Andrea Bielfeldt – Einmal Himmelblau und zurück

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Titel: Einmal Himmelblau und zurück

Autor: Andrea Bielfeldt

Verlag: BoD

Genre: Liebesroman

Seiten: 172

ISBN: 9783738605341

Johanna „Jo“ ist Single und versucht nach ihrer letzten Beziehung, welche in einem einzigen Alptraum endete, wieder Fuß zu fassen im Leben. Doch das mag ihr nicht so recht gelingen. Ihr bester Freund, der schwule Tom, ist ihre einzige Stütze. Doch als sie eines Tages kurz vor Weihnachten John kennenlernt, ist sie sofort verliebt, auch wenn sie doch gar nicht an die Liebe auf den ersten Blick glaubt. Da auch ers sich von Jo angezogen fühlt, beginnt bald eine heiße Nacht mit vielen Turbulenzen und einem mehr als unsicherem Ende.

Das Cover zeigt einen Scherenschnitt von Jo und John. Außerdem in Farbe seinen Koffer, welcher hinter ihnen steht und eine stumme Bedrohung für ihre Liebe (durch das Herz symbolisiert) darstellt. Ich denke, dass man es kaum treffender auf das Cover bringen könnte, worum es hier geht. Der Titel klingt auf den ersten Eindruck eher befremdlich, ist allerdings am Ende des Buches dann wieder verständlich. Wobei ich ihn, wenn man das Ende kennt nur zu 2/3 passend finde. Warum? Werdet ihr schon sehen.

Die Protagonisten Jo und John sind beides von grundauf sehr sympathische Gestalten. Sie machen es einem nicht schwer sie zu mögen und man schließt sie schnell ins Herz. Jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen, seine Vergangenheit, welche ihn ankettet und eine Zukunft zu verhindern scheint und beide fliegen aufeinander. Doch Liebe kann nur funktionieren, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Daher müssen die beiden nicht nur das zwischen sich, sondern auch ihr eigenenes Leben regeln.

Die Idee hinter der Geschichte ist so alt wie die Liebe selbst. Doch Andrea Bielfeldt setzt diese eben anders um. Sie zeigt, dass es nicht nur Neid, Eifersucht und Missgunst geben muss, dass die Liebe auf den ersten Blick nicht immer die beste Wahl sein muss und es dennoch wert sein sollte, dass man einen zweiten Blick an sie verschwendet. Die ganze Geschichte war einfach so schön zu lesen, so liebevoll geschrieben, die Details nur an den richtigen Stellen als Effekt zur größeren Aufmerksamkeitsgewinnung gesetzt und dennoch war die Geschichte temporeich. Es gab kein großes Blabla. Man musste sich nicht erst durch hunderte vorhersehbare Seiten quälen, um ein Ende zu bekommen, welches man die ganze Zeit erwartet hatte, sondern man hatte am Ende nur wenige, dafür umso turbulentere, Seiten, welche eine Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen erzählen und einem eines sicherlich nicht verraten. Nämlich den Schluss.

Ich habe mich von diesem Buch glänzend Unterhalten gefühlt und die Autorin hat es wirklich drauf alles genau auf den Punkt zu bringen ohne sich mit Unnötigem aufzuhalten. Daher gibt es von mir auch

5 von 5 Punkten.

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Uli Stein – Verliebt, verlobt, verheiratet

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Titel: Verliebt, verlobt, verheiratet

Autor: Uli Stein

Verlag: Lappan

Genre: Humor

Seiten: 42

ISBN: 978-3-8303-4181-9

Die Cartoons von Uli Stein sind schon fast legendär und so kamen auch mein Mann und ich natürlich als Buchliebhaber nicht um dieses Hochzeitsgeschenk herum. Obwohl das Büchlein wirklich sehr schlank ist – was bei einem stolzen Preis von 8,95€  übrigens auch für mich ein klares Manko ist – versteht es doch den Platz optimal zu nutzen und erheitert vom Cover bis zur Rückseite.

Die Protagonisten von Uli Stein sind wohl weit bekannt. Neben seinen Menschenpärchen hat er auch noch Katzen, Mäuse und Pinguine im Angebot und sie alle liefern sich einen herrlichen Schlagabtausch rund um Sachen Liebe und Ehe. Egal ob es um das erste Date, die Trauung, eine Hochzeitsanzeige, den ehelichen Verkehr oder den Alltag geht, Uli Stein kennt kein Pardon mit den Lesern und in so manch einer Szene wird sich jeder wiedererkennen. Dennoch: Bei diesen witzigen Zeichnungen kann man auch nicht böse sein. Man muss es einfach mit einem Zwinkern sehen und darüber lachen.

Als Geschenk zur Hochzeit finde ich das Büchlein daher durchaus passend, allerdings gibt es für den Preis klare Abzüge, so dass ich am Ende

3 von 5 Punkten

vergebe.

