1. Advent – Ghila Pan und ihr Eulenrätsel

Hallo meine Lieben,

es ist einfach nur Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Jetzt haben wir schon wieder den ersten Advent. Dieses Jahr habe ich mir für euch an jedem Adventssonntag etwas besonderes überlegt und zum Glück auch ein wenig Unterstützung bekommen, so dass diese Aktion möglich sein wird.

Für den ersten Adventssonntag hat sich die Autorin Ghila Pan Zeit genommen und mir ein paar Fragen beantwortet. Außerdem darf ich euch ein wenig von ihrem Roman „Das Eulenrätsel“ zeigen.

So aber nun genug geredet. Schauen wir uns doch lieber Ghila und ihr Eulenrätsel an.

Das ist Ghila:

DSCN3409

Ghila Pan

Sie ist mindestens genauso erfrischend anders wie es auf dem Bild wirkt. Eigentlich hatte ich ja mit einem kurzen Steckbrief anfangen wollen über sie, aber passend zu dem Titel ihres Buches „Das Eulenrätsel“ macht sie auch um ihre eigene Person ein wenig ein Rätsel. Sie hat mir verraten, dass sie alt genug ist und außerdem noch Musikerin. Solltet ihr etwas von ihrer Musik anhören wollen, so könnt ihr hier eure Neugierde befriedigen. Sonst ist diese sehr sympathische Frau in festen Händen und lebt mit Partner und Sohn im schönen Salzburg, wo sie freiberuflich als Physiotherapeutin arbeitet. Doch genug der Daten, denn Ghila hat ein Gedicht über ihre Person verfasst, welches sie selbst am besten beschreibt:

Ich Bin

Die weise Eule

Bin die Mutter der Zeit

Gebär meine Kinder zu heilen bereit.

   Bin die Alte, die weiß, wann das Neue beginnt

Bin die Junge,

Die lacht, rennt, pfeift

Wie der Wind.

Bin nicht Tier, bin nicht Mensch,

Bin nicht Geist, bin nicht Ding,

Bin keine, die jemals ein Gedanke einfing.

Ich bereite die Flügel aus Freude mir,

Bin in keinem – und jedem zu Hause –

Ob Mensch oder Tier.

Aus meiner Feder rinnt Blut von vergessenem Land

An das zu erinnern sind meine Schreiber gesandt:

   Denen erzähl ich Geschichten – wie in langen Gedichten-,

Denen schenk ich den Reim, zu setzen den Keim.

Ich singe mein Lied von der Weisheit und ihrem

Ewigen Stand.

 

So hört die Geschichte,

Die ich euch berichte:

Ich bin, was alle wissen und keinem bekannt,

Eine zeitlose Göttin in neuem Gewand.

Gebrauche dein Herz und deinen Verstand.

Tochronoth bin ich

Tochronoth heiß ich

 

Tochronoth werd ich genannt.

Copyright © Ghila Pan

Damit sollte eigentlich auch genug über Ghila selbst gesagt sein, denn wir wollen uns schließlich ihrem Werk zuwenden. Bevor ich euch ein wenig über die Hintergründe erzähle, möchte ich euch erst einmal gerne den Klappentext zeigen, damit jeder weiss wovon wir sprechen:

Was ist wirklich ‚wirklich‘?

Diese Frage stellen sich auch Lisa und Alwin Richard. Eigentlich wollen die beiden einen entspannten Urlaub auf Hawaii verbringen. Doch plötzlich befindet sich Lisa, die einen unveröffentlichten Roman geschrieben hat, wieder mitten in ihrem Buch – und an seinem Schauplatz, den schottischen Highlands. Ihre Romanfiguren gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf und beginnen ihr Leben maßgeblich zu beeinflussen, bis Lisa und ihr Mann in ein ein gefährliches Abenteuer geraten.

Aber Lisa ist keine gewöhnliche Frau. Sie kann sich drehen und Flügel wachsen lassen.

