kennt. Auch wenn er nur kurz zu Beginn und dann wieder gegen Ende persönlich auftritt, so ist er doch omnipresent in der Geschichte und jagt dem Leser kalte Schauer über den Rücken, so dass man sich beim Lesen schon einmal gruseln kann. Aber nicht nur ein gewisser Gruselfaktor ist gegeben, auch die Spannung ist enorm hoch und man wird von der ersten Seite an in den Bann des Buches gezogen. Stilistisch ist es auf jeden Fall etwas schwerere Kost. Es liest sich weniger wie moderne Literatur sondern eben eher wie ein Märchen. Manche Begriffe sind schon lange aus der Mode gekommen und auch sonst ist die Sprache wenig modern, jedoch gibt genau das, diesem Buch einen ganz besonderen Touch. Es passt einfach alles zusammen und ergänzt sich zu einem tollen Gesamtbild, dass den Leser tief in die Geschichte eintauchen lässt.

Ich kann das Buch nur empfehlen und vergebe auch

5 von 5 Punkten.

Martin Olczak – Die Akademiemorde

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Titel: Die Akademiemorde

Autor: Martin Olczak

Verlag: btb

Genre: Kriminalroman

Seiten: 480

ISBN: 978-3-442-74729-0

Ein mysteriöser Serienmörder treibt in Stockholm sein Unwesen. Seine Opfer: Die Mitglieder der schwedischen Akademie, welche alljährlich den Nobelpreis für Literatur vergibt. Seine bevorzugte Waffe: Ein Perkussionsschlossrevolver aus dem 19 Jahrhundert. Was steckt hinter dieser Mordserie? Willkür? Hass? Oder doch ein perfider Plan? Claudia Rodriguez und von der Zentralen Mordkommision und der Buchantiquar Leo Dorfmann ermitteln bald auf eigene Faust. Können sie es schaffen den Mörder dingfest zu machen bevor ihm alle 18 Mitglieder der Akademie zu Opfer gefallen sind?

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es bis zur letzten Seite enorm spannend war. Aber fangen wir einmal mit dem Cover an, welches wirklich toll aussieht. Die düstere Farbgebung passt zu einen Krimi und durch die vielen Schlüssel, von denen wohl nur einer in das abgebildete Schloss passt, kann man erahnen, dass von den Protagonisten, jede Menge Rätsel zu lösen sind, bevor sie den Fall abschließen können. Der Titel sagt eigentlich alles aus, denn in dem Buch dreht sich alles um die schwedische Akademie und um Morde. Einfach, aber wirkungsvoll.

Die Protagonisten Claudia und Leo sind sehr sympathisch, aber man hat nicht genügend Zeit um sie wirklich kennen zu lernen. Zwar gab es ein paar Hintergrundinformationen über beide und von Leo hat man einige Macken kennen gelernt, aber das war alles mehr oder weniger oberflächlich gehalten, da das Hauptaugenmerk in diesem Krimi deutlich mehr auf der Jagd nach dem Verbrecher lag. Und dieser Verbrecher hatte es wirklich in sich. Das Katz und Maus – Spiel hat mir wirklich hervorragend gefallen, besonders wie er die Ermittler ein um das andere Mal vorgeführt hat. Es blieb bis zur letzten Seite spannend, was mir zwar einerseits sehr gut gefallen hat, aber andererseits muss ich sagen, dass das Ende dann doch zu abrupt kam. Da hätten einige Seiten mehr zum Ausklang der ganzen Geschichte nicht geschadet, besonders da ich mir gewünscht hätte, dass den zwei arrogantesten Personen dieser Geschichte noch in irgendeiner Form beigekommen wird. Aber man kann leider nicht alles haben. Die Idee hinter der ganzen Geschichte war wirklich interessant und mal was anderes. Man hat viel über die literarische Geschichte von Schweden erfahren und vor fast jedem Kapitel stand der Name, eines Literaturnobelpreisträgers, das Jahr in dem die Auszeichnung verliehen worden ist und auch die Begründung der schwedischen Akademie. Das war schon etwas besonderes. Insgesamt kann ich das Buch für alle Krimifreunde empfehlen, auch wenn es die ein oder andere Stell gibt, wo einem das Herz als Bücherfreund blutet, da in diesem Buch mit den armen Büchern nicht gerade pfleglich umgegangen wird. Von mir gibt es

4,5 von 5 Punkten

Sandra Baumgärtner – Vampi, die kleine Vampirfledermaus

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Titel: Vampi, die kleine Vampirfledermaus

Autor: Sandra Baumgärtner

Verlag: papierverzierer

Genre: Kinderbuch

Seiten: 40

ISBN: 978-3-944544-09-0

Vampi, eine kleine Vampirfledermaus, hat Langeweile im Wald und in der Stadt gibt es soviel zu sehen. Da ist der Entschluß schnell gefasst: Es wird umgezogen. Doch während Vampi hin und weg ist vor Begeisterung sind die Menschen weniger von ihrer Anwesenheit. Sie wären Vampi am liebsten wieder los. Ob Vampi am Ende klein beigeben muss?