Julie Heiland – Bannwald

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Titel: Bannwald

Reihe: Bannwald-Trilogie (Band 1)

Autor: Julie Heiland

Verlag: FJB

Genre: Phantasy

Seiten: 351

ISBN: 978-3-8414-2108-1

Robin gehört nicht nur zum Stamm der Leonen, sie ist auch noch die Ziehtochter des Anführers. Ihr bester Freund Laurin ist immer für sie da, doch als eines Tages der Taure Emilian in ihrem Leben auftaucht, scheint ihre Freundschaft zu bröckeln, denn Laurin kann einfach nicht verstehen, warum sie sich mit einem der Unterdrücker abgibt. Doch alles ist nicht so einfach wie es scheint, denn Robin hat eine Kraft, die sonst niemand bei den Leonen hat, sondern nur die Tauren beherrschen. Während Robin es keinen erzählen will, findet es nur einer raus, nämlich Emilian. Doch überraschender Weise kommt alles anders als erwartet.

Das Cover zeigt eine Rückansicht der Protagonistin im Wald während sie durch den Wald rennt. Da diese Handlung im Buch relativ oft erfolgt, denn Robin ein wenig die Neigung hat vor den Dingen davonzurennen, ist es für das Cover sehr passend. Der Titel Bannwald hingegen wird mir nicht so recht klar. Natürlich sind die Leonen in irgendeiner Weise in den Wald gebannt, allerdings klingt Bannwald eher danach als würde der Wald den Bann aufrecht erhalten, dabei sind es die Tauren. Daher ist für mich die Titelwahl ein wenig unglücklich.

Robin ist zwar nicht die einzige, aber sicherlich die wichtigste Protagonistin. Sie ist 17 und Waise. Ihre Mutter wurde von den Tauren getötet und von ihrem Vater weiss sich nichts. Sie ist ein sehr verschlossener Typ und regelt die Dinge lieber mit sich selbst als darüber zu sprechen. Außerdem liebt sie die Natur und ist im Wald ganz in ihrem Element. Auch wenn dies alle Leonen irgendwie sind, so ist ihre Affinität mit dem Wald doch etwas sehr besonderes. Aber auch ihre taurischen Kräfte sind übermäßg stark. Da Robin leider ein wenig das Problem hat, dass sie zu aufbrausend, impulsiv und unbeherrscht ist, muss sie durch eine harte Schule gehen und man kann nur hoffen, dass sie sich lernt unter Kontrolle zu bekommen. Obwohl Robin sicherlich die Nummer eins unter den Protagonisten ist, haben auch Laurin und Emilian wichtige Rollen. Sie sind wie Feuer und Wasser. Nicht nur, dass sie sich nicht leiden können, sie könnten auch charakterlich unterschiedlicher nicht sein. Während Emilian stark, gnadenlos, selbstbewusst und ein Anführer ist, ordnet sich der schüchterne Laurin gerne unter, ist zart und zerbrechlich. Sie haben nur eine einzige Gemeinsamkeit – sie mögen Robin – und diese sorgt dafür, dass die ohnehin große Kluft durch die Stammesfehden noch unüberwindbarer wird.

Die Idee hinter dem Buch ist einerseits gar nicht so neu, was das Thema Stammesfehden und Co angeht. Die Idee die Sternzeichen als Stämme auf die Erde zu schicken finde ich interessant, wobei ich die Aufteilung der Fähigkeiten noch ein wenig seltsam finde, denn während die Leonen eigentlich die Löwen repräsentieren und eher mäßge Kräfte haben, sind die Tauren das Stierzeichen und haben nahezu übermächtige Fähigkeiten gegen die es, zumindest so wie es sich in diesem Band abzeichnet, nahezu keine Möglichkeit des Schutzes gibt. Ich finde so etwas immer ein wenig schade, denn ich persönlich bevorzuge einfach ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Parteien. Dieser Band hatte für mich dadurch leider ein wenig den Nachteil, dass er die meiste Zeit sehr vorhersehbar war in der Gesamtentwicklung der Handlung. Schon eher interessant waren hier die Werdegänge der einzelnen Personen, welche sich teils sehr rasant und teils in vollkommen unerwartete Richtungen entwickeln.

Das Buch hat sich zwar insgesamt sehr schön lesen lassen, hatte einen guten Fluss und auch einen sehr angenehmen Stil, allerdings hat es mich zu keiner Zeit so richtig fesseln können und ich habe es auch gut weglegen können. Dennoch hat mich die Geschichte so neugierig gemacht, dass ich den zweiten Teil der Trilogie auch lesen werde.

Insgesamt war es eine solide Gesamtleistung mit Luft nach oben, aber für einen Debütroman schon ordentlich. Daher gibts

3,5 von 5 Punkten.

