Ida Ding – Jungfernfahrt

jungfernfahrt

Titel: Jungfernfahrt
Autor: Ida Ding
Verlag: Rowohlt Verlag
Genre: Krimi
Seiten: 288
ISBN: 978-3-499-26990-5

Muck Halbritter, ein waschechter bayrischer Bauer und Schafzüchter, gerät wieder einmal in einen Fall, obwohl eigentlich seine Frau bei der Kripo arbeitet. Während einem sonnigen Nachmittag, den er zusammen mit seiner Tochter Emma verbringt, findet er ein menschliches Skelett. Aber bevor er seine Frau anrufen kann ist sein Erzivale, der Jäger Wolfi, ein anderer Polizist schon zur Stelle und beansprucht den Fund für sich. Gleichzeitig baut der Millionär Walter Wunder ein historisches Schiff nach, dass während der Jungfernfahrt untergeht. Alle bis auf Einen überleben, aber dieser ist nicht ertrunken, sondern hatte eine Kugel im Kopf. Muck, der Gott und die Welt zu kennen scheint, wird in die Ermittlungen eingebunden und schon bald erkennt er die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Toten.

Das Cover zeigt einen Steg, der in einen See führt. Der Schwan an der Seite hat zwar für das Buch keine Bedeutung, denn es kommt in dem ganzen Buch kein einziger Schwan vor, aber es gibt dem ganzen Bild einen noch harmonischeren und idyllischeren Effekt. Das es in dem Buch nicht ganz so harmonisch zu geht, wie das Cover vermittelt, wird allerdings schon im Klappentext klar. Insgesamt gefällt mir das Cover aber ganz gut, auch wenn es jetzt nicht wirklich etwas besonderes ist. Der Titel passt zur Geschichte, denn alles dreht sich um die Jungfernfahrt eines Nachbaus eines historisches Schiffs. Genauer gesagt einen Nachbau des Bucentaur, ein Prunkschiff der bayrischen Herzöge.

Der Protagonist Nepomuck “Muck” Halbritter ist ein sympathischer und hilfsbereiter Kerl, der allerdings durch und durch Bauer und Schreinermeister ist. So ist sein englisches Vokabular nicht wirklich vorhanden, was für lustige Momente sorgt, als er sich in dieser Sprach verständigen soll. Auch sind ihm Computer und Handys nicht wirklich vertraut und vor allem letzteres vergisst er immer wieder gern, was ihm in einigen brenzligen Situationen fast den Kopf kostet. Andererseits ist er ein sehr guter Menschenkenner, lässt sich von niemanden etwas sagen und durch seine hilfsbereite und liebenswerte Art, ist er fast mit einem ganzen Dorf bei du. Das hilft ihm natürlich bei seinen Ermittlungen, da er während seiner Aufträge gerne mal ein Gespräch anfängt und es dann in die gewünschte Richtung lenkt.

Ein Markenzeichen dieses Buchs ist, dass Muck, um ihn auch wirklich überzeugend wirken zu lassen, auch bayrisch reden und denken lässt. Das ist zwar einerseits ganz interessant, hemmt aber ab und zu den Lesefluss, wenn einem die Wörter nicht geläufig sind. Alledings gibt es am Ende des Buches ein Glossar mit den ganzen bayrischen Wörtern. Das ist wieder ein Pluspunkt.

Die Handlung ist zwar nicht besonders originell, aber durch die Charaktere und vor allem durch Muck, sowie seine Frau und seiner Tochter, wird sie es dann doch und ich habe mich während der ganzen Geschichte gut unterhalten gefühlt. Natürlich gab es auch den ein oder anderen spannenden Moment, aber insgesamt hielt es sich eher in Grenzen und hat mich nicht wirklich gefesselt. Von den bayrischen Ausdrücken mal abgesehen war das Buch auch sehr flüssig geschrieben und man konnte es schnell weglesen. Für alle Leser, die nichts gegen einen bayrisch-sprechenden Schafszüchter und Bauern haben, der in einem Mordfall ermittelt, kann ich das Buch empfehlen und von mir gibt es

4 von 5 Punkten.

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