Ich fand das Buch total süß gemacht. Auf dem Cover ist Vampi vor der Kulisse der Stadt in die sie zieht abgebildet. Der Titel ist einfach nur Name und Beschreibung der Hauptfigur und in einer Schrift geschrieben, welche ans alte Rom erinnern soll. Das Cover ist für Kinder genau richtig und spricht total an.

Vampi war ein sehr süßer Protagonist und hatte teils kindliche, teils erwachsene Charakterzüge an sich. Auch wenn die Motive kindlich sind teils wie Langeweile und Trotz, so ende sie doch in Vernunft und Kompromissbereitschaft und sehr erwachsenem Verhalten. Die kleine Fledermaus ist auf jeden Fall eine Figur mit der sich Kinder indentifizieren können und auch ihre Entscheidungen können von ihnen nachvollzogen werden. Auch der vermeintliche Gegner von Vampi, Marc Augustus, ist eigentlich trotz allem eine sympathische Figur mit welcher man sich am Ende noch gut anfreunden kann.

Die Idee der Geschichte finde ich sehr süß. Die Kinder lernen spielerisch ein wenig die alten Römer kennen und lernen, dass man im Leben Kompromisse schließen muss, damit am Ende alle glücklich sind. Mit gerade 40 Seiten, die durchgängig illustriert sind, kann man das Buch sehr gut am Stück vorlesen und durch die einzelnen Passagen, welche gesungen werden – die Melodie ist hier angegeben und nach einem bekannten Kinderlied, so dass die Kids auch bald mitsingen können  – wird das Buch noch zusätzlich aufgelockert. Ganz nebenbei wird übrigens auch noch das Thema Angst vorm Zahnarzt mit abgewickelt, so dass auf jeden Fall der pädagogische Gehalt sehr groß ist.

Die Geschichte war zwischendurch kurz spannend und bringt besorgte Kindergesichter zustande, aber diese werden auch wieder ganz schnell aufgelöst und in ein Lächeln umgewandelt. Bersonders toll sind aber die liebevollen Illustrationen, welche den Kindern soviele Sachen zum entdecken geben, dass sie sich daran nicht so schnell satt sehen können. Einziger Kritikpunkt: Die Ohren von Vampi sehen eher aus wie Hörner. Aber nachdem ich mal wieder nur auf höchstem Niveau kritisieren kann, gibts natürlich eine Leseempfehlung und

5 von 5 Punkten.

Hubert Wiest – Zaubern für Fortgeschrittene

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Titel: Zaubern für Fortgeschrittene

Reihe: Dennis & Guntram (Band 2)

Autor: Hubert Wiest

Verlag: Lomoco

Genre: Kinderbuch

Seiten: 246

ISBN: 9781505605495

Der Alltag von Dennis und Guntram hat sich nicht wirklich verändert. Sie hängen immer noch gemeinsam ab, gehen zur Schule, erleben größere und kleiner Abenteuer und müssen sich nicht nur mit einigen fiesen Ideen von Dennis‘ Eltern sondern immer noch mit der Haibande herumschlagen. Aber wenn es schwierig ist und die Situation aussichtslos erscheint, gibt es immer noch den Zauberstab von Guntram, der sie aus mehr als einer misslichen Lage befreit.

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Das Cover ist sehr bunt gestaltet und zeigt eine Szene aus dem Buch. Mit der Covergestaltung kommt es auf jeden Fall bei Kindern an. Ob man jetzt sagen kann, dass die Zaubereien in dem Buch wirklich für Fortgeschrittene sind, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, man sollte den Titel nicht ganz so wörtlich nehmen.