Antje Szilat – Fili heisst beste Freundin

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Titel: Fili heisst beste Freundin

Reihe: Lila Zeiten

Autor: Antje Szilat

Verlag: cbj

Genre: Kinderbuch (ab 10 Jahren)

Seiten: 208

ISBN: 978-3-570-15874-6

Nicht nur, dass Lilas Vater Psychologieprofessor ist und ständig mit seinem Tick für Aquarienfische nervt, die keinen interessieren, nein: Jetzt will er auch noch umziehen und zwar von Grunewald nach Kreuzberg. Ist das zu fassen. Den schönen, ruhigen Grunewald verlassen, in dem Schule, Verein und die beste Freundin leben und gegen ein Leben im überfüllten, lauten, ekligen Kreuzberg eintauschen? Für Lila einfach unverständlich und vor allem unmöglich, sie will das alles nicht. Natürlich kann sie daran nichts ändern und sie nimmt das Schicksal seinen Lauf… erst erfährt sie, dass er bescheuerste Junge aus ihrer Klasse nur eine Etage höher wohnt und seine Mutter auch noch mit ihrem Vater befreundet ist und dann streicht ihre beste Freundin Helene sie auch noch aus ihrem Leben. Schlimmer gehts wohl nimmer. Die Sommerferien scheinen eine Katastrophe zu werden und keine Besserung in Sicht… oder vielleicht doch?

Das Cover ist total toll gemacht. Es ist farbenfroh und mit dem vielen lila passt es nicht nur perfekt zum Namen der Protagonistin sondern auch genau in das Geschmachsmuster von 10-jährigen Mädchen. Auch die Figuren, Koffer und die Vögel auf dem Cover kommen total fröhlich und lebendig rüber und machen einfach Lust darauf das Buch zu lesen. Der Titel fiel mir sofort ins Auge, diesmal allerdings nicht im positiven Sinn, denn nichts ist schlimmer als ein Rechtschreibfehler auf dem Cover. Ich kenne diverse Erklärungen dafür, dass man auf dem Cover kein „ß“ verwenden kann, aber ich finde es wirklich schlimm, wenn man ein Wort dann nicht meidet sondern es wissentlich falsch auf das Cover druckt.

Die Protagonistin Lila hat es wirklich nicht leicht. Wer einen Psychologieprofessesor zum Vater und einen pubertierenden Drachen zur großen Schwester hat, bräuchte eigentlich nicht noch den schlimmsten Feind im Haus und eine beste Freundin, die einen sitzen lässt. Aber nachdem die Gegebenheiten nun einmal so sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie ihr Verhalten oft eine Mischung aus Depression, Aggression, Enttäuschung, Wut, Frustration, Verzweiflung und Anklage ist. Sie versucht die Schuldigen an ihrer Misere zu finden und übersieht dabei, dass diese nicht die einzigen Menschen auf der Welt sind. Dennoch entwickelt sich der Charakter im Laufe der Geschichte und wächst einem ans Herz, so dass man gerne an ihrem Leben teil hat.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir gut. Es sind Themen, welche Mädchen in diesem Alter durchaus beschäftigen. Seien es nun ungeplante Umzüge, das Auseinanderentwickeln einer Freundschaft oder einfach das Thema Vorurteile und Fehler. Man merkt auf jeden Fall, dass Lila die Tochter eines Psychologen ist, denn sie führt zu allem und jedem Pro-Contra-Listen. Diese läuten jeweils das neue Kapitel ein bzw sind sie der Abschluss des Alten. Das finde ich übrigens insgesamt ein sehr interessantes Modell, denn so werden Kindern schon über den Nutzen solcher Listen aufgeklärt und können diese vielleicht für sich nutzen. Aber sie ist auch ein ganz normales Kind mit ganz normalen Problemen und wirklich eine Figur, die nachvollzogen werden kann. Das ist sehr wichtig, denn ihre Entwicklung, welche sie ihm Lauf des Buches durchläuft, muss ihr abgenommen werden, damit die Leser sie auch für sich selbst annehmen und vielleicht sogar kopieren können.

Ich denke, dass ich das Buch auf jeden Fall einem Mädchen im passenden Alter schenken würde  und empfehle es daher auch mit ruhigem Gewissen. Von mir gibts auch

5 von 5 Punkten

Thomas Zippel – Spiel’s noch einmal Gott

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Titel: Spiel’s noch einmal Gott

Autor: Thomas Zippel

Verlag: Satyr

Genre: Roman

Seiten: 368

ISBN: 978-3-944035-40-6

Terry Broker, ist ein abgewrackter Comic-Zeichner, der in irgendeiner Bruchbude von New York lebt. Sex, Drugs und Raggae bestimmen sein Leben sind die Inspiration für seine Werke. Dieses Leben, dass er sich selbst ausgesucht hat, scheint plötzlich vor einem gewaltigen Umbruch zu stehen, als Jess in sein Leben tritt. Der junge Mann behauptet nämlich, dass er schon einmal gelebt hatte. Nämlich als Jesus von Nazareth und erzählt, dass Terry für eine göttliche Mission auserkoren wurde. Natürlich glaubt dieser kein Wort und würde den Fremden am liebsten in eine Irrenanstalt stecken. Aber durch einige überzeugende Argumente und kleine Wunder, schafft es Jess, dass Terry ihm doch glaubt. Zusammen machen sich die beiden auf um die Mission zu erfüllen, was nicht weniger als die Rettung der Menschheit ist. Wird das ungleiche Paar sein Ziel erreichen?