Auch ahnen vorerst weder Elester Claw, die Flohspinne Tarantilli, noch der BMS– (Bird-Message-Spatz) Posi, dass ihre Verbannung gemeinsam mit einigen weiteren Romanfiguren Lisas in ein ‚Nichtiges Reich‘ – irgendwo über den Wolken Schottlands – ein Ende haben soll.

Nicht nur für Eulalia Birdwitch, die in ständiger Angst vor dem Tod lebt, wäre der Blick in seelische Abgründe und Welten monströser Wesen ein anderer gewesen, hätte sie etwas mehr gewusst…

Na? findet ihr das nicht genauso spannend wie ich? Wollt ihr eine Leseprobe oder gleich das ganze EBook? Na dann schaut doch einfach mal hier rein. Als Taschenbuch müssen wir uns leider noch etwas gedulden, aber ich kann schon einmal berichten, dass Ghila in Verhandlungen steht, sodass wir die niedliche Eulalia hoffentlich bald auch in unserem Bücherschrank begrüßen dürfen.

Viele von euch möchten immer gerne wissen, was hinter den Geschichten steckt, wie man auf die Idee kam und wie der Schaffensprozess war und diesmal gibts auf all diese Fragen eine Antwort, denn Ghila hat sich ausgiebig dazu in einem kleinen Essay Zeit genommen:

Herbst 2010 (Beginn der Arbeit am ‚Eulenrätsel’):

Sieben Jahre sind vergangen.

Jahre der kleinen Schritte, der Luftsprünge, der Pfützenlandungen, der großen Anläufe. Endlich wurde für das kleine Mädchen und mich deutlich, was damit gemeint war: ‚Am Anfang beginnen‘. In mehrerer Hinsicht: Zur Welt kommen, zur Sprache kommen, fällt mir dabei ein oder ‚Bismillah‘, ein persisches Mantra für guten Beginn. Oder die Namen der Figuren und ihre Geschichten, die ich als kleines Mädchen erfunden und geschrieben, doch aus einem eigenartigen Gefühl der Schuld damals verbrannt habe. Ich besuchte ja auch eine katholische Klosterschule. Man musste sich einfach schuldig fühlen, wenn zu viel Lebenslust und eigene Geschichten im Spiel waren. Als Mädchen ganz besonders.

„Wie siehst du das heute?“, frage ich das kleine Mädchen.

Sie verzieht den Mund und spannt einen imaginären Bogen. Artemis hat gerade einen Eber abgeschossen. Doch das ist vermutlich schon wieder eine andere Geschichte. Also zurück zum Anfang.

 

Und sieben Jahre sind ’seither‘ vergangen.

Für mich begann es in der Nacht des 12. 12. 2003 mit einem Traum. Ein paar Jahre später hielt ich ein Buch in Händen, das es nur einmal auf dieser Welt gibt.Da zwinkert eine Eule und die Kleine weiß, dass die Zeit reif ist. Es muss nun endlich erzählt werden, was die Nichtveröffentlichung von, letztendlich, vierhundert druckerschwarztriefenden Seiten zur Folge hatte. Welche Konsequenzen sich daraus für fünfundvierzig sehr individuelle Individuen ergaben! Ein verheerendes Schlammassel, das sogar eine Göttin, die einer Welt jenseits christlicher Nomenklatur entsprungen war, über Schuld und Sühne nachdenken ließ!

Tochronoth, wie sie genannt wird, hat einen großen Vorteil: Sie ist unter anderem die Göttin der Zeit. Also kann sie damit spielen, so wie sie mit meiner Zeit spielt. Ich hoffe, der Guten gelingt es, die fünfundvierzig sehr individuellen Individuen aus ihrer Nichtigkeit zu befreien.

