Blogtour „Der Stern von Erui“ von Sylvia Rieß Tag 1 / Teil 1

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Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zur Blogtour rund um „Der Stern von Erui -Heimkehr-“ von Sylvia Rieß.

Dafür bin ich diesmal nicht einfach nur Sabrina, sondern schlüpfe in die Rolle des jungen Kommissars Andreas Hüfner.

Als dieser neige ich eigentlich nicht dazu an irgendwelche Dinge zu glauben, die man als übersinnlich beschreiben könnte, und auch die Existenz einer Parallelwelt habe ich bislang für absoluten Humbug gehalten. Aber jetzt kommen mir doch die ersten Zweifel. Warum?

Ich habe die Ereignisse extra in meinem Tagebuch für dich festgehalten. Da kannst du dein blaues Wunder erleben!

Mir hat dieser kleine ‚Ausflug‘ im übrigen voll und ganz gereicht. Könige, Schatten, Krieg und Verzweiflung. Nein Danke. Doch für die, die nun neugierig geworden sind, wartet der Roman um euch die ganze Geschichte zu erzählen.
(Kleine Anmerkung für die Leser der Blogtour. Es lohnt sich jeden Beitrag gut zu lesen, denn am Ende wird es ein Quiz geben, welches ihr lösen müsst, um euch einen der tollen Gewinne zu sichern)

Erster Eintrag 

Es ist Dienstag. Eine Woche bin ich nun schon bei der Mordkommission. Gelangweilt nehme ich wie jeden Tag die Arbeit auf. Nichts ist zu tun in diesem Nest! Von daher bleiben mal wieder nur die Akten längst vergangener Fälle. Zumindest erhalte ich so einen Einblick in die Arbeit von Hauptkommissar Matthäi und Thomas Meininger. Letzterer wird nach Matthäis Pensionierung dann mein Partner, aber auch Chef werden. Doch das kann dauern, denn der Alte lässt sich längst nicht so einfach in den Ruhestand abschieben, wie man sich wünschen würde.

 

Einige Tage später

Huch, was ist denn jetzt hier los? Matthäi scheint nach einem Telefonat ganz aufgebracht zu sein. „Strengste Geheimhaltung!“ und „Halt mir bloß die Presse weg!“ hat er ins Telefon gebrüllt und nach dem Auflegen „Kann doch gar nicht sein“ gemurmelt. Dann ist er aufgesprungen und wie von der Tarantel gestochen nach Irgendwo verschwunden.

 

Heute

Zwei lange Wochen sind seit dem Telefonat vergangen und trotzdem bin ich kaum schlauer als am Tag des Anrufs. Man hat mir mal wieder keine Informationen gegeben und langsam macht sich auch bei mir zugegebenermaßen der Unmut breit, denn es scheint nicht so, als würde mich hier irgendjemand ernst nehmen. Einfach frustrierend ist das! Eine Beförderung soll das sein? Da hat ja jeder Streifenpolizist einen interessanteren Job.

Gerade wie ich so in meinen trübsinnigen Gedanken versinken will, kommt auf einmal Matthäi in mein Büro gestürmt und knallt mir eine dicke Akte auf den Tisch. Wobei dick noch untertrieben scheint, denn die Akte ist so prall gefüllt, dass kaum nachdem sie den Tisch berührt hat schon die Hälfte des Inhalts auf diesem verteilt ist, da die Akte die Mengen einfach nicht fassen konnte. Während ich noch etwas ungläubig auf das Chaos vor mir blicke, keift Matthäi nur „Heute Mittag Besprechung. Punkt 12. Und wehe sie haben den Inhalt dann nicht parat. Und zwar aus dem Efef“ und schon ist er wieder zur Tür hinaus.

Der spinnt doch, der Alte“ schießt es mir durch den Kopf, aber neugierig bin ich schon. Schließlich muss diese Akte schon wirklich etwas Besonderes sein, wenn Matthäi so einen Wirbel darum macht. Beherzt schlage ich sie auf und lese:

 

Akte Mordfall Fenia Edani

Aktennummer: F9378/573XC

Ermittlungsstatus: ungelöst

Ein Mordfall also und noch dazu ein ungelöster, aber warum gab es auf einmal diesen Stress? Man hatte in den letzten Tagen weder einen Mordverdächtigen in einem anderen Fall festgenommen, so dass eine Querverbindung auszuschließen war, und auch ein Mord war, solange ich in diesem Kommissariat arbeite, nicht gemeldet worden. Ich schlage noch einmal den Deckel um und stelle fest, dass der Fall nun beinahe vier Jahre alt ist. Seltsam das alles. Schnell mache ich mich an die weitere Aktenlektüre, denn schließlich war meine Zeit knapp bemessen. Am Ende hatte ich folgendes auf meinem Notizzettel stehen:

Ein Mädchen und zwei Jungen aus einer kleinen Ortschaft in der Nähe wurden vor knapp vier Jahren vermisst gemeldet.