Das Cover zeigt einen Computer mit dem Dreifaltigkeitszeichen und dem Text “Error: God not found” auf dem Bildschirm was einerseits witzig aussieht, andererseits auch ein ziemlich großer Aufhänger der Geschichte ist. Der Titel hingegen, hat mit der eigentlichen Handlung nicht wirklich viel zu tun. Erst wenn man die Danksagung des Autors gelesen hat, versteht man was gemeint ist. Da hätte mir im Nachhinein doch etwas anderes besser gefallen.

Die Protagonisten sind Jess und Terry. Jess ist Gottes Sohn, der auf die Welt zurückkehrt um diese vor dem Untergang zu retten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten sich zurechtzufinden, immerhin war er gute 2000 Jahre nicht mehr auf der Erde, schafft er es Terry von seiner Identität zu überzeugen. Jess, der das Leben beobachtet und analysiert kommt zwar zum Schluss, dass dringend etwas verändert werden muss, hat aber noch Hoffnung in die Menschheit und will sie, nicht so wie sein Vater als gescheitertes Projekt aufgeben. Seine Gedanken und Ansichten sind sehr gesellschaftskritisch und regen um Nachdenken an.
Tess hingegen ist ein Mensch der völlig für den Moment lebt. Von einem Vater enttäuscht hat er sich von diesem abgewandt und lebt nun sein eigenes leben und denkt nicht an die Zukunft. Dass er plötzlich als Retter dem Menschheit auserkoren würde, belustigt nicht nur ihn, sondern auch seinen gesamten Freundeskreis, denn niemand glaubt an den Erfolg des abgewrackten Kerls, der außer Musik, Drogen und Frauen nicht viel im Kopf zu haben scheint. Dass es nicht so ist und Tess eigentlich eine liebevoller und hilfbereiter Mensch wird im Laufe der Geschichte klar.

Das Buch ist enorm provokativ und wenn man nicht ein völlig abstraktes Bild von Gott und Jesus sehen möchte, sollte man sich dieses nicht zu Gemüte führen. Es nimmt den gesamten Glauben, egal ob Christentum, Islam oder Judentum auf die Schippe und zeigt ein völlig neues Bild warum die Menschheit überhaupt existiert. Allerdings gibt es sicher einige, denen dieses Bild nicht gefallen wird und das Buch als blasphemisch hinstellen werden. Es ist gesellschaftskritisch und regt zum Nachdenken an. Dennoch ist es auf keinen Fall trocken oder irgendwie langweilig, sondern besticht durch einen enormen Witz. Es gibt war eine Stelle die ich mir anders gewünscht hätte und auch die Konsequenzen welche der Plan zur Rettung der Menschheit  mit sich gebracht hat, hätten besser zur Geltung kommen sollen, aber das sind eigentlich kleine Details. Man darf das Buch jedenfalls nicht zu ernst nehmen, denn es soll in erster Linie unterhalten und nicht primär die Missstände der Welt aufzeigen. Mir jedefalls hat es wirklich gut gefallen und für Leser, die eine ganz andere Art der Schöpfungsgeschichte lesen möchten kann ich das Buch empfehlen. Von mir gibt es jedenfalls

5 von 5 Punkte.

Lars & Uwe Hunsicker – Der Fluch der Gräfin

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Titel: Der Fluch der Gräfin

Reihe: Die letzten Kreuzritter

Autor: Lars & Uwe Hunsicker

Verlag: el Gato

Genre: Kinderbuch (ab 10 Jahren)

Seiten: 238

ISBN: 978-3-943596-59-5

Auf Klassenausflug finden Lars, Klas und Simon ein uraltes Medaillon. Eigentlich ist es gar nichts besonderes, aber eines Tages tauchen auf einmal 4 Ritter auf und wollen es ihnen wegnehmen. Außerdem taucht eine weitere Gestalt und hilft den Jungs. Als die Ritter verjagt sind, stellt sich die Gestalt als Lentz vor und schlägt die Jungen zu Kreuzrittern. Ehe sie sich versehen können, stecken sie mitten in einem Abenteuer, welches schon im 16. Jahrhundert begonnen hat.

 

Bei dieser Rezension stand mir wieder einmal mein Sohn als Hilfe zur Verfügung und hat das Buch mit mir gelesen und auch die Rezension mitgestatet.

Das Cover zeigt einen Friedhof im Hintergrund und vorne sitzen die 3 Jungs zusammen mit einem sehr bleichen, dünnen Mann. Wir nehmen an, dass es sich um Lentz handelt. Während einer der Jungs noch verduzt auf dem Boden sitzt, fuchteln die anderen mit Schwertern herum. Damit wird schon viel über den Inhalt ausgesagt. Der Titel mit dem Fluch der Gräfin trifft gut zu, denn darum geht es die ganze Zeit. Der Titel der Reihe erklärt sich auch im Laufe des Buches.

Die Protagonisten Lars, Simon und Klas sind 3 rotzfreche Jungs, welche nie hören können und selbst wenn es gefährlich ist noch immer nur Flausen im Kopf haben. Trotzdem beweisen sie Mut und lassen sich nicht so schnell unterkriegen. Lentz ist eine sehr widersprüchliche Gestalt. Auf der einen Seite hilft er den Leuten gerne, auf der anderen Seite sind seine Methoden nicht immer die Besten.