Die Protagonisten Dennis und Gruntram sind ein Herz und eine Seele, auch wenn ich sagen muss, dass Guntram Dennis für meinen Geschmack viel zu oft aus der Patsche geholfen hat. Es ist mir ein bisschen zu unausgewogen zwischen den beiden. Dennis hat vor allem Angst, kann sich nicht durchsetzen und verlässt sich eigentlich nur auf seinen Freund, der nicht nur jede Menge toller Ideen hat, sondern auch noch Zaubern kann. Ich bin schon neugierig wie sich das Ganze im nächsten Band entwickelt. Ebenso hat mir das Gleichgewicht zwischen der Haibande und Dennis und Gruntram gefehlt. Während im ersten Band beide Parteien aktiv waren und versucht haben sich gegenseitig auszustechen, reagieren Dennis und Guntram in diesem Band meistens nur auf die Aktionen von Kalle und seinen Freunden. Aber gerade dieser Punkt, hat mir im ersten Band so gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass das Kritik auf sehr hohen Niveau ist, denn für die die Zielgruppe sind nicht nur die Länge der einzelnen Geschichten sehr gut geeignet sondern sie sind auch lustig und haben meistens auch eine Lektion. Das zusammen mit Freunden mehr schaffen kann als alleine, dass es meistens nichts bringt wenn man alles besser weiß und  dass man auf die Wünsche seiner Mitmenschen rücksicht nehmen soll. Auch der Schreibstil ist für das Alter der Zielgruppe bestens geeignet und deshalb kann ich auch den zweiten Band empfehlen. Allerdings war er für mich persönlich schwächer als der erste Band und deshalb gibt es auch nur

4 von 5 Punkten.

John Matthews – Stadt in Angst

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Titel: Stadt in Angst

Autor: John Matthews

Verlag: Page & Turner

Genre: Historischer Krimi

Seiten: 512

ISBN: 978-3-442-20438-0

New York im Jahre 1891. Die Leiche einer bestialisch ermordeten Prostituierten stellt die Polizei vor ein Rätsel, denn es gibt nicht den kleinsten Hinweis auf den Täter, obwohl der Mord nur wenige Schritte von einer belebten Strasse entfernt geschehen war. Kurz darauf wird erkannt, dass die Leiche  ähnliche Spuren ausweist, wie mehrere Opfer einer Mordserie, in der Nähe von London. Hat der Täter den Atlantik überquert um sein grausames Spiel in der neuen Welt fortzusetzen oder handelt es sich um einen brillianten Nachahmungstäter? Der New Yorker Polizist Joseph Argenti und Finley Jameson, ein Kriminologe von Scotland Yard, führen die Ermittlungen, müssen sich aber nicht nur mit der Jagd nach dem Phantom beschäftigen, sondern haben auch mit der Korruption der New Yorker Polizei zu kämpfen. Werden sie es schaffen ihre Ziele zu erreichen oder sind sie nur Marionetten in einem grausamen Spiel?

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und meiner Meinung nach hat es eher das Prädikat Thriller, als Krimi verdient, denn der die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite enorm hoch. Allerdings hört sich Historischer Thriller, doch etwas merkwürdig an, also passt das Genre in dem sich das Buch befindet. Das Cover ist dunkel gehalten und zeigt die beiden Protagonisten Jameson und Argenti im Anzug und mit einem Zylinder am Kopf. Die Mäntel sind meiner Meinung nach einen Tick zu modern, dafür, dass der Roman im späten 19. Jahrhundert spielt. Aber das ist nur ein kleines Manko. Neben dem Schwarz und dem Grau, dass für die Dunkelheit und die Schatten stehen, sind die einzigen farbigen Komponenten in Rot gehalten. Egal ob es die Krawatte von Jameson ist, die Blutspritzer, die über dem Cover verteilt sind, der Name des Autors und sogar der Name des Verlags. Es sieht schon auf den ersten Blick sehr interessant aus, aber wenn man das Cover nach dem Lesen noch einmal betrachtet, muss man sagen, dass wirklich jedes Detail stimmt und das Cover perfekt zum Buch passt. Ebenso der Titel. Die Stadt New York ist in Angst vor dem einem brutal und brillianten Mörder, der mit den Ermittlern sein grausames Spiel spielt.

