Sabrina Qunaj – Die Tochter des letzten Königs

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Titel: Die Tochter des letzten Königs

Autor: Sabrina Qunaj

Verlag: Goldmann

Genre: Historischer Roman

Seiten: 704

ISBN: 978-3-442-47988-7

Als Nesta 8 Jahre alt ist ziehen die Normannen durch das Land der Walliser, brandschatzen und erobern es Stück für Stück. Nesta ist die Tochter eines wallisischen Fürsten und wird an einen normannischen Hof verschleppt. Dort soll sie aufwachsen und später soll sie politisch nützlich verheiratet werden. Der Lord des Hofes de Montgomery behandelt das Mädchen nicht gerade gut und Nesta erlebt eine traurige Kindheit. Doch als sie 13 Jahre ist, ändert sich plötzlich alles für sie. Der König und sein Gefolge besuchen Shrewsbury und der Bruder des Königs, Henry, ist mehr als angetan von der hübschen Nesta. Das ist vielleicht ihr Glück, denn bei seiner Abreise nimmt er das Mädchen mit und von nun an darf sie am königlichen Hof leben. Ob sie dort wohl als einzige Walliserin unter Normannen zurecht kommen wird? Und wird wohl aus ihrer kindlichen Liebe zum Bruder des Königs?

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde freundlicher Weise kostenlos von der Autorin zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Also vorweg schicken möchte ich, dass dieses Buch von der Art und Weise her wie es geschrieben ist, ein absoluter Pageturner ist. Da es doch recht viele Seiten hat, sollte man es sich definitiv vornehmen, wenn man gerade mehr Zeit zum lesen hat. Diesen Ratschlag habe ich selbst nicht berücksichtigt (wohl, weil ihn mir vorher keiner gab) und ich hab mich permanent geärgert, dass ich net weiterlesen konnte. Die Spannung kann einen schon echt wahnsinnig machen.

Anfangs habe ich mich sehr schwer getan das Buch in die Hand zu nehmen und ich muss echt sagen, dass die ersten 100 Seiten waren verdammt hart. Für Leute mit einer traumatischen Vorgeschichte ist der Einstieg definitiv nur dann geeignet, wenn sie sich stabil fühlen, in allen Fällen zieht es einen zu sehr runter. Hat man das aber überstanden geht es zum Glück besser weiter. Das Schicksal der Protagonistin ist immer noch hart und schwierig aber man es wieder leichter lesen. Man kann die Begeisterung mit der die Autorin geschrieben hat richtig spüren und sie schafft es einen in einem Strudel aus Spannung, überraschenden Wendungen, Abwexhslung, höfischen Geplänkel, Kämpfen und Intrigen gefangen zu halten. Die Geschichte ist inhaltlich sehr dicht und auch was die historischen Hintergründe angeht glaubwürdig geschrieben. Ich persönlich hatte allerdings mit den letzten 200 Seiten und dem Ende so meine Schwierigkeiten. Mir wurde es gegen Schluss einfach zu vorhersehbar und das Ende ein bisschen zu gewollt gut. Dennoch hat mich das Buch als Gesamtwerk begeistert. Was mich ein kleines bisschen gestört hat, war, dass das ganze Nachkommenverzeichnis schon mit am Anfang stand. Mir wären die Stammbäume am Ende des Buches deutlich lieber gewesen, da ich dazu neige alles aufmerksam zu lesen und es irgendwie reichlich blöd ist, wenn man bereits bevor man die Geschichte, welche ja mit einer 8-jährigen beginnt, anfängt, bereits weiss mit wem sie im Lauf der Geschichte Kinder zeugen wird. Das nimmt dem ganzen etwas Spannung raus. Ansonsten war ich aber rundum sehr glücklich mit dem Buch und würde es auch an Liebhaber historischer Romane weiterempfehlen. Von mir gibt es dafür

4 von 5 Punkten.

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