Dany R. Wood – Achtung Familienfeier

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Titel: Achtung Familienfeier

Autor: Dany R. Wood

Verlag: arturo

Genre: Roman

Seiten: 320

ISBN: 9783981701609

Als Eva, welche aus dem beschaulichen Hirschweiler (Saarland) ins große Berlin geflüchtet ist, mal wieder mit einem Familientreffen anlässlich des 80. Geburtstags von Oma Käthe konfrontiert ist, macht sie sich schon wieder auf einige Sprüche wegen ihres ewigen Singledaseins und ihrem Hang zu falschen Männern gefasst. Doch auf der Zugfahrt ins Saarland reihen sich die Zufälle nur so aneinander und auf einmal hat sie Sandro, einen Schauspieler dem gerade seine Rolle geplatzt ist, als ihren Freund für 4 Tage gemietet. Doch kann sie ihre Zugbekanntschaft wirklich ihrer Familie glaubhaft verkaufen ohne das diese es merkt? Und vor allem: Kann sie es schaffen, dass es Sandro 4 Tage mit ihrer grotesken Familie aushält ohne davonzulaufen? Achja und dann wären da ja noch ihre Gefühle für Sandro, welche so gar nicht zu dem Engagement passen wollen. Kann dieses verlängerte Wochenende wirklich gut gehen?

Das Buch hat mich leider nicht so angesprochen. Das Cover passt irgendwie ins Bild. Eine Geburtstagstorte aus der Auswahl, die es zu Käthes Geburtstag gab -nebenbei auch eine klassische „Alte-Leute-Torte“ und typische Omatapeten im Hintergrund legen schon mal einen ungefähren Schauplatz fest und zeigen auch gleich, die altmodischen Einstellungen. Das Warnschild auf der Torte zeigt schon mal klar, dass es hier heiß hergeht und mit scharfen Geschützen geschossen wird. Auch der Titel passt perfekt ins Bild, denn vor dieser Familie muss man sich wirklich in Acht nehmen, besonders vor ihren Feiern.

Die Protagonisten in dem Buch waren mit Eva und Sandro sehr ungleich besetzt. Während Eva eine Frau ist, die es selten schafft auf Männer zuzugehen und sich immer die falschen angelt, scheint Sandro solche Nährungsprobleme nicht gerade zu haben. Eva arbeitet für eine Werbeagentur, während Sandro Schauspieler, wenn auch weniger erfolgreich, ist. Eva möchte nicht nur bei ihrer Familie gut dastehen, sondern hat auch noch Gefühle für Sandro, während dieser sich ausschließlich für die finanzielle Seiten des Arrangements interessiert. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Beiden scheint wohl zu sein, dass sie es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehmen. Ob das nun wirklich die beste Basis für so eine Familienzusammenkunft ist?

Die Idee hinter der Geschichte ist eigentlich eine sehr Gute gewesen. Allerdings hat mir die Umsetzung nicht sonderlich zugesagt. Die Charaktere waren für mich leider so gestrickt, dass ich außer der Oma überhaupt keinen Leiden konnte und immer wenn ich dachte, sie wären jetzt so tief in meinem Ansehen gesunken, dass es nicht mehr tiefer ging, wurde mir bewiesen, dass es doch noch tiefer geht. Am Schluss habe ich die Figuren teilweise schon fast gehasst. Auch der Witz kam bei mir leider nicht so an wie er sollte. Die Art wie man da miteinander umsprang war für mich leider nicht sonderlich komisch sondern eher erschreckend. Ich hatte bei diesem Buch leider wenig zu lachen und wüsste auch ehrlich gesagt nicht, worüber man lachen sollte, denn die Zustand, wie sie in diesem Buch dargestellt sind, sind eher zum Heulen und Bemitleiden.

Ich habe mich durch das Buch wirklich durchquälen müssen und war insgesamt sehr enttäuscht. Was man aber auf jeden Fall positiv erwähnen muss ist, dass der Autor es geschafft hat den Dialekt und die Art miteinander zu sprechen aus der Region gut aufgenommen hat und auch konsequent durchgezogen hat.

Am Ende des Buches befinden sich dann noch 3 Rezepte, welche typisch saarländische Gerichte beinhalten, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Das finde ich eine gute Idee, denn so kann man die Gerichte aus dem Buch auch mal ausprobieren und sich etwas mehr darunter verstellen als Speisen bei deren Namen man sich teils weise die Zunge verrenkt („Dippelabbes“). Wer also einmal saarländische Küche kosten wollte ist hier richtig.

Ich hatte mir nach „Limetten retten in Sydney“ deutlich mehr von dem Autor erhofft und bin diesmal leider nicht wirklich zufrieden. Daher vergebe ich auch nur

2 von 5 Punkten.

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