Crystal Chan – Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

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Titel: Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

Autor: Crystal Chan

Verlag: Magellan

Genre: Jugendbuch

Seiten: 304

ISBN: 978-3-7348-4703-5

Jewel ist 12 und alles andere als ein normales Mädchen. Am Tag ihrer Geburt sprang ihr 5-jähriger Bruder von einer Klippe und diese Tragödie liegt wie ein Schatten über ihrer Familie. Ihr Großvater spricht nicht mehr, ihre Eltern interessieren sich kaum für Jewel und sie selbst versucht einfach nur die perfekte Tochter zu sein und ihre Familie glücklich zu machen. Jewel gibt sich immer mehr selbst auf und verschließt ihre Träume in ihrem Inneren. Erst als John in dem Sommerferien auftaucht und sie soetwas wie Freunde werden, findet sie ein wenig zu sich selbst. Doch ihre Familie reagiert seltsam auf ihn. Während ihr Großvater ihn behandelt als wäre er der Leibhaftige, vergöttert ihn ihre Mutter geradezu. Ob diese Begnung irgendetwas für Jewel und ihre Familie ändern kann oder bleibt der Sommer eben nur ein Sommer?

Ich fand das Buch einfach wundervoll. Das Cover ist wunderschön bunt und einfach toll gemacht, auch wenn es außer den Vögeln keinen direkten Bezug zum Buch hat. Der Titel ist da anders. Er passt perfekt zum Buch, ist aber nichts, was man direkt verstehen kann, sondern greift die Geschichte auf eine Weise auf, dass man erst darüber nachdenken muss, um es zu verstehen.
Überhaupt zieht sich das Nachdenken sehr durch das Buch. Es hat sehr viel Tiefgang und man kann es nicht einmal eben schnell lesen. Man muss es immer wieder weglegen, die Dinge sacken lassen und erst einmal in ruhe darüber nachdenken, ehe man weiterlesen kann. Das ist einmal ein ganz anderes Lesegefühl und auf jeden Fall ist das Buch für niemanden etwas, der nur eine schnelle Unterhaltung sucht.
Die Protagonistin ist sehr gut geschrieben und auch wenn sie eigentlich viel zu jung für mich ist, so konnte ich mich trotzdem prima in sie einfühlen. Sie ist so nachvollziehbar geschrieben und man versteht die Sorgen und seelischen Nöte, die die Kleine aussteht total. Viele ihrer Reaktionen mögen dem erwachsenem Leser kindisch erscheinen, aber genau darum geht es  ja auch, denn sie ist ja noch ein Kind. Ein Kind, dass uns zeigen soll zu was Erwachsene mit ihren Worten und Taten fähig sind, was uns dazu anregen soll, über unser Verhalten nachzudenken, aber was auch einem Jugendlichen schon gut vermitteln kann, welche Konsequenzen Worte und Taten haben können.
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und hat viele überraschende Wendepunkte, welche oft einfach nicht vorhersehbar waren und verblüfft immer wieder durch die Intensität mit der die Dinge passieren. Die Idee ist ganz große klasse, aber sehr ungewöhnlich. Das Buch ist einfach mit nichts zu vergleichen, was ich zuvor gelesen habe und hat ein großes Potential einmal ganz groß rauszukommen. Ich kann es jedem selbstkritischen Leser nur empfehlen und vergebe dafür auch klare

5 von 5 Punkten.

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