Die Geschichte beruht teilweise auf der Fantasie des Autors, teilweise aber auch auf einer lokalen Sage. Hier werden Fantasie, Geschichte und Abenteuer zu einer spannenden Erzählung gemischt, welche den Leser in ihren Bann zieht. Da der Autor selbst auch ein Kind ist, ist die Sprache und der Stil wesentlich kindgerechter als bei Büchern aus der Feder eines Erwachsenen. Trotzdem ist die Spannung meistens gut, es gibt aber auch ein paar Stellen, die mein Sohn als eher langweilig und zum durchatmen empfand. Es gibt 2 Handlungsstränge, welche parallel laufen und sich mit den jeweiligen Kapiteln abwechseln. Am Anfang war genau das etwas kompliziert, da in sehr kurzer Zeit sehr viele Charaktere eingeführt wurden, aber mit der Zeit kannte man sich ganz gut aus.

Hinte im Buch fand sich außerdem ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe umfasste, allerdings gab es ein paar Sachen, welche ich meinem Sohn trotzdem erklären musste. Hier könnte man eventuell noch etwas erweitern.

Insgesamt haben wir uns schon unterhalten gefühlt, aber besonders mein Sohn ist leider nicht mit den Protagonisten so richtig warm geworden, da sie moralisch einfach nicht gut zu seinen Überzeugungen gepasst haben. Das wurde irgendwann zu einem Problem, da er der Entwicklung der Geschichte immer mehr mit Ablehnung gegenüberstand, weil er einfach sagte, dass die Verhaltensmuster und auch die Handlungen so nicht okay sind.

Daher gibts von uns auch nur

3 von 5 Punkten.

Stefan Schweizer – Goldener Schuss

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Titel: Goldener Schuss

Autor: Stefan Schweizer

Verlag: Gmeiner

Genre: Regionalkrimi (Oberschwaben)

Seiten: 318

ISBN: 978-3-8392-1688-0

Enzo Denz ist ein ehemaliger Elitesoldat mit italienischen Wurzeln, der seinen Unterhalt als Privatdetektiv in Ravensburg verdient. Allerdings sind die Schrecken des Krieges und der Taten, die er begehen musste, nicht völlig spurlos an ihm vorübergegangen, denn er trinkt gerne mal einen über den Durst und raucht auch mal nicht ganz legale Substanzen, um die Stimmung zu heben und Stress zu vermeiden. Eines Tages erhält er von einem türkischen Unternehmer den Auftrag dessen Tochter zu suchen. Sie sei ins Drogen- und Rotlichtmilieu abgerutscht und wird von einem Rocker bedroht dem sie 50.000€ schuldet. Zwar schafft er es die Gesuchte in einem einschlägigen Lokal zu finden, allerdings ist diese schon tot. Gestorben durch einen goldenen Schuss. Obwohl die Polizei, angeführt von einem Kriminalhauptkommissar, auf den Enzo nicht gut zu sprechen ist, die Sache als Unfall bzw. Selbstmord abtut und den Fall zu den Akten legt, ermittelt Enzo weiter. Den er hat kurz bevor er sie gefunden hat ein verdächtiges Motorrad vom Tatort wegfahren sehen. Bei seinen Ermittlungen macht er sich eine Menge Feinde und deckt ein Komplott auf, dass in die höchsten politischen Kreise geht.

Im Gegensatz zu dem Buch kann ich mit dem Cover überhaupt nichts anfangen, denn es sagt nichts über den Inhalt aus und würde genau so gut zu irgendeiner romantischen Schnulze passen. Wirklich schade, denn es hätte mehrere Motive gegeben die einen Platz auf dem Cover verdient hätten und diese Landschaftsaufnahme gut ersetzen hätten können. In dem Buch dreht sich alles um Drogen, Gewalt, Korruption, Menschenhandel, Erpressung und Prostitution. Die einzige Aussage die dieses Cover treffen könnte ist, dass auch in einer idyllischen Gegend wie Oberschwaben, solche Dinge geschehen könnte und dass der Schein des Covers trügt. So gesehen würde es vielleicht doch ganz gut passen, wobei ich etwas anderes passender gefunden hätte, weil das Cover mich einfach nicht anspricht.
Der Titel hingegen passt zu der Handlung, auch wenn der goldene Schuss, im Verlauf der Geschichte eine Nebenrolle einnimmt, da Enzo einer viel größeren Sache auf der Spur ist. Dennoch ist der Mord an der türkischen Frau seine Motivation und sein Antrieb immer weiter zu machen.

