Daniela Alge – Fehltritt mit Folgen

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Titel: Fehltritt mit Folgen

Autor: Daniela Alge

Verlag: federfrei

Genre: Krimi

Seiten: 208

ISBN: 978-3-902784-43-8

Der bekannte Bizauer Künstler Sepp wird tot am Berg aufgefunden. An einen Absturz kann der Kripobeamte Waldinger allerdings nicht so recht glauben, denn Sepp ist ein erfahrener Bergwanderer. Daher nimmt er die Nachforschungen auf und landet bald in politischen Auseinandersetzung wegen der Erweiterung des Skigebiets. Doch bevor er sich wirklich durch die Fakten wühlen kann, kommt ein weiterer Mann auf dubiose Weise ums Leben. Dieser steht jedoch auf der anderen Seite in der Skigebietsangelegenheit und so wird es für Waldinger immer verwirrender. Ob es ihm gelingen kann den Tod der beiden Männer wirklich lückenlos aufzuklären?

Das Buch hat mir ins gesamt ganz gut gefallen. Das Cover zeigt einen Berggipfel mit Gipfelkreuz. Damit ist zumindest einmal die Landschaft in der das Ganze spielen wird schon perfekt beschreiben. Der Titel lässt hingegen viele Interpretationen offen und macht neugierig. Auch wenn man das Buch gelesen hat, wird es weiterhin nicht klar, auf was er sich genau bezieht, denn er lässt mehrere Möglichkeit offen.

Der Protagonist Waldinger ist ein Vollblutermittler. Immer im Dienst, immer mit dem Kopf bei der Arbeit. Er ist gewissenhaft, lässt sich nicht so leicht irritieren und findet immer wieder neue Ansätze um weiterzuermitteln. In seiner Ermittlerrolle ist er wirklich gut und sympathisch, allerdings habe ich so mit seiner privaten Seite meine Probleme gehabt, denn er ist eben immer mit dem Kopf auf der Arbeit, selbst bei Familienausflügen mit dem Enkel kann er es nicht lassen und letztlich leidet die Familie darunter. Das hat ihm bei mir auch ein paar Minuspunkte eingebracht.

Die Geschichte an sich gefällt mir sehr gut. Sie ist gut durchdacht und auch sehr gut ausgearbeitet. Allerdings ist es für Menschen, die ortsfremd sind, teilweise sehr schwer nachzuvollziehen, wo er ständig rumhüpft, weil vom Leser manchmal zu viel erwartet wird. Außerdem ist das Buch teilweise im Dialekt geschrieben. An sich ist das kein größeres Problem, da Waldinger selbst nicht Dialekt redet und auch das meiste Andere aus dem Kontext heraus schon verstanden werden kann, allerdings war es für ich bisweilen eher anstrengend die Sätze im voralbergischen Dialekt zu lesen, denn letztlich will man ja immer verstehen, was man da genau liest und denkt darüber nach. Dennoch bin ich vom Gesamtverständis her gut durchgekommen und es gaben sich in meinem Gesamtbild keine bedeutenden Lücken. Der Schreibstil ist dafür sehr schön. Man kann ihn – bis auf erwähnte Dialoge – flüssig und gut lesen und das Buch an sich ist zügig durchzulesen. Was den Spannungsbogen angeht, so ist es allerdings schon so, dass hier noch nachgebessert werden muss. Die Ermittlungen waren zwar gut ausgearbeitet und es gab auch genug Sackgassen in die gerannt wurde, allerdings war es für mich zu keinem Zeitpunkt wirklich spannend.

Dennoch kann ich das Buch allen empfehlen, die einen Krimi für zwischendurch suchen und sich nicht dran stören, wenn sie nicht jedes Wort verstehen. Von mir gibt es

4 von 5 Punkten.

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