Franziska Wolffheim – Zweistein oder Das Brummen der Welt

zweistein

Titel: Zweistein oder Das Brummen der Welt

Autor: Franziska Wolffheim

Verlag: Knaus

Genre: Kurzgeschichten

Seiten: 136

ISBN: 978-3-8135-0610-5

Kater Zweistein ist nur auf den ersten Blick gewöhnlich. Er liebt es zu dösen, zu fressen und durch sein Revir zu streifen. Allerdings macht er sich auch allerhand Gedanken zu seiner Umwelt, besonders über seine Besitzerin Frau Fourgé. Während er so an allen möglichen Verhaltensweisen und Situationen herumdenkt, kommt er auf erstaunliche Ideen.

Während mich der Titel des Buches mich sehr angesprochen hat, weil ich solche Titelformate sehr mag, konnte das Cover von der Gestaltung her leider nicht bestechen. Mir gefiel einfach die Art zu zeichnen nicht wirklich. Einen klaren Pluspunkt gibt es jedoch für das Material des Schutzumschlags, welcher aus einem dickeren Papier besteht und eine ähnliche Struktur hat wie z.B. Zeichenkarton. Dadurch fasst sich das Buch sehr schön an und liegt gut in der Hand.

Der Protagonist Zweistein ist mir irgendwie nicht sonderlich ans Herz gewachsen. Seine Art der Gedankengänge sollten wohl lustig und unterhaltsam klingen, allerdings waren es oft nur einzelne Sätze, welche wirklich den Charakter gehabt hätten lustig zu sein. Allerdings waren sie so in die Kurzgeschichten eingebettet, dass sie trotzdem nichts hermachen konnten. Was ich allerdings positiv fand war die Tatsache, dass in vielen Geschichten einem wirklich Dinge gesagt wurden, die zu unserem täglichen Leben dazu gehören, welche uns aber einfach nicht gut tun. Obwohl diese Zustände eigentlich klar auf der Hand liegen, ändern wir dennoch nichts an unserem Verhalten und fahren unseren Trott weiter, wohl auch der Bequemlichkeit wegen oder weil es halt immer schon so war. Beispiele hierfür sind z.B. sich über jede Kleinigkeit aufzuregen, Dinge erzwingen zu wollen, die von selbst kommen müssen oder nett zu Leuten/Besuchern zu sein, die einen schrecklich nerven, weil es sich eben gehört.

Außerdem gab es an vielen Stellen des Buches Illustrationen, welche ähnlich aufgemacht waren wie das Cover nur noch ein wenig mehr aussahen, als hätte man sie einfach aufs Blatt geworfen. Mir gefällt dieser Stil überhaupt nicht. Insgesamt hat es mich eher an Kinderzeichnungen erinnert deren Technik einfach noch nicht ausgereift war. Vielleicht sollte es den Anschein erwecken, dass Zweistein die Zeichnungen selbst angefertigt hat und deswegen wurde der Stil so minimalistisch gehalten, aber für meinen Geschmack waren die nichts.

Insgesamt kam ich in das Buch leider überhaupt nicht rein und habe mich sehr durchgequält. Normalerweise wäre ein illustriertes Buch mit einer solchen Seitenzahl quasi nur ein Zwischensnack, doch an diesem hier habe ich echt lange rumgekaut und kam weder wirklich rein noch voran. Am Ende habe dafür einen ganzen Tag gebraucht, weil ich das Buch immer wieder weglegen musste, weil es mich eher genervt hat. Von dem Humor und der Zärtlichkeit, welche angepriesen wurden, habe ich recht wenig mitbekommen, einzig den Tiefsinn habe ich finden können.

Dieses Buch war für mich leider eine ziemliche Enttäuschung. Ich hatte mir davon insgesamt wesentlich mehr versprochen und kann daher auch nur

2 von 5 Punkten

geben.

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