Die Protagonisten Argenti und Jameson sind ein ungleiches Duo und am Anfang haben sie ihre Probleme miteinander, schaffen es aber sich zusammen zu raufen. Finley ist ein Kriminologe, der in London studiert  hat und erst seit kurzem in New York lebt. Er wirkt oft ziemlich überheblich und unnahbar, aber in Wirklichkeit gehen ihm die Morde sehr nah und er versucht den Bildern, die er während seiner Arbeit sieht ab und an in einer Opiumhöhle zu entkommen. Argenti wiederum ist ein Herzblutpolizist, der der Korruption den Kampf angesagt hat und deshalb den ein oder anderen Feind in den eigenen Reihen hat, der seine Ermittlungen sabotiert und ihn zu Fall bringen möchte. Beide Figuren sind sehr menschlich, haben mit ihren Fehlern aus der Vergangenheit zu kämpfen, versuchen aber ihr Bestes, auch wenn es teilweise hoffnungslos aussieht. Als dritten Protagonisten könnte man fast den Mörder sehen. Immer wieder werden Szenen aus seiner Sicht geschrieben und man ist bei seinen Taten immer dabei. Das hat mir gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass die sexuelle Komponente bei seinen Taten überflüssig war und mich eher gestört hat. Es hat mich irgendwie aus dem Lesefluss geworfen und am Ende hat man dann auch keine wirklich Erklärung dafür bekommen, warum es diese Komponente überhaupt gibt. Auch mit dem Ende bin ich nicht wirklich glücklich, was aber wohl eher daran liegt, dass ich es schade fand, dass das Buch schon zu Ende war, als damit wie es geschrieben worden ist. Denn ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, wie man es hätte anders verfassen können. Jedenfalls waren die über 500 Seiten enorm schnell vorrüber, was von der Spannung und dem guten und flüssigen Schreibstil zeugt. Ein kleinen Kritikpunkt, habe ich allerdings auch hier. Manchmal hat eine Seite ganz unten aufgehört und auf der Nächsten ist es plötzlich mit einer ganz anderen Szene weitergegangen. Das hat mich mehr als einmal irritiert und beim Nächsten mal wäre es schöner, wenn an solchen Stellen eindeutiger  getrennt werden würde, aber das ist Kritik aus hohem Niveau. Für alle Freunde von Krimis bzw. Thrillern kann ich das ich das Buch wirklich nur empfehlen und von mir gibt es

5 von 5 Punkten.

Vanessa Walder – Das wilde Määäh und die Monster-Mission

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Titel: Das wilde Määäh und die Monster Mission

Reihe: Das wilde Määäh (Band 2)

Autor: Vanessa Walder

Verlag: Loewe

Genre: Kinderbuch

Seiten: 205

ISBN: 978-3-7855-7970-1

Ham und seine Freunde sind entsetzt. Seltsam stinkende Riesenmonster stehen am Waldrand und fressen die Bäume ohne Rücksicht auf Verluste. Doch die meisten Tiere des Waldes wollen den Kampf gegen die Monster nicht aufnehmen, denn außer den Bäumen wurde ja niemand verletzt. Ham und seine Freunde wollen jedoch nicht tatenlos zusehen wie die Monster immer mehr Bäume fressen und machen sich daher auf den Weg um Hilfe zu holen. Immer der Nase nach und mitten hinein ins nächste Abenteuer.

Das Buch hat mir gut gefallen. Das Cover ist wieder schön bunt und zeigt eine spannende Stelle aus der Geschichte, welche durchaus auch ein wenig gruslig erscheint auf den ersten und zweiten Blick. Damit macht es ebenso neugierig wie der Titel, welche eine Monster-Mission verspricht. Es wird alles gehalten, was dem Leser auf dem Cover versprochen wird und daher passt es wunderbar für das Buch.

Die Protagonisten in diesem Buch sind Ham und seine Freunde Tupfer und Flöckchen. Gemeinsam mit den beiden Rehböcken ist Ham auf großer Mission und auch wenn der eine oder andere Streit nicht ausbleibt unter den Dreien, so halten sie doch immer zusammen wenn es darauf ankommt. Sie sind vom Verhalten her sehr kindlich und unüberlegt, machen das aber mit Zusammenhalt und Mut immer wieder wett. Vergleicht man das Verhalten aber mit Band 1, merkt man schon, dass die Kinder langsam älter werden und langsam eine Vorstellung von dem Begriff Verantwortung bekommen. Natürlich müssen sie noch viel lernen, aber die Mission wird ihnen dabei sicher helfen.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr schön, denn auch diesmal geht es nicht nur darum, dass eine Geschichte geschrieben wurde sondern auch um eine tiefere Botschaft zu vermitteln. Ich kann das Buch nur allen Eltern von Kindern empfehlen, die wahlweise immer mit dem Kopf durch die Wand wollen oder sich nie trauen ihre eigene Meinung zu vertreten. In diesem Buch wird spielerisch erklärt, dass keine der beiden Methoden die Richtige ist, sondern das man sich mit seiner Umwelt abstimmen und Kompromisse schließen muss. Eine wichtige Botschaft für viele Kinder, welche auf eine sehr lustige und lockere Art transportiert wird, so dass man etwas lernen kann, ohne gleich den erhobenen Zeigefinger im Kopf zu haben.

