Thomas Letocha – Oma Else startet durch

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Titel: Oma Else startet durch

Autor: Thomas Letocha

Verlag: Goldmann

Genre: Roman

Seiten: 192

ISBN: 978-3-442-48110-1

Eigentlich genießt Oma Else zusammen mit ihrem guten Freund Mario das Leben am Mittelmeer sehr. Doch dann bricht Mario zu einem Heimaturlaub auf, um seinem Sohn beim Umzug zu helfen. Wochenlang wartet Else auf seine Rückkehr doch stattdessen findet sie eines Tages einen völlig fremden Mann in ihrem Wohnzimmer, den angeblich, der für sie nie zu sprechende, Mario geschickt haben will. Er soll sie zusammen mit einigen Möbeln nach Deutschland kutschieren. Oma Else ist überrumpelt und entsetzt. Soll sie sich darauf wirklich einlassen?

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Das Cover zeigt Oma Else und Hardy mit dem VW-Bus auf einem Pass über die Alpen.  Kleiner Schöhnheitsfehler ist der Arm von Oma Else, der in so einem unnatürlichen Winkel zum Ausgucken an die Augen gehalten wird, dass es nicht nur sofort ins Auge sticht, sondern auch Schmerzen verursacht. Sonst hingegen passt das Cover sehr gut zu dem Buch, auch wenn es so ruhig und friedlich wirkt und irgendwie das Temperament und den Spaßfaktor des Buches nicht erahnen lässt. Der Titel passt auch sehr gut zu dem Buch, vor allem wenn man an einer bestimmten Szene im Buch vorbei ist, wird man das Durchstarten immer gleich damit aussoziieren.

Oma Else ist als Protagonistin sehr sympathisch. Sie ist eine patente, alte Frau in der auf jeden Fall mehr steckt als eine Oma, die vor dem Fernseher auf den Tod wartet. Sie hat ihre Macken und Schrullen und außerdem neigt sie dazu gerne einmal in Ohnmacht zu fallen, wenn sie aufgeregt ist oder sich ängstigt. Dennoch ist sie einfach lustig. Ihre Art ans Leben heranzugehen ist herzlich und auch wenn sie immer wieder mal Dinge tut, die einfach Schnellschüße und undurchdacht sind, so meint sie es doch nie böse. Außerdem ist sie sehr hilfsbereit und irgendwie immer am rumrennen (nicht nur sinnbildlich sondern öfter auch mal wörtlich, wenns mal besonders schnell zu etwas hin oder von etwas weg sein muss). Kaum zu glauben, was diese Frau alles auf die Beine stellt mit ihren 81 Jahren.

Die Idee hinter der Geschichte ist lustig und zugleich sehr ernst. Das Buch ist unterhaltsam und zeigt auf witzig Art, dass Senioren noch eine ganze Menge schaffen können, wenn sie es nur wollen. Natürlich gibt es eine Menge Hindernisse und auch mal Pannen, aber mit der gewissen Portion Humor kann man alles schaffen. Diese Botschaft gilt natürlich nicht nur für die ältere Bevölkerung sondern für alle. Außerdem hilft es den jüngeren Generationen einmal die „Alten“ mit anderen Augen zu sehen. Die ganze Geschichte war witzig und spritzig umgesetzt, so dass ich eigentlich immer was zum schmunzeln hatte, aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Vielleicht war es das große Ganze, denn auch wenn ich mich unterhalten gefühlt habe, so war Oma Elses Verhalten für mich einfach oft so wenig nachvollziehbar. Natürlich kam dann der nächste Witz, die nächste Panne und es rückte wieder in den Hintergrund, aber immer schwang bei mir mit, dass mir das gewisse Etwas fehlt. Es war wie Essen, dass eigentlich gut schmeckt, aber diese eine bestimmte Prise Gewürz fehlt, die es perfekt abrundet.

Nichtsdestotrotz war es natürlich ein klasse Buch und ich hatte meinen Spaß damit und würde es auch empfehlen. Aber weil mir eben dieses Gewürzkrümel fehlt geb ich nur

4 von 5 Punkten.

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