Birgit Jasmund – Die Tochter von Rungholt

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Titel: Die Tochter von Rungholt

Autor: Birgit Jasmund

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Genre: Historischer Roman

Seiten: 464

ISBN: 978-3-7466-3029-8

Als Evens Vater und Schwager von den Wogensmannen erschlagen werden, schwört dieser Blutrache. Damit er diese durchführen kann versucht er die Bewohner der Stadt Rungholt für sich zu gewinnen. Dieses Unterfangen wird durch viele Intrigen erschwert und auch, dass er den Hof nun allein führen muss und seine Schwester ihn ständig verkuppeln will, macht ihm das Leben nicht gerade leichter. Alles wird noch komplizierter als er sich in die Kaufmannstochter Silja verliebt, deren Vater aber schon andere Pläne mit ihr hat. Ob Even es schafft, das nicht gerade gute Blatt doch noch zu seinen Gunsten zu wenden?

Das Buch hat mir an sich ganz gut gefallen, hat aber gegen Ende zu viel von seinem Potential verschenkt. Aber fangen wir mal vorne an. Das Cover ist schlicht und hat mir gut gefallen. Es zeigt Dinge, welche man leicht mit dem Inhalt verknüpfen kann und der Kartenschnipsel zeigt einem gleich, wo man die Geschichte einzuordnen hat geographisch. Der Titel ist meiner Meinung nach allerdings etwas verwirrend. Der eigentliche Protagonist ist zum einen Even und zum anderen ist Rungholt eine Stadt, worauf man nicht unbedingt kommt, sondern es erstmal fälschlicherweise als Familie oder sowas einordnet. Der Protagonist Even selbst ist ein sehr authentischer Charakter mit Fehlern und Schwächen aber auch guten und starken Seiten. Es war aber schwierig sich wirklich in den Charakter reinzuleben, weil die Handlung immer wieder durch Dinge unterbrochen wurde, wo der Charakter nicht unbedingt beteiligt gewesen ist. Damit war quasi der Handlungsstrang für ihn unterbrochen und man musste wieder in die Beobachterposition schlüpfen. Ich mag so ein Perspektivhüpfen für mich selbst aber nicht, wenn ich mich in einem Charakter wiederfinden kann, dann möchte ich da auch drin bleiben können und nicht ständig wieder raus müssen und mich dann wieder neu einfühlen. Insgesamt war es flüssig zu lesen, wobei auch Wörter benutzt wurden, welche nicht so geläufig waren, aber da wurde mit einem Glossar am Ende des Buches langem googln vorgebeugt. Der geschichtliche Hintergrund war sehr gut gemacht und auch der Einfluss der Kirche war sehr zeitgemäß herausgestellt. Das eigentliche Manko des Buches lag für mich dann am Ende, denn hier wäre viel mehr möglich gewesen und es war sehr konstruiert, was das Buch auch letztlich einiges an Punkten kostet. Es gab Unmengen an Potential, die leider verschenkt wurden. Eigentlich sehr sehr schade, denn ich hätte mich sehr gefreut, wenn es voll ausgeschöpft worden wäre. Das Ende ist auf jeden Fall offen genug, um für eine eventuelle Fortsetzung Raum zu lassen. Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen und bekommt daher auch

4 von 5 Punkten.

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