Das Mädchen – Fenia Edani – war 14, Tochter einer Ärztin und eines Bankdirektors

Die Jungen – Martin und Johannes – waren 16, Waisenkinder, lebten in einem Heim für Problemkinder und machten dauernd Ärger. Sie hatten dieselbe Clique, dieselben Gewohnheiten und Hobbies. Charakterlich jedoch stark verschieden.

Martin: Kopf der Clique (bestand aus ihnen und zwei weiteren Jungs), streitsüchtig, wankelmütig, aufbrausend, schlecht in der Schule, genoss dennoch die Sympathien der Gleichaltrigen (sehr charismatisch)

Johannes: Zurückhaltend, still, überdurchschnittlich intelligent, strebsam -> Mitläufertyp

Fenia und Martin waren zum Zeitpunkt des Verschwindens seit 3 Monaten ein Paar.

4 Wochen hat man erfolglos gesucht. Dann hat man in einem Waldsee in der Nähe von Fenias Wohnort eine Leiche gefunden. Stärkste Verbrennungen, zertrümmerter Schädel -> vollkommen unmöglich sie genau zu identifizieren.

Eine ganze Reihe an Indizien und zusammenhängen, die mehr als nur Zufall vermuten ließen, führten letztendlich dazu, dass man die Leiche als Fenia Edani zur Bestattung freigab.

 

Der Rest der Akte bestand aus einem Wust an Zeitungsartikeln, welche allesamt die beiden Jungen beschuldigten Fenia ermordet zu haben. Mit einem Blick auf die Uhr beschloss ich nach ungefähr dem zehnten Artikel, der sich so überhaupt nicht von seinen Vorgängern unterschied, bei den restlichen nur noch die Schlagzeilen zu überfliegen und sie mir nur dann genauer zu Gemüte zu führen, wenn es unbedingt erforderlich sein würde.

 

Da fiel mein Blick auf einmal auf eine neue Mappe, welche so dünn und unscheinbar in dem Chaos versunken war, dass ich sie beinahe übersehen hätte.  Neugierig zog ich sie heraus und traute meinen Augen kaum. Zusammen mit einigen Arztberichten fielen mir einige Phantomzeichnungen und ein Foto in die Hände. Die ersten Beiden zeigten zwei Männer um die 20. Ich kramte die alten Fahndungsfotos der drei Teenager hervor und kam zu dem Schluss, dass ein sehr begabter Phamtombildzeichner hier versucht hatte Martin und Joe ein wenig älter darzustellen.

 Foto Martin älterFoto Joe älter

Fahndungsbild MartinFahndungsbild Johannes

Doch, so könnten sie wirklich heute aussehen.

Bei dem Foto musste ich kurz schlucken. Es war das Bild einer jungen Frau, ca. 18 Jahre. Fast augenblicklich war mir klar, dass es sich dabei um Fenia Edani handeln musste. Auch wenn sie sich mit den Jahren sehr verändert hatet, so bestand doch kein Zweifel.

Foto Fenia älterFahndungsbild Fenia

Schnell las ich den dazugehörigen Arztbericht des Marienkrankenhauses, der sich folgendermaßen zusammenfassen ließ:

 Frau – unbekannt – wurde vor 2 Wochen komatös eingeliefert. Wundmale an Hand- und Fußgelenken fallen ebenso sofort ins Auge wie Hämatome am ganzen Körper. Außerdem gab es multiple Rippenfrakturen und das MRT zeigte mehrere Mikrofrakturen des Schädels und damit einhergehend ein Hirnödem.

 Das Mädchen hatte richtig was abbekommen, wurde mir klar. Man konnte wirklich von Glück sprechen, dass sie dies überhaupt überlebt hatte, denn die Verletzungen schienen mir alle doch sehr schwerwiegend zu sein. Dass das Auftauchen seiner vermeintlichen Toten meinen Chef aus der Fassung gebracht hatte, konnte ich nun verstehen. Doch vieles blieb immer noch seltsam.

Bevor ich jedoch dazu komme, mir darüber Gedanken zu machen, klopft es an meiner Tür.

Ende Teil 1 (Die Fortsetzung gibts ab 12:00 Uhr)

Die tollen Bilder sind alle von der Graphikerin Dorothee Rund

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von sabrinaslesetraeume Veröffentlicht in Blogtouren

Ein Kommentar zu “Blogtour „Der Stern von Erui“ von Sylvia Rieß Tag 1 / Teil 1

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