Frank Christopher Schroeder – Wie ein Licht im Dunkeln

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Titel: Wie ein Licht im Dunkeln

Autor: Frank Christopher Schroeder

Verlag: Staackmann

Genre: Hardboiled Thriller

Seiten: 228

ISBN: 978-3-88675-131-0

Der Auftragskiller Kissinger sitzt im Todestrakt. Nicht weil er verurteilt worden wäre … Nein, irgendwer treibt ein grausiges Spiel mit ihm, denn weder darf er telefonieren noch hat er einen Anwalt und ein Urteil gibt es erst recht nicht. Er wurde gestgenommen und in den Todestrakt gepackt. Irgendjemand will seine Macht demonstrieren. In diesen Stunden der Ungewissheit begleitet ihn nur seine Bibel, deren Texte er bald auswendig kann. Doch wird diese Lektüre Kissinger läutern? Wird er doch noch einen Prozess bekommen oder was haben seine Gegner mit ihm vor?

Tja was sage ich zu dem Buch. Am Besten trifft es wohl zu, wenn ich sage, dass es mich schon irgendwie zum nachdenken gebracht hat, aber das ich kein Grauen, keine Gänsehaut, kein Thrillerfeeling hatte. Aber gut ich seh schon, ich fange am Besten vorne an. Zunächst der Titel und Cover. Das Cover hat leider, leider auch wenn es schick gemacht ist, so rein gar nichts mit dem Buch zu tun und ist daher leider nicht so ganz stimmig in meinen Augen. Der Titel erschließt sich nicht offensichtlich aus dem Buch, aber wer über das Buch nachdenkt, während er es liest, versteht ihn durchaus und damit wären wir dann auch schon nahtlos beim nächsten und vielleicht auch wichtigsten Punkt: Mitdenken bzw. Nachdenken. Wer das Buch verstehen will und damit Spaß haben muss nachdenken. Es ist kein Thriller den man einfach runterliest. Kein Standardformat in dem man mit einem Ermittler mitfiebert, sondern man steckt hier in der Figur des Killers. Man lernt die Abgründe seines Denkens kennen, aber auch seine moralischen Grenzen, Konflikte und gelegentlichen Zweifel. Das Schlimme ist eigentlich aber, dass er einem Trotz der Tatsache, dass er ein Auftragskiller ist, nicht unsymphatisch ist, sondern man sich eigentlich ganz gut in ihn reindenken kann. Erwähenswert ist auch, dass in dem Buch immer wieder zwischendrin Liedzeilen aus Metalwerken auftauchen, da Kissinger ein Metaler ist. Diese sind vom Autor als netter Bonus gedacht für all die Leute, welche sie kennen, denn so kommt man näher an Kissinger ran. Für die Geschichte selbst sind sie irrelevant, allerdings kommt man bei Lesen etwas ins Stocken, wenn man sie überspringen will oder -falls man sie gelesen hat- doch versucht ihren Sinn zu enträtseln. Viel wichtiger jedoch als all das ist die Tatsache, dass dieses Buch sehr weitreichend die religiöse Ebene berührt. Es ist nicht so, dass hier ausladende Fragen oder Dispute zum Thema Religion angeführt werden, viel mehr stellt der Autor wohldosiert und häppchenweise immer wieder die richtigen Fragen, welche einen nicht nur über den Protagonisten und seine Einstellung, sondern viel mehr über das eigene Leben und seine Sinnhaftigkeit nachdenken lassen. In dieser Hinsicht hat mich das Buch sehr berührt und hat auch in mir drin deutlich einiges angestossen. Was den Aspekt Thriller anging…. nun der wurde in meinen Augen leider schlichtweg vergessen und das ist auch der Punkt, warum das Buch letztlich nur

4 von 5 Punkten

bekommt, denn es ist super, aber für mich vollkommen falsches Genre, denn so etwas hätte ich im Leben nicht erwartet, wenn ich einen Thriller kaufe und für mich gehört es auch irgendwo nicht in diese Sparte.

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