Erasmus Herold – Und ich richte ohne Reue

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Titel: Und ich richte ohne Reue

Autor: Erasmus Herold

Verlag: CW Niemeyer

Genre: Regionalkrimi

Seiten: 384

ISBN: 978-3-8271-9566-1

In Gütersloh treibt ein Killer sein Unwesen und ausgerechnet jetzt muss Kommissarin Sarah Berger bei einer Weiterbildung in Hameln sein. Während ihre Kollegen Ahmet und Jana ermitteln, darf sie pauken. Doch dann bittet sie der Leiter des Institus um eine zweite Meinung bei einer Ermittlung. Eigentlich recht fade, doch dann entwickelt sich der Fall auf einmal ganz anders und auch zu Hause in Gütersloh bricht die Hölle los. Ob die Ermittler es schaffen schlimmeres zu verhindern?

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Das Cover an sich ist nicht spektakulär, jedoch gefällt mir die Gestaltung von Titel und Autorenname als Blocksatz gut, da es einfach mal was anderes ist vom Erscheinungsbild her. Auch der Titel an sich passt sehr gut zu dem Buch, denn er macht neugierig, trifft aber auch den Kern der Geschichte, wenn auch dies sich erst am Ende erklärt.
Die Hauptrolle an diesem Krimi spielte auf der einen Seite Sarah, aber auch Ahmet spielt in der Parallelgeschichte eine Hauptrolle. Zunächst aber einmal zu Sarah. Die war einfach charakterlich genau mein Fall. Sie ist fließig, ehrgeizig, engagiert, mit Herz bei der Sache und kann ihren Willen durchsetzen. Dennoch ist sie auch eine nette, höfliche und sympathische Erscheinung, die auch ihre Macken hat. Das macht sie nicht nur sehr sympathisch sondern auch sehr authentisch.
Ahmet ist anders als Sarah. Auch wenn er gerne als der große Frauenheld dasteht, so ist er eigentlich schüchtern. Außerdem ist er ein totaler Familienmensch, romantisch und sehr sportlich. Eine sehr interessante Mischung, die auf jeden Fall ihren Reiz hatte.
Die Idee der Geschichte an sich gefiel mir sehr, sehr gut. Auf der einen Seite ist es zwar ein Regionalkrimi und das gut eingebaut, aber er streckt auch seine Arme in die große, weite Welt aus und sorgt dafür, dass er offen wirkt. Auch stilistisch war das ganze Stück total gut geschrieben. Man konnte es gut und flüssig lesen und es hat einen regelrecht gefesselt. Die Spannung war so gut gemacht, dass man gar nicht glauben würde, dass es ein Krimi und kein Thriller ist und auch die Mordmethoden waren eines Thrillers würdig. Normalerweise finde ich Krimis im Vergleich zu Thrillern etwas brav und fad, aber dieser hier konnte absolut mithalten und war von Anfang bis Ende spannend. Einziges winziges Manko: Das Ende ist dem Leser überlassen… hier hätte ich mir aber nochmal so eine wunderbar gruslige, grausame Szene gewünscht, wie anderorts zuvor. Ich bin einfach begeistert und werde auch die anderen Fälle lesen. Ich kann das Buch nur empfehlen und muss ehrlich sagen: Erasmus Herold kann stolz auf sich sein, denn er ist ein Krimiautor, der sich getrost mit einem Andreas Franz auf eine Stufe stellen darf.
Was soll ich hier noch mehr sagen. Von mir gibts

5 von 5 Punkten.

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