Seppo Jokinen – Gefallene Engel

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Titel: Gefallene Engel

Autor: Seppo Jokinen

Autor: ars vivendi

Genre: Finnlandkrimi

Seiten: 400

ISBN: 978-3-86913-468-0

Als zwischen 2 Müllcontaineren die Leiche eine Rollstuhlfahrers gefunden wird, ermittelt Kommisar Koskinen mit seinem Team. Doch sie tappen im Dunkeln und ein weiterer Mord und Gewaltverbrechen, welche sich zutragen und allesamt gegen schwerkranke Menschen und Behinderte gerichtet sind, bringen den Kommissar und sein Team immer mehr in Bedrängis. Können sie es schaffen weiteres Unheil zu verhindern und wird es weitere Opfer geben?

Das Buch fand ich insgesamt relativ schwierig zu lesen. Das Cover ist schlicht gestaltet und fällt einem durch die eher ungewöhnlich Farbwahl für einen Krimi gleich ins Auge. Mit dem rot-weiss ist auf jeden Fall ein Blickfang gelungen und auch der Rollstuhl stellt heraus, dass es irgendetwas mit Behinderten zu tun haben wird. Die Flügel auf dem Rollstuhl machen sich zwar gut zum Titel und man stellt gleich Vermutungen an, dass es sich um irgendwelche Biker handelt, doch letztlich klärt einen schon der Klappentext auf, dass dies nicht der Fall sein wird.

Mit dem Protagonisten hatte ich so meine Probleme, da ich irgendwie nicht so recht an ihn rankam. Er war ein teilweise sehr in sich widersprüchlicher Charakter, welches es einem nicht einfach machte, ihn zu verstehen. Letztlich war er mir auch ein kleines bisschen zu jähzornig und aufbrausend um mir wirklich ans Herz zu wachsen.

Da gab es im Gegenzug einige Randfiguren, welche mir um einiges sympathischer waren und den Leser dann durch ihre liebe Art, an den richtigen Stellen mitfühlen liessen. Das Ermittlerteam des Kommissars allerdings, war mir durch die Bank eher nicht so sympathisch. Sie waren allesamt nicht wirklich kollegial, aufbrausend, besserwisserisch und zu verbohrt. Auch der Teamgeist hat nicht wirklich funktioniert. Insgesamt einfach kein Team wie ich es mir vorstelle.

Die Idee hinter der Geschichte war keine besondere, wurde aber konsequent umgesetzt. Wirklich Spannung kam irgendwie aber nicht so recht auf, da die Ermittler lange im Dunkeln tappen und eigentlich erst auf den letzten 20 Seiten mal etwas Licht ins Dunkeln kommt. Davor zieht es sich meiner Meinung nach aber zu sehr und ist auch irgendwie zu sehr mit ständigen Sticheleien belastet. Ich kam auch insgesamt nicht wirklich in das Buch, da die finnischen Namen einfach ein Horror waren. Ich hab 300 Seiten gebraucht, um das Team richtig und fehlerfrei zuordnen zu können und auch die Straßennamen, viele Namen von Opfer/Verdächtigen/Zeugen und Schauplätze hätten mir eher einen Knoten in die Zunge gemacht, als das ich sie richtig aussprechen konnte. Daher stolperte ich auch immer wieder beim Lesen und hatte daher einen eher geschmälerten Lesegenuß.

Ich empfehle das Buch den Krimifans, die auf nordische Literatur stehen und auch die entsprechenden Sprachgrundkenntnisse dazu mitbringen. Von mir gibts

3 von 5 Punkten.

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