Chigozie Obioma – Der dunkle Fluss

9783351035921

Titel: Der dunkle Fluss

Autor: Chigozie Obioma

Verlag: aufbau Verlag

Genre: Drama

Seiten: 322

ISBN: 978-3-351-03592-1

Der zehnjährige Benjamin lebt zusammen mit seinen Eltern und 5 Geschwistern in der Nähe eines verfluchten Flusses in Nigeria. Als ihr Vater aus beruflichen Gründen die Familie verlässt verstoßen er und seine drei älteren Brüder gegen das Verbot sich dem Fluss zu nähern und fangen an darin zu fischen. Eines Tages, als sie von einer weiteren Angeltour nach Hause zurück kehren, treffen sie auf den verrückten Abulu der Ikenna, dem ältesten Bruder, einen gewaltsamen Tod prophezeit. Kurz darauf beginnt sich Ikenna zu verändern. Was wird geschehen? Tritt die Phrophezeiung wirklich ein?

Das Buch hat mir ganz gut gefallen. Das Cover passt von der Farbgebung her nicht nur zur Thematik sondern auch allgemein zu Afrika, auch wenn mir der braune Kreis in der Mitte ein Rätsel ist. Vielleicht soll er eine sandige Sonne darstellen. Der Titel passt auch zum Buch, auch wenn der Fluss eigentlich nicht wichtig ist. Trotzdem dient er in einigen Schlüsselszenen als Schauplatz, was die Titelgebung rechtfertigt.

Der Protagonist Benjamin erzählt uns als Erwachsener die Geschichte, die er als Zehnjähriger erlebt hatte, und deshalb ist das ganze Buch in der Ich-Form geschrieben. Man erlebt alles aus seiner Sicht der Dinge, wie er sie als schüchterner und nachdenklicher Zehnjähriger erlebt hat. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, ein Buch über die Abgründe der Menschen und was der Glaube an eine Sache bewirken kann, egal ob zum Guten oder zum Bösen. Von Wünschen und Träumen, die durch die harte Realität zunichte gemacht werden. Gleichzeitig erfährt man einiges über die Lebenweise und die Kultur Nigerias in den frühen 1990er Jahren. Wie politische Unruhen das Land erschütterten und welche Ängste die Menschen durchzustehen hatten. Es war zwar nicht besonders spannend, aber trotzdem fesselte mich dieses Buch mit seiner ganz eigenen Art. Was mir besonders gefallen hat, waren die Vergleiche der einzelnen Familienmitgliedern mit Tieren und Symbolen, der Hoffnung, der Kraft, der Angst oder Zerstörung, auch wenn ich mit einem Symbol nicht wirklich einverstanden bin. Aber das ist eine andere Geschichte. Ebenso haben mich die Entwicklungen auf den letzten Seiten verwundert, aber das Ende passt insgesamt zu der ganzen Geschichte. Abschließend gibt es noch eine Leseempfehlung für alle die gerne (Familien-)dramen lesen oder einfach Geschichten, die dem realen Leben entsprungen sein könnten, aber kein Friede-Freude Ende haben. Abschließend gibt es von mir noch

4 von 5 Punkten.

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