Antonia Michaelis – Niemand liebt November

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Titel: Niemand liebt November

Autor: Antonia Michaelis

Verlag: Oetinger

Genre: Jugendbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-7891-4295-6

 

Es war einmal ein kleines Mädchen, dass hatte sich selbst einen Kuchen gebacken und 4 Kerzen darauf getan. Es waren 2 zu wenig. Sie war sechs Jahre alt. An diesem Tag stellte sie sich 2 Fragen: 1. Ist es sinnvoll weiterzuleben und 2. Ist es sinnvoll, alleine Geburtstag zu feiern…. Heute ist das kleine Mädchen „November“ Amber 17 Jahre alt und gerade aus ihrer betreuten WG ausgebüchst um zum einen ihre Eltern zu suchen und zum anderen den Jungen in dem rot-gelben Zelt, der sie bei der Suche unterstützen kann. Doch die Realtitäten scheinen zu verwischen und November scheint immer eine Spur zu langsam zu sein. Kann sie ihr Ziel erreichen oder wird sie vom Sumpf der Realtitäten verschlungen?

Das Buch war sehr interessant zu lesen. Das Cover zeigt das Zelt, welchem die Protagonistin nachjagt und ein Mädchen, welches wohl selbige darstellen soll. Allerdings ist es etwas falsch gekleidet, wenn man der Beschreibung aus dem Buch folgt. Das Wetter ist grauer Herbst mir Nebel und allem Schnickschnack der dazugehört. Es spiegelt schon von außen die Atmosphäre des Buches wieder. Der Titel ist hier aus dem Herzen der Protagonistin entnommen, welche sich ungeliebt fühlt, und hat keine beschreibende Funktion, dennoch sagt er schon einiges. Ich finde das Cover sehr gut gelungen.
Die Protagonistin konnte ich teilweise wirklich sehr gut nachvollziehen, teilweise blieben mir manche Dinge von ihr unverständlich. Sie ist tapfer und mutig, aber auch sehr misstrauisch und impulsiv. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie sich viel zu sehr treiben lässt und einfach mal schaut, wohin sie die Situationen bringen werden, auch wenn es einfach nur in riesige Schwierigkeiten ist… auch ihr Durchsetzungsvermögen ist nicht so ausgeprägt und sie lässt sich leicht zu Dingen überreden, die ihr schaden. Ich weiss nicht, ob ich sie wirklich sympathisch fand. Ich war es neugierig wie ihre Geschichte ausgeht, allerdings habe ich sie selbst eher als interessante Figur wahrgenommen und nicht als eine Protagonistin, die mir ans Herz wächst.
Die Geschichte an sich fand ich gut gemacht. Besonders gefallen haben mir die Gedichte am Anfang jedes Kapitels. Die Handlung an sich war manchmal etwas verwirrend, allerdings fügen sich die Fäden am Ende zusammen. Dennoch empfand ich die Geschichte als schwere Kost für ein Jugendbuch. Auch die ganze Thematik ist sehr ernst und es gibt wenig zum Lachen oder Freuen. Dennoch denke ich das die Thematik an einigen Kinder nahe dran ist und gut aufgearbeitet ist.
Ich tue mich hier sehr schwer Punkt zu vergeben oder es zu empfehlen. Es ist nicht schlecht, aber es ist anspruchsvoll, thematisch schwierig und irgendwie anders. Schlecht ist es nicht aber für die Zielgruppe auch irgendwie dann doch nicht 100% passend. Ich denke mal, dass ich mit

3,5 von 5 Punkten

ganz gut liege und es meine Einschätzung und Empfinden am ehesten trifft.

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