Anna Friedrich – Die verschwundene Chefredakteurin

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Titel: Die verschwundene Chefredakteurin

Reihe: Holly (Band 1)

Autor: Anna Friedrich

Verlag: Goldmann

Genre: Roman

Seiten: 160

ISBN: 978-3-442-48201-6

Berlin. Simone Pfeffer soll als Workflowanalystin die Arbeitsabläufe der Holly-Readaktion unter die Lupe nehmen. Annika Stassen wiederum ist Chefredakteurin bei eben dieser Frauenzeitschrift und verschwindet just in dem Moment als Simone Pfeffer auftaucht spurlos. Hat das Ganze miteinander zu tun oder ist es einfach nur ein Verkettung merkwürdiger Umstände?

Also ich kann nicht ganz verstehen, warum diese Romanreihe so gehypt wurde im Vorfeld. Das Cover passt an sich ganz gut zum Inhalt, denn es ist wie eine Monatsausgabe einer Frauenzeitschrift gestaltet. Allerdings weckt es in meinem Augen nicht wirklich ein Interesse, dafür ist es irgendwie zu blass und nichtssagend. Es fehlen die irgendwie die Hingucker, die eine Zeitschrift interessant machen.

Die Protagonisten… ja da wären wir beim Punkt. Wer sind denn überhaupt die Protagonisten. Simone Pfeffer dürfte wohl ebenso wie Elisabeth Salditt, die Verlagschefin, eine tragende Rolle haben, allerdings ist es schwierig viel zu ihnen zu sagen. Aktuell verhält es sich so, dass die ganze Zeit durch die Gegend gesprungen wird und einem eine Vielzahl von Figuren vorgestellt wird, die bereits in den zweistelligen Bereich geht. Die Geschichte wird also nicht wirklich mit Protagonisten bestritten, denn eigentlich bekommt man überall immer mal wieder einen Fetzen mit und kann sich so die ganze Geschichte zusammenpuzzlen. Oder auch nicht. Für mich trifft dann doch eher letzteres zu, denn nach diesem Band weiss ich ehrlich gesagt nicht im entferntesten auf was das Ganze rauslaufen soll. Das Annika Stassen verschwindet, spielt eine so untergeordnete Rolle, dass es schon fast beängstigend ist, ja man lässt noch nicht einmal nach ihr Suchen. Auch sonst geht es eher sehr wirr zu und ich konnte noch kein wirkliches Konzept, geschweige denn Figurenverknüpfungen oder eine Geschichte darin erkennen.

Ein weiteres Manko sind für mich immer wieder diese Zwischensequenzen in denen aus Sicht einer Kamera mit verschiedenen Objekten und Winkeln geschrieben wird. Mich persönlich nerven diese einfach, denn für mich ist es wichtig, dass ich in einem Buch drin sein kann und das wird mir genommen, wenn man mich hinter eine Videokamera packt. Das schafft einfach unnötig Distanz. Weiterhin nervig fand ich die ständigen Erwähnungen, wer was von welcher Marke anhat. 60% der Labels kannte ich noch nicht mal und sie interessieren mich auch nicht. Mir reicht es zu wissen, dass jemand ein „kleines Schwarzes“ anhat. Ob das nun von Calvin Klein, Karl Lagerfeld oder C&A ist, ist mir und meiner Phantasy total egal, denn die macht da ehrlich gesagt nicht wirklich Unterschiede.

Mein Fazit: Zu verwirrend, zu unstrukturiert, lässt keine Geschichte erkennen, zuviele Marken und springt viel zu viel herum. Keine Protagonisten und auch sonst nichts woran man sicht halten kann. Einzig der Schreibstil ist gut gemacht, so dass man es leicht herunterlesen kann. Von mir bleiben an dieser Stelle nur

1 von 5 Punkten

zu vergeben und die Hoffnung, dass es besser wird im nächsten Band, dem ich noch eine Chance geben werde.

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