Vanessa Walder – Das wilde Määäh

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Titel: Das wilde Määäh

Reihe: Das wilde Määäh (Band 1)

Autor: Vanessa Walder

Verlag: Loewe

Genre: Kinderbuch

Seiten: 189

ISBN: 978-3-7855-7969-5

Keiner weiß, was dieses seltsam kleine Tier darstellt, dass mitten im Nacht im Wald gefunden wird. Es ist schwarz und macht immer „määäh“. Die Wölfin Rhea beschließt jedoch, dass es ein Wolf ist, tauft ihn auf den Namen Ham und macht ihn zu einem Teil ihres Rudels. Ham fügt sich in seine Umgebung ein, doch irgendwie ist er immer anders. Er mag nicht jagen, freundet sich mit einem Rehkitz an und frisst Gras. Doch irgendwann verplappert sich ein Waldbewohner und Ham findet heraus, dass er kein Wolf ist. Weil ihm auch keiner sagen kann, was er sonst ist macht er sich auf der Suche nach seiner Identität. Ob es ihm gelingt seine Wurzeln zu finden?

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Das Cover ist schön bunt und zeigt neben Ham, auch seinen Freund Flöckchen, den Rehbock, seine Wolfsschwester Feder und einige andere Figuren aus dem Buch. Ham heult gerade den Mond an, weil das Wölfe eben machen. Es passt einfach super zum Inhalt des Buches und ist auch bunt und ansprechend. Der Titel ist lustig, originell und treffend, so dass die Außengestaltung des Buches wirklich gelungen ist.

Der Protagonist Ham war ein sehr junges, unerfahrenes Schaf, dass noch vieles lernen musste. Er hatte oft eine zu große Schnauze und hat Dinge leichtfertig entschieden ohne nachzudenken, war neugierig und mutig. Er war ein guter Freund, aber kein geborener Anführer und hat sich lieber auf andere verlassen. Alles in allem eine sehr seinem Alter angemessene Verhaltensweise.

Die Idee der Geschichte gefiel mir super gut, denn sie war schön geschrieben, total kindgerecht aufbereitet und hatte eine gute Grundaussage. Es ist wichtig, dass Kinder wissen woher sie kommen und was ihre Wurzeln sind, auch wenn sie adoptiert sind. Man darf sie nicht bremsen, wenn sie dies herausfinden wollen. Es ermutigt Eltern gleichermaßen ihren Adoptivkindern diesen Freiraum zuzugestehen, wie die Kindern diese Freiräume zu nutzen. Auch das Ende ist weise gewählt und aus dem Leben genommen. Letztlich zählt es nie was man von Geburt ist, sondern wie man denkt, fühlt und aufgewachsen ist. Das Buch gibt eine sehr wichtige Lektion darüber, wie es sich für adoptierte Kinder anfühlt und kann gerade für Familien mit einem solchen Hintergrund eine gute Hilfe sein.

Aber auch wer keinen so ernsten Familienhintergrund hat wird sich glänzend amüsieren und bei Hams spannenden Abenteuern auf seine Kosten kommen. Daher gibt es neben einer Leseempfehlung auch

5 von 5 Punkten.

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