Enzo Denz ist ein sehr zwiespältiger Charakter und ich muss mehr als einmal den Kopf schütteln. Einerseits scheint ihm die ganze Welt egal zu sein, Hauptsache er hat seinen Spaß. Er säuft, kifft, interessiert sich nicht wirklich für irgendwelche Gesetze, sondern übt ab und zu lieber Selbstjustiz. Außerdem hat eine Affäre mit der Frau des Polizeipräsidenten. Als moralisches Vorbild sollte man ihn also wohl besser nicht heranziehen. Auch war es wirklich schwer ihn in der Rolle eines Elitesoldaten zu sehen. Dafür ist er meines Erachtens viel zu dickköpfig und nicht geduldig genug. Er will am liebsten immer mit dem Kopf durch die Wand. Ungeachtet in welche Gefahren er sich begibt und welche Konsequenzen sein Handeln hat. Um sein Ziel zu erreichen bricht er auch öfter das Gesetz, was ihn ins Visier der Staatsmacht bringt und stochert in einem Wespennest herum, dass mehr als einmal negative Folgen für ihn hat. Seine Sturheit und Hartnäckigkeit haben jedoch auch positive Seiten. So gibt er, ungeachtet was mit ihm passiert niemals auf und setzt seine Ermittlungen fort. Er hat enorme Nehmerqualitäten, die eine Ausbildung zum Elitesoldat schon plausibler machen. Bevor ich mich hier jedoch um Kopf und Kragen reden sage ich einfach das Enzo ein sehr vielschichtiger Charakter ist und wohl einen Psychologen sehr lange beschäftigen könnte.

Die Idee hinter der Geschichte ist zwar auch nicht wirklich neu, denn Krimis mit dem Themen Menschenhandel, Drogen und Erpressung gibt es haufenweise. Allerdinge ist die Umsetzung wirklich interessant, was vor allem auf den Protagonisten zurückzuführen ist. Der Spannungsbogen ist immer ziemlich hoch, da es immer Schlag auf Schlag geht und da sich der Protagonist sich von einer gefährlichen Situation in die Nächste stürzt, hat man auch immer etwas zum Mitfiebern. Was mit gefallen hat ist, dass Enzo, obwohl er ziemlich oft arrogant aufgetreten ist, ordentlich einstecken musste und sich nicht wie Rambo durch die gegnerischen Reihen gemetzelt hat. Der Stil war angenehm zu lesen und man hatte das Buch relativ schnell durch. Was ich allerdings ein bisschen störend fand, waren die Aufzählungen, die immer wieder vorgekommen sind und irgendwelche Vergleiche oder Handlungsmöglichkeiten von Enzo dargestellt haben. Erstens haben sie einen immer wieder aus dem Lesefluss gebracht, da sie nicht wirklich schön ins Layout eingefügt worden sind und zweitens sind sie mir zu häufig verwendet worden. Im Gegensatz dazu stehen die Dialoge im Chat-Stil. Diese gab es auch ab und zu, waren allerdings um einiges angenehmer zu lesen und haben die Sache teilweise auch aufgelockert. Jedenfalls kann ich für Freunde von Krimis, die einen Antihelden in der Hauptrolle mögen, das Buch empfehlen und von mir gibt es

4 von 5 Punkten.

Christian Seltmann – Die Geisterkutsche

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Titel: Geheimakte Benz – Die Geisterkutsche

Autor: Christian Seltmann

Verlag: Arena

Genre: Kinderrätselkrimi (7-9 Jahre)

Seiten: 112

ISBN: 978-3-401-70256-8

Mannheim zur Zeit der Industrialisierung. Alberts Familie ist neu in die Stadt gekommen, weil Alberts Vater dort Arbeit in einer großen Werkstatt gefunden hat. Doch schon bald bemerkt Albert seltsame Dinge und nachts sind eigenartige Geräusche zu hören. Eines Nachts, will er der Sache auf den Grund gehen und wird dabei fast von einer Geisterkutsche überfahren. Das sonderbare an ihr aber ist, dass sie von keinen Pferden gezogen wird sondern von alleine fährt. Als er versucht dem seltsamen Gefährt auf die Schliche zu kommen, überschlagen sich auf einmal die Ereignisse und er lernt nicht nur Clara kennen sondern plötzlich ist auch nichts mehr so wie es bisher gewesen war.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Buch. Von links in die Bildmitte fährt die Geisterkutsche, während sich Alfred auf dem Beobachtungsposten hinter einem Fass sitzt. Das Ganze spielt mitten in der Nacht und der Fahrer der Kutsche ist gut vermummt, so dass man ihn nicht erkennen kann. Der Titel ist Programm, denn um diese Geisterkutsche dreht sich in diesem Buch alles.

Die Protagonisten Alfred und Clara sind nette Kinder, welche überaus neugierig sind und ihren Vätern helfen wollen mit ihren Erfindungen. Auch sonst verstehen sie sich sehr gut, obwohl Clara die Tochter des Chefs von Alfreds Vater ist. Sie unternehmen viel gemeinsam und beweisen Mut und Einfallsreichtum in den richtigen Momenten.

