P.C. und Kristin Cast – Neferets Fluch

Titel: Neferets Fluch

Autoren: P.C. & Kristin Cast

Verlag: Fischer Jugendbuch

Reihe: Zusatzbuch zur House of Night Reihe

Seiten: 269

ISBN: 978 – 3 – 8414 – 2218 – 7

Neferet war nicht immer ein Vampyr. Bevor sie gezeichnet wurde, war sie ein junges Mädchen, das auf den Namen Emily Wheiler hört und wuchs in Chicago auf. Ihre Mutter starb früh und während sie den Tod nicht richtig verwinden konnte, forderte ihr Vater von ihr, dass sie nicht nur die zahlreichen Aufgaben ihrer Mutter übernahm sondern auch immer mehr wie sie wurde. Er trank immer mehr und rief sie oft bei dem Namen ihrer Mutter. Konsequent sorgte er für, dass sie ihre Freunde verlor und isoliert wurde und nur noch in seiner Gesellschaft war. Immer mehr übernahm er die Kontrolle über ihr Leben und wandelte sie in seinen Gedanken und Handlungen von seiner Tochter zu seiner Frau bis die Situation schließlich eskaliert.

Das Cover hat mich wie gewöhnlich angesprochen und fasziniert. Ich finde die Gestaltung der House of Night Bücher einfach großartig und hoffe, dass die kunstvolle Gestaltung Vorbild für eine Menge Bücher sein kann.

Inhaltlich war die Geschichte sehr gut aufgemacht. Die ganze Geschichte war im Stil eines Tagebuchs gehalten und hat auf diese Weise schon ein persönlicheres Verhältnis zu der Protagonistin hergestellt. Es war bewegend geschrieben und man hat mit Emily mitgefühlt, doch wurde gleichzeitig der Spagat geschafft, dass man als Leser trotzdem eine gewisse Distanz halten konnte, welche gerade für die Altersgruppe, für die dieses Buch bestimmt ist, auch sehr wichtig ist. Das Buch spricht ein sensibles Thema an und gerade der Schluss zeigt sehr deutlich, wohin es führen kann, wenn einem Opfer nicht geholfen wird sondern es immer weiter und weiter in die Enge getrieben wird und alleine dasteht. Besonders schön fand ich das Nachwort der Autorin, welches Kinder ermutigen soll sich gegen Gewalt und auch sexuelle Grenzüberschreitung innerhalb der Familie oder auch in einem anderen Umfeld zu wehren und sich Hilfe zu suchen. Im Vergleich zu den House of Night Büchern ist es sicherlich weniger spannend und überraschend, aber ich finde es sehr gut, dass die Autorin die Berühmtheit und Beliebtheit ihrer Bücher nutzt um ein solch senibles Thema anzupacken und Kinder zu ermutigen, welche sich in einer solchen Situation befinden und vielleicht niemanden haben, der ihnen Mut zuspricht oder ihnen sagt, dass sie sich das nicht gefallen lassen müssen und es unrecht ist. Von mir gibt es

3 von 5 Punkten.

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