Jürgen Seibold – Der arme Konrad

der-arme-konrad-090291956

Titel: Der arme Konrad

Autor: Jürgen Seibold
Verlag: Silberburg-Verlag

Genre: Historischer Roman

Seiten: 512

ISBN: 978-3-8425-1297-9

Hannes wächst in Beutelsbach, Württemberg, als Sohn eines Tageslohners auf. Es ist die Zeit um 1500 und ie Gesetze von Herzog Ullrich schnüren den einfachen Leuten die Luft ab. Immer mehr Leute verhungern und selbst die reicheren Bauern haben nicht mehr genug um ihre Familien gut durchzubringen. Es brodelt und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es den Leuten reicht und sie sich erheben. Kann Hannes sein Schicksal selbst bestimmen? Wird er sich ebenfalls erheben oder findet er einen anderen Weg für sich und seine Familie zu sorgen? Wird er in den Wirren des Bürgeraufstands untergehen oder ist ihm doch ein anderes Schicksal bestimmt?

Das Buch hat mich absolut überzeugt. Fangen wir mal beim Cover an. Es ist eher schlicht gehalten und zeigt ein paar Aufständische die mit ihren Mistgabeln und Dreschflegeln aber auch viel Musik marschieren. Was will man mehr? Es trifft das Thema des Buches sehr gut und man bekommt innendrin genau das, was man sich beim Anblick des Covers erwartet.
Der Protagonist. Gut das ist so eine Sache. Es gibt mit Hannes zwar so etwas wie einen Protagonisten an dessen Leben sich die Geschichte etwas entlang hangelt und der auch sehr symphatisch ist, aber letztlich geht es um die Geschichte der Beutelsbacher an sich und die Schicksale jedes einzelnen Dorfbewohners stehen im Vordergrund, so dass ich eigentlich fast sagen würde, dass ganze Dorf ist hier Protagonist.
Ansonsten konnte man das Buch sehr gut und füssig lesen. Es hat viel Spaß gemacht es zu lesen und man hat sich richtig festgelesen. Dadurch, dass es in Deutschland angesiedelt ist, lernt man ein stückweit etwas über deutsche Geschichte, das man sonst nicht unbedingt zu hören bekommt, wenn man nicht gerade im direkten Umkreis wohnt. Dadurch, dass der Autor eine klasse Reserche hingelegt hat und jedes noch so kleine Detail abgestimmt hat auf die Zeit, ist das Buch einfach wahnsinnig authentisch geworden und man kann sich so richtig gut in der Zeit zurück versetzen.
Mein Fazit: Man kann mit einer Menge Spaß und persönlichen Schicksalen eine Menge lernen. Das Buch ist ebenso berührend wie lehrreich und bekommt vom mir eine ganz klare Leseempfehlung und außerdem

5 von 5 Punkten obendrauf.

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