Die Idee hinter dem Buch gefällt mir sehr gut, denn hier geht es darum, dass Kindern ein wenig Geschichte der Industrialisierung und auch der Erfindung des ersten Automobils nähergebracht werden soll. Viele Erklärungen sind spielerisch in den Text eingebaut, wenn es jedoch für etwas keinen Platz gab oder weiterführender Erklärungen bedurfte, dann gab es hinten auch noch ein Glossar in dem alles sehr gut erklärt wurde. Am Ende der Kapitel gab es immer wieder Rätselfragen, welche die Kinder am Ende zu einem Lösungswort geführt haben, und so auf spielerische Weise das Wissen abgefragt haben und natürlich auch zum Nachschlagen angeregt haben, wenn ein Begriff dann doch noch nicht so saß. Der Wortschatz und auch die Erklärungen waren wunderbar auf die Zielgruppe angepasst und mit vielen Illustrationen wurde das Ganze noch viel plastischer und sehr gut untermalt.

Mein Sohn hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß mit dem Buch und hat es dann auch für die Buchvorstellung in der Schule hergenommen, weil er dachte, dass es sich ganz hervorragend eignet. Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen, da auf wirklich spielerische Art den Kindern nebenbei Geschichtswissen angetragen wird. Von uns gibts eine Leseempfehlung und auch

5 von 5 Punkte.

P.C. & Kristin Cast – Dragons Schwur

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Titel: Dragons Schwur

Reihe: House of Night Zusatzbuch

Autor: P.C. & Kristin Cast

Verlag: FJB

Genre: Phantasy

Seiten: 176

ISBN: 978-3-8414-2213-2

Er unterrichtet den Kampf im House of Night und ist ein wahrer Meister mit der Waffe. Doch er liebt auch seine Frau unglaublich. Doch weder sein Leben vor seinem Dasein als Vampyr noch die Eroberung seiner Herzensdame waren einfache Unterfangen. All die Schwierigkeiten, die es zu überwinden gab, werden in dieser Geschichte erzählt.

Das Cover fand ich wieder einmal sehr gut gelungen, denn es zeigt Dragons Schwert, welches sowohl für ihn als auch für die Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Darin eingebettet ist eine Spiegelung von Anastasias Kopf. Damit zeigt das Cover all die Dinge, welche Dragon besonders wichtig sind und gleichzeitig auch die Hauptthematiken des Buches. Hier ist also alles richtig gemacht.

Neben Dragon ist in diesem Buch auch Anastasia Protagonistin. Zeitlich ist es in einer Zeit angesiedelt in der Anastasia schon ein vollgewandelter Vampyr ist und Dragon ein Schüler kurz vor der Wandlung. Während Anastasia sehr verunsichert ist und sich in ihr neues Leben als Lehrerin an Dragons Schule erst einfinden muss, ist Dragon das, was man einen jugendlichen Heißsporn nennen könnte. Er ist ein toller Schwertkämpfer, charmant, intelligent und die halbe Schule fliegt auf ihn. Leider ist er auch ebenso arrogant und eingebildet, doch genau diese Flausen, will Anastasia ihm austreiben und auf einmal stecken die Beiden bis zum Hals in einem Abenteuer, dass nicht nur auf die Gegenwart große Auswirkungen haben wird.

Ich mag die Idee hinter diesen Backgroundgeschichten der Lehrer, aber bei dieser hier habe ich mich leider selbst gespoilert. Ich kannte es aus den anderen Geschichten, dass die Handlung sich ausschließlich auf die Vergangenheit der Personen bezieht und keinen direkten Bezug auf die Ereignisse der Hauptreihe nimmt. Bei dieser Geschichte ist es jedoch so, dass die Handlung als Erinnerung von Dragon spielt und der Tod mehrerer Person aus der Reihe gleich auf den ersten Seiten erwähnt wird. Nach Band 5 war von diesen Personen leider erst Eine gestorben, so dass ich jetzt leider mehr Tote kenne als mir lieb ist. Ich weiss daher noch nicht, ab welchem Band ich euch dieses Buch empfehlen kann, allerdings kann ich schon mal sagen, dass Ende von Band 5 zu früh ist. Dennoch, um wieder aufs Thema zurückzukommen: diese Geschichte war anders als die restlichen Zusatzbücher. Während sonst oft die Vergangenheit als eine Entschuldigung für diverse Verfehlungen oder schlechte Charakterzüge ist, so wird hier in den Vordergrund gestellt, dass es nicht die Herkunft ist, die uns prägt, sondern die Menschen mit denen wir uns umgeben und was wir selbst für unser Leben wollen. Dieses Zusatzbuch ist soviel positiver als die anderen, aber es enthält auch noch eine andere Botschaft. Es wird nämlich auch aufgezeigt, dass alles Handeln Konsequenzen hat und dass man deren Tragweite nicht ermessen kann. Auch nicht, wenn man sie für etwas Gutes hält.

So hätte ich mir wirklich alle Zusatzbücher gewünscht. Auch wenn auch hier die Zeichnungen überhaupt nicht mein Fall waren, können sie mir das Buch nicht mehr verderben, denn hier wurden Grundsteine für Botschaften gelegt, die sich immer in den Herzen der Menschen befinden sollten.

Ich kann es daher nur empfehlen und vergebe auch

5 von 5 Punkten.