 

Die Zeit. Tja, ein Jammer! Meist scheint man älter zu werden, Kinder werden erwachsen. Erwachsene sind keine Kinder mehr, sondern ernste Ernstzunehmende. Damit wird das Leben sehr kompliziert. Ich erspare mir eine Aufzählung all der Verantwortlichkeiten und Kompliziertheiten, die auf einen zukommen! Das kleine Mädchen lächelt mich die ganze Zeit so unverschämt liebenswürdig an. Was soll man da noch sagen? Rotznase, Kleine, du hast ja keine Ahnung.

 

– Doch – in Wahrheit wissen wir es beide besser: sie hat bei weitem mehr Ahnung: sie ist seit langer Zeit dieselbe geblieben, die sie von jeher war, oder auch mit einem Jahr, drei Jahren, zehn Jahren. Die Kleine hat es immer schon am Besten gewusst und nimmt mir meine Besserwisserei nicht ab. Ich mir selbst übrigens auch nicht. Darum habe ich mich dafür entschieden, das kleine Mädchen entscheiden zu lassen, wann die Zeit reif ist. Und sie hat mir mit einiger Deutlichkeit erklärt, dass sie es langweilig findet, wenn unsere Geschichten verbrannt werden oder unsere Figuren in einem Roman spielen, dessen Grundidee eine andere mit Recht als ihr geistiges Eigentum bezeichnet.

Jetzt appelliert die Kleine an meine Verantwortlichkeit als ernstzunehmende Erwachsene und an meine Fähigkeit, einfache Dinge kompliziert auszudrücken, und rät mir, die weißen Buchstabenfelder auf dem schwarzen Tastaturfeld konsequenterweise täglich zu drücken. Nicht ich finde Zeit dazu, die Zeit findet mich dazu. Da hat sich Tochronoth ja die Richtige ausgesucht!

 

Nun gut, da ich auch nichts anderes als eine Frau, Mutter, Geliebte, Mückentöterin, Dombackspielerin, Physiotherapeutin, ehemalige Hainburger Au-Aktivistin, Kulturpessimistin, Ekstatikerin, Anglophile, Liedtextverfasserin, Nachtkieferschienenträgerin, Sängerin, Mobilfunkhasserin, ‚Zauberberg‘-Leserin, Fischsuppenesserin, Dichterin und damit dennoch an eine bessere Welt Glaubende, Anarchistin, Mystikerin, Liebende, Verliebte, und dem geschriebenen Wort Verfallene bin, überlasse ich nun Lisa Richard die hauptsächliche Verantwortung für das weiterführende Geschehen. Soll diese Dame doch sehen, wie sie mit mir, dem kleinen Mädchen und mit weiß Göttin und Gott noch wem zurechtkommt!

Ergänzen möchte ich zum besseren Verständnis einfach, dass dieses erste Werk von Ghila eine Fan Fiction war. Doch letztendlich war es eben jene Geschichte, welche Lias und Ghila zusammenbrachte und sie motivierte die Schreiberei, welche sie schon in ihrer Jugend geliebt hatte, wieder aufzunehmen.

Jetzt werden sich viele von euch vermutlich zu Recht fragen, ob sie denn nun auch eine Antwort bekommen haben oder nur weitere Fragen in den Raum gestellt wurden. Nun das kann ich euch selbst nicht so genau sagen. Was ich euch sagen kann ist, dass Ghila eine sehr nette und sympathische Person ist, dass ich großen Spaß an der Arbeit mit ihr hatte und das ich es jederzeit wiederholen würde. Allerdings weiss ich auch, dass sie eine sehr rätselhafte Person ist, welche diese Geheimnisse aber gerne um sich herumwindet und dadurch auch zu etwas sehr einzigartigem wird in der Autorenwelt. Lasst euch darauf ein, rätselt mit ihr und nehmt die Dinge wie sie kommen, ihr werdet zusammen viel Spaß haben.

Abschließend möchte ich mich natürlich von bei Ghila bedanken, dass du soviel Geduld, Zeit, Matrial und Freundlichkeit in unsere gemeinsame Arbeit gesteckt hast. Vielen Dank.

Liebe Grüße

Sabrina

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