Man kann bei diesem Buch viel Lachen und hat neben den Hauptcharakteren auch eine Reihe sehr unterhaltsamer Nebenfiguren, welche für eine stete Abwechslung sorgen. Es geht immer hoch her und mit Spannungspausen wird sich nicht lange aufgehalten. Daher kann ich das Buch auch wieder nur empfehlen und vergebe wieder gerne

5 von 5 Punkten.

Anna Todd – Truth

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Titel: Truth

Reihe: After (Band 2)

Autor: Anna Todd

Verlag: Heyne

Genre: Erotikroman

Seiten: 768

ISBN: 978-3-453-49117-5

Die Geschichte zwischen Tessa und Hardin geht in die zweite Runde. Die Beiden sind wie Feuer und Wasser. Ihr Hauptaugenmerk ist immer noch Eifersucht und Streit in ihrem Verhältnis. Natürlich lieben sie sich auch, doch wie kann es eine Zukunft für eine so grundverschiedene Konstellation geben, die sich mehr zankt als versteht?

Im Vergleich zu Band 1 hat mir dieser Teil der After-Reihe leider nicht so zugesagt. Das Cover ist ähnlich wie bei Band 1 nur die Farbgebung ist diesmal nicht schwarz-pink sondern schwarz-grün. Das Grün bei diesem Band hat sicherlich seine Berechtigung, da Grün die Farbe der Hoffnung ist und gerade davon Bedarf es bei diesem Band eine Menge für die Protagonisten. Der Titel truth, zu deutsch Wahrheit, trifft den Inhalt des Buches auch gut, denn in diesem Band geht es sehr viel darum, dass Dinge zugegeben werden, Vergangenheiten aufgerollt und Geheimnisse aus dem Keller geholt werden.

Die Protagonisten Tessa und Hardin regen mich ehrlich gesagt zunehmend mehr auf. Es geschehen Dinge, welche Tessa Hardin einfach zu leicht vergibt bzw überhaupt vergibt und Hardin kommt mit fast allem durch. Gewalzexzesse sind in diesem Buch leider an der Tagesordnung, Fremdgehen, falsche Verdächtigungen, Überreaktionen und ähnliches leider auch. Auch wenn man diese Dinge aus Band 1 schon teilweise kennt, wird hier einfach nur noch übertrieben damit. Es geschehen Dinge, welche einfach unverzeihlich sind. Dennoch werden diese quasi in einem Wimpernschlag verziehen. Auch Hardins zunehmende Art mit Tessa umzugehen hat wenig mit Liebe zu tun. Das sie es sich gefallen lässt aber noch weniger. Sie wird immer als starke Frau dargestellt, aber insgesamt passt etwas in ihrem Charakter nicht. Um ein solches Verhalten zu tolerien müsste man total hörig sein – was sie nach der ganzen Darstellung des Buches allerdings nicht ist. Daher wirkt der Charakter Tessa leider zunehmend unglaubwürdig.

Insgesamt hat sich in dem Buch einiges verändert. Die Geschichte wird jetzt abwechselnd aus Tessas und Hardins Sicht geschrieben, was mich zwar einerseits sehr freut, denn so bekommt man beide Seiten mit, aber auf der anderen Seite nervt es mich auch sehr, denn ich mag es nicht, wenn man mitten in einer Buchreihe seinen Stil komplett umwirft.

Insgesamt war das Buch leider auch nicht so schön zu lesen wie Band 1. Man hat sicher weniger hineindenken können und hat sich nahezu ohne Pause über Alles aufregen müssen. Natürlich waren die Protagonisten in Band 1 auch schon nervig, allerdings fand die Autorin da noch die Waage, dass man den Spaß am weiterlesen nicht verloren hat, was hier leider irgendwie gänzlich misslungen ist. Leider keine starke Fortsetzung zu dieser doch sehr gehypten Reihe und von mir gibt es daher auch nur

2 von 5 Punkten.