P.C. & Kristin Cast – Lenobias Versprechen

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Titel: Lenobias Versprechen

Reihe: Zusatzbuch zu House of Night

Autor: P.C. & Kristin Cast

Verlag: FJB

Genre: Phantasy

Seiten: 191

ISBN: 978-3-8414-2216-3

1788 in Frankreich. Lenobia ist 16 Jahre alt und die uneheliche Tochter eines recht mächtigen Mannes. Ihr Leben scheint vorprogrammiert zu sein und das nicht zum Guten. Doch dann scheint das Glück auf ihrer Seite zu sein. Die Tochter ihres Vaters, welche nach Amerika zur Heirat versprochen war, stirbt und Lenobia sieht ihr so ähnlich, dass es ihr gelingt ihre Rolle einzunehmen und selbst auf das Schiff nach Amerika zu gelangen. Doch dann wendet sich das Blatt gegen sie. Der örtliche Bischof ist ebenfalls an Bord und könnte sie nicht nur jederzeit entlarven sondern er hat auch noch einen Blick auf sie geworfen und wartet nur darauf sie sich zu Willen zu machen. Kann Lenobia unversehrt in Amerika ankommen und in ein neues Leben starten oder wird sie am Ende auffliegen und scheitern?

Das Cover zeigt das Gesicht  von Lenobia. Jedoch schon nach ihrer Wandlung zum Vampyr mit vollen Ornamenten auf der Haut. Das finde ich persönlich etwas schade, denn das Buch handelt ja eigentlich von ihrer Vorgeschichte als Mensch und ihrer Verwählung zum Jungvampyr. Hier hätte mir ein Bild, welches ihrer damaligen Gestalt näher kommt eindeutig besser gefallen. Der Titel ist auf jeden Fall gut gewählt. Richtig klar wird er einem erst ganz am Ende des Buches und dennoch hat er schon beim ersten Lesen so einen mächtigen Unterton, der zeigt, dass es sich hier nicht um eine Kinderei sondern ein sehr ernstes Versprechen handeln muss.

Die Protagonistin Lenobia ist mir in ihrer Person sehr sympathisch, was sich auch in den House of Night Bänden nicht geändert hat. Sie verabscheut die Lügen zu denen sie gezwungen ist, sie steht zu sich selbst, zu ihrem Herzen und sie versucht stets dafür zu sorgen, dass andere Leute nicht in ihre Probleme und Lügen hineingezogen werden. Sie ist sehr charakterstark und erwachsen für ihr Alter, aber das Leben als Bastardtochter ist auch sicher hart genug, um sich diese Eigenschaften angeeignet zu haben.

Ich mag die Idee, dass von manachen wichtigen Figuren die Hintergrundgeschichten erzählt werden, damit man sie besser verstehen kann und vielleicht bekommt es in der Reihe ja noch einen Wert, denn ich zu schätzen lerne, da dieses Wissen mir bei meinem bisherigen Stand noch nicht weiterhilft. Sehr gut finde ich, dass auch hier nicht auf die Reihe gespoilert wird und man das Buch jederzeit lesen kann. Es empfiehlt sich natürlich trotzdem, das man schon ein wenig gelesen hat, damit man weiss um wesen Hintergründe es eigentlich geht und eine Figur dazu im Kopf hat.

Die Geschichte ist sehr dicht und lässt sich wie alles aus dieser Reihe sehr schnell lesen, aber dieses Mal ging ihr ein ordentlicher Lesefluss ab. Die Autrin wechselte häufig zwischen 1. und 3. Person hin und her. Dabei waren aber keine Absätze oder so als Hilfsmittel eingebaut, sondern es kam von einem Satz auf den anderen, so dass man stets stolperte und irritiert war. Außerdem konnte mich das Buch diesmal nicht richtig fesseln. Es war ein Schicksal, welches auf jeden Fall berührend war, gerade gegen Ende und auch die Wendungen haben es immer wieder spannender gemacht, aber dennoch kam mir Lenobia fast zu einfach aus allem raus. Gegen Schluss freilich wurden die Bandagen härter, aber die meiste Zeit war es fast spielend einfach für sie sich herauszuwinden – auch wenn natürlich ein paar Federn gelassen werden mussten.

Ein weiterer und fast noch wichtigerer Kritikpunkt ist allerdings tatsächlich der Preis, denn ich finde 11,99€ einfach zu viel für ein Buch von 191 Seiten.

Außerdem war das Buch, wie alle Zusatzbände, illustriert und auch in diesem Buch konnte ich mich nicht so recht mit dem Zeichenstil anfreunden, auch wenn er schon deutlich besser war als in anderen Bänden. Trotzdem bleibt er einnfach ausbaufähig.

Empfehlen würde ich es höchstens absoluten Fans der House of Night – Reihe, welche nicht mehr ruhig schlafen könnten, wenn sie das Buch nicht haben. Für alle anderen gilt, dass es höchstens ein Nice-to-have-read ist aber sicherlich kein Must-Read. Da es in meinen Augen auch einfach zuviele Kritikpunkte gibt, kann ich auch nur

3 von